Weinbrenner Weinprobe 183
tons le« vixnolileü cniin»>." (Paris 1814 unk 1822); Röber's „Versuch einerrationellen Anleitung zum Weinbau und zur Most- und Weinbereitung, nebst Be-schreibung und Abbildung einer Traubenmühle" (Dresd . 1825); „Prakt. Wein-lehre, oder der vollkommene Kellermeister" (Leipz. 1825), und Hörter's „Rhein-land. Weinbau" (2 Thle., Trier 1822—24).
Weinbrenner (Friedrich), großherzogl. badischer Oberbaudirector,Commandeur des heffen-darmstädt. Verdienst- und Ritter des Zähringer Löwcnor-dens, geb. zu Karlsruhe d. 9. Nov. 1786, wo s. Vater ein Zimmermann war, derzwar früh starb, aber doch dem Sohne bereits eine heisre Liebe zu seinem Fache ein-geflößt hatte, sodafi dieser vorn 15. I. an sich aus eignem Antriebe einige Zeit deinbewerbe s. Vaters widmete. Sein nach höherer Wissenschaft strebender Meist fandindeß bald hierin nicht volle Befriedigung, daher stutirte er in s. Vaterst. neben derBaukunst, worin er zugleich Andre unterrichtete, auch Physik und Mathematik.Im 21. I. ging er, um die Aufsicht über verschiedene Baue zu übernehmen, in dieSchweiz , wo er fast 3 I. verweilte. Dann studirte er auf der Bauakademie zuWien, von wo aus er Ungarn besuchte. 1791 begab er sich nach Italien , wo erfast 6 I. lang Rom zu s. Aufenthalte wählte. Hier zogen ihn die Überreste der al-ten Baukunst unwiderstehlich an, und er suchte die Mcheimnisse der alten Kunstzu ergründen. Mehre s. Arbeiten beweise» dies deutlich, z. B. die Restaurationendes Bades des Hippias , des Theaters desCurius, der Landhäuser des jünger» Pli-niuS und mehrer andern von den alten Schriftstellern beschriebenen Mcbäude. Auchgab er in Rom Unterricht in der Baukunst, und lieferte »lehre architektonische Com-positionen und Zeichnungen. 1798 kehrte er nach Karlsruhe zurück, wo er noch imnämlichen Jahre Bauinspector und kurz darauf Baudirector ward. Er wirkte vonnun an vorzüglich nützlich durch s. UnterrichtSanstalt für angehende Architekten, inwelcher sich stets Jünglinge aus dem In - und Auslande befinden, führte öffentlicheund Privargebäude an verschiedenen Orten auf, machte Reisen und lieferte groß-artige Entwürfe zu öffentlichen Dentaler» für merkwürdige Menschen und Be-gebenheiten, in der letzten Zeit u. A. zu einem für die Völkerschlacht bei Leipzig ,und einen andern für die bei Waterloo: Beides Beweise, wie sehr s. Meist mit denIdeen erfüllt war, welche die Überreste des großen Altertbums in ihm angeregt hat-ten. Eine vorzügliche Aufmerksamkeit wendete er auf die Theorie des Theaterbaues.Er hatte die alten Theater gesehen und überzeugte sich, daß die Form derselben auchjetzt noch die beste fei, sowol in optischer als akustischer Hinsicht. Nach diesen Mrund-sätzen erbaute er das neue Theater in Karlsruhe und das Innere des neuen Stadt-theaters zu Leipzig . Bei Mclegcnheir des letztem Baues hat er sich über den Bauund die Form unserer Theater in der „Abendzeitung" (1817, Nr. 144) erklärt.Schon früher hatte er „Über Theater in architektonischer Hinsicht" auf Veranlas-sung des Baues des neuen Hofkheaters in Karlsruhe geschrieben. Sein letzterBau ist der des großen Stadthauses in Karlsruhe 1821. Er starb den 1. März1826 zu Karlsruhe . Mehre seiner Schriften nennt Meusel's „Mclchrtes Deutsch-land". Seine Darffellungsgabe als Schriftsteller ist klar und lichtvoll. Aus W.'sSchule sind über 160 tüchtige Architekten hervorgegangen. Als Mensch war W.bieder, offen, unbestechlich. Nie hat er s. Urtheil nach Umständen geändert. Je-dem aufstrebenden Talente trat er ermunternd entgegen, und jedem Unglücklichenstand s. Herz offen. Seine rastlose Thätigkeit beschleunigte zunr Theil s. Tod.S>. s. Autobiogr. in den „Zeitgenossen", I, Hst. 4, 1829, und „Denkwürdigkeitenaus s. Leben, von ihm selbst geschrieben", hcrauSgeg. von Al. Schreiber (Heidelberg 1830).
Weingeist, s. Branntwein und Alkohol.
W e i n p r o b e ist ein Mittel, um die Verfälschung der Weine, vornehmlichder weißen, mit Silberglätte, zu entdecken. Indeß hat man für die verschiedenen