167
Wellington
si-na durch Hunger zu'besiegen, während im britisch-portug. HeerlaLcr durch dieZufuhr von der See und dem Tejo ber ilberfluß herrschte. Vergebens kämpfteMass na mit dem Mangel; das britische Heer war unangreifbar in seiner ehernenStellung. So mußte jener, nachdem er gegen 5 Wochen allem Elend Trotz ge-boten hatte, den Rückzug antreten. Mit Nachdruck verfolgte ihn Sir Arthur,nunmehr Marguis de TorreS Detras, Schritt vor Schritt, belagerte Almcidaund behauptete s. Stellung in dem Treffen bei Fuentes de Onoro , 6. Mai 1811.Mass na brachte von mehr als 80,000 M. kaum die Hälfte nach Spanien zurück.Soult und Mortier, die hier mit neuen Streitkräften zu Mass na stießen, hieltenden britischen Feldherrn auf. Als aber Napoleon die besten Truppen aus Spa-nien nach Rußland abrief, traf Sir Arthur sogleich Anstalten, um über die Grenzevorzudringen. Nach einer lebhaften Belagerung nahm er (12. Febr. 1812) Ein-dad Rodilgo mit Sturm, was ihm die Ehre eines span. Granden und Herzogs v.Eiutad Rodrigo bei den EorkeS erwarb. Der Prinz-Regent erhob ihn («2. Febr .d. I.) zum Grafen v. W. (zum Lord Viscount W. v. Talavera war er schon imAugust 1810 ernannt worden). Hierauf erfolgte die Einnahme von Badajoz (1. April), dann der große Sieg bei Salamanea (22. ftzuli) am Tormesfluffe,wo der Oberbefehlshaber der Franzosen , Marmont, schwer verwundet wurde. DieFolge davon war die Einnahme von Madrid (13. Aug.). Nun rückte W. nachBurgos vor, das der tapfere Dubreton vertheidigte; allein der Sturm mißlang,die Franzosen sammelten neue Srreitkräfte, Burgos wurde entsetzt, und W. trat(20. Oct.) den Rückzug an, jeden Fehler des F-indeS benutzend, seinerseits nieeine Blore gebend. Am Ende des Jahres stand er wieder an der portug. Grenze,während der kleine Krieg in Spanien zum Verderben der Franzosen fortdauerte.Das I. 1813 sollte die franr. Herrschaft überall zertrümmern. Napoleon zog diebesten Feldherren und ihie Truppen nach Deutschland, um das Unglück in Ruß-land gut zu machen. Ganz Spanien wurde, jenseits des Ebro, freiwillig geräumt.W. nahm das verlassene Land sogl.ich in Besttz lind rückte vorsichtig nach, bis erdas ftanz. Heer, unter Josephs Oberbefehl und unter ssourdan, bei Vittoria ereilteund den 21.ft,uni gänzbch schlug, Der Feind verlor ftin Geschütz (151 Kanonen,151 Wagen, und Joseph s. Schatz) und floh über die Pvrenäen. Der Prinz-Re-gent ernannte jetzt den Lord W. zum Feldmarschall, und die Cortes schenkten ihmdie Herrschaft Sokto di Roma (m Granada ). Die festen Plätze Pampelona undSt.-Sebastian bielten den Sieger diesseits noch auf. Unkerteß überuabm derkriegserfahrene Soult den Oberbefehl über die Reste des franr. Heeres. Schnellbildete er ein neues und drang >n die Pvrenäen vor, um jene beiden Festungen zuentsetzen; allein W. schlug ihn vom 21. Juli bis zum 1. Aug. aus den Gebirgenzurück und behauptete sich i» seiner Stellung. Darauf nahm er St.-Sebastianmit Sturm (8. Sept.), ging den 5. Oct. über die Bidaffoa, und während er nunauf Frankreichs Boden, am Fuße der Pvrenäen, die Stellung der Nive und Ni-velle überwältigte und zu einem neuen Feldzuge sich rüstete, fiel auch Pampelona.Mit dem Anfange 1814 rückte er gegen Bavonne vor, nahm in Auftrag des Her-zogs v. Angoubme, der sich (seit d. 3. Febr.) in s. Hauptquartiere befand, undim Namen Ludwigs X t III., von Frankreich Besitz, lind manoeuvrirte so geschickt,daß Soult die Ufer des Adour verlassen mußte. Nun rückte Zohn Hope gegen Bor-deaux vor, während W. gegen Toulouse zog und den glänzenden Sieg bei Orthies(21. Febr.) erkämpfte, woraufSoult's Rückzug bald in wilde Flucht sich auflöste.Das Bundekheer ging auf mehren Punkten über den Adour, und Beresford rückted. 12. März in Bordeaux ein, wo man zuerst die weiße Fahne aufpflanzte. Dar-auf ward Soult, nach der Schlacht bei Aire, aus s. Stellung bei TarbeS geworfen.Vor Toulouse nahm er die letzte Schlacht an und verlor sie (10. April). W. rückte(den 12.) in die Stadt ein. Zetzt erhielt er die Botschaft, daß Paris von den Ver-