Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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165
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Wclleöley-Pole (William) Vcllcslcy (Homy) 165

aber ein besonderes Gesetz dagegen zu erlassen, müsse erst erwiesen sein, daß die be-reits vorhandenen Gesetze nicht hinreichte»z daher sprach er mit Nachdruck gegen dieAussetzung der Habeas-Eorpusacte. Um den in Irland fortwährenden Unruhenzu steuern, ernannte Georg N . den kräftigen W. 182! an Talbot's Stelle zumVicekönig von Irland , wo ihm jedoch das große Werk, die erbitterten Parteien aus-zusöhnen, nicht gelang. An seine Stelle kam der Marquis von Anglesev.— W. istein aufgeklärter, tiefblickender und liberalgesinnter Staatsmann. Er war seit1794 mit einer Französin, Rolland, vermählt, die 1816 kinderlos starb. 1812gab er einige Briefe über die ostindischen Angelegenheiten in Druck. WichtigeAufschlüsse über die indische Geschichte und über den Marattenkrieg enthalten seine„Bemerkungen über den Frieden der brit. Regierung mit den Marattenhäupkern"(1804 , 4.).

WelleSley-Poke (William), Bruder des Vorigen, Parlamentsglied,Gouverneur der O.ueens-Countv in Irland und Munster im Deport. der Minne,geb. den 26. Mai 1763, führt den Beinamen Pole von s. Vetter, Sir WilliamPole, der ihm 1778 sein ganzes Vermögen hinterließ. 1811 erließ er als S taatSsecre-tair in Irland ein Umschreiben an die obern Behörden, worin er ihnen die Ver-haftung der zu dem gesetzwidrig in Dublin errichteten Ausschuß der Katholikenerwählten Abgeordneten der Grafschaften anbefahl. Diese Maßregel fand in Eng-land großen Tadel. Lord Moira zeigte sie dem Ober- und Ponsonbv dem Unter-hause an und drangen auf Untersuchung. Herr Pole kam daher aus Irland zurück,nahm seinen Sitz im Unterhause wieder ein, rechtfertigte sich, und Ponsonby'S Antragging nicht durch. Merkwürdig war seine Erklärung im Parlamente im Nov.1814, wo er den Grundsätzen des Herrn Whitbread in Ansehung der zu Gibral-tar verhafteten und an die spanische Regierung ausgelieferten Spanier (von derParkei der l,liier»!,:»! beipflichtete, und hinzusetzte, sein Bruder, der britischeGesandte in Madrid, habe alles Mögliche bei der spanischen Regierung versucht,daß sie ihr gegenwärtiges Svstem aufgeben möge, welches keiner von dem Bluteder Wellesley je billigen könne.

WelleSley (Henrv), jüngster Bruder des Vorigen, Geh.-Rath undGroßkreuz des Bathordens, geb. den 26. Juni 1773, begleitete 1797 Lord Mal-inesin» v »ach Lille, hierauf seinen Bruder als Secretau,' nach Indien , der ihn186! zum Statthalter von Aud ernannte. I86ö kam er nach England zurück undwurde Secretair der Schatzkammer, legte aber diese Stelle nieder und ging alsGesandter nach Spanien . Man glaubt, daß die von ihm erklärte Weigerung desbrit. Ministeriums, die span. Regierung mit beträchtlichen Huls-sgeldern zu unter-stützen, das im Oct. 1814 vom Könige von Spanien erlassene Verbot der Baum-wolleneinfuhr zur Folge gehabt habe. Seitdem schien der russ. Munster am Hofezu Madrid mehr Einfluß zu gewinnen, bis 1819 der britische aufs Neue sich gel-tendmachke, indem England die baaren Summen aus Mezico auf brit. Schiffenfür spanische Rechnung holen ließ und die Abtretung der Floridas an die Verein.Staaren zu hintertreiben suchte. König Ferdinand Vi>. harte übrigens schon 1814dem Minister W. alle Vorrechte eines FamilienbotschafterS ertheilt, die der Ge-sandte annahm als eine seinem Monarchen und der brit. Nation bezeigte Achtung;allein er lehnte die ihm persönlich angeborenen Gnadenbezeigungen ab. Balddarauf suchte er uw seine Entlassung nach, weil er die in der neuern Zeit von der span.Regierung genommenen Maßregeln zu verhindern vergebens sich bemüht harte.Indeß blieb er auf seinem Poster, bis 1821, wo er nach London zurückkehrte, weilSpanien seine Botschafter an fr emden Höfen einzog. Am Ende 1822 ward er zumbrit. Botschafter in Wien ernannt und in der Folge (1828) zun, Lord Eowleyerhoben. AIs solcher ist erMnglred des Oberhauses, wo schon 5 Bruder von ihn,sitzen. — Ein 5. Bruder der Wellesley, Ger hard Valerian W., geb. 1771,