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Zwölfter Band. W bis Z.
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Welthandel. I. Europa. Danemark Holftnn. FrankreüH 181

Darmstädter Handelscongrefi, Dona»:, Elbe:, Main-, Neckar -,Rhein - und Weserschifffahrt und - Handel, und Seehandels-vereine.

Dänemark und Holstein.

Obgleich die dänischen Kaufleute mit allen Handelsstaaten Europas Verbin-dungen angeknüpft haben und sowol im Handel auf dem baltischen als in dem aufdem mittelland. Meere eine bedeutende Rolle spielen, so besitzt dennoch ihr eignesLand nur wenig solcher Erzeugnisse, welche als Ausfuhrartikel wichtig werden.Was sie ausführen, sind meist Produkte ihrer ost- und westindischen Besitzungen.Zu die Häfen von Petersburg, Riga, Stockholm und Memel führt Dänemark ausdie Wollenzeuche Islands und der Faröer, das aus Frankreich, Spanien und Por-tugal kommende Salz, und die ost- und westindischen und chinesischen Produkte;nach Deutschland seine Pferde, sein Rindvieh, Colonial- und westindische Waarenund wollene Strümpfe, wofür es von daber erhält: Leinwand, Wolle, Brannt-wein und Weine; nach Holland : Rübsamen, Fische u. dgl., und erhält dafür Spe-cereien; nach Frankreich, Spanien und Portugal : Pferde, Fische und mehre ausRußland kommende Artikel; es empfangt Ealz, Wein, Früchte, Baumöl, Brannt-wein, Seide ic. Sein Handel mit England besteht meist darin, daß es Bauholzu. dgl. für die engl. Farbicate gibt. Nach Island führt es aus: Roggenmehl,Roggen, Gerste, Branntwein und andre geistige Getränke nebst den gewöhnlichenEonsunitionsartikeln, wofür es frische, getrocknete und eingesalzene Fische, ThranTalg, Eiderdunen, Wolle und wollene Strümpfe erhält. Grönland versorgt esmit Mehl, geistigen Getränken u. dgl., und empfängt dafür Fisch- und Robben-thran, Robbenfelle, Eiderdunen und Pelzwerk. Die vornehmsten Handelsstädtesind: Kopenhagen und Helsingör in Seeland, Aalborg in Iütland, Flensburg undTönningen in Schleswig, Altona und Kiel in Holstein. Dänemarks westindischeColonien sind: St.-Croix, Si.-Thomas und St.-Iean. Auf der Küste Koroman-del besitzt es Tranquebar, an der Guincaküste Christianborg und andre kleinePlätze. Auch hat es kleine Factoreien auf den nikobarischen Inseln. In Däne-mark gibt es eine asiatische oder ostindischc Compagnie, eine isländische Compagnie,eine Seeassecuranzcompagnie, eine afrikanische oder dänisch -westindische Compag-nie, eine allgemeine Handelsgesellschaft u. a. m.

Frankreichs

Handel erreicht jedes Land der Erde. Ausgeführt werden Weine, Branntwein, Ole,Korn, Mehl, Liguers, Schnupftaback, Seidenwaaren, Wollenwaarcn, Modcwaa-ren aller Art, Uhren, Porzellane, Krvstalle, Teppiche, Bronze, Leinwand, Spitzen,Cambrik, Tapeten, Hanf, Flachs, Früchte, Kapern, Salz, Juwelierarbeiten, Pa-pier ic., und Frankreich nimmt die Produkte, jedoch fast keine Manufaktur- undFabrikwaaren, aller Nationen. Die vornehmsten Häfen sind: Bordeaux, Mar-seille, Nantes, Havre de Giaee, Sr..Malo, l'Orient und Dünkirchen. Marseilles Handel geht hauptsächlich in die Levante und nach Westindien, der von Bordeaux nach Asien, Westindien und dem europ. Norden. Calais und Dünkirchen habeneinen Vortheilhaften Schleichhandel mit England. Havre de Graee ist der Seeha-fen für Paris , das einen ausgedehnten indirekten Handel und Wechselgeschäske mitdem Auslande hat. Amiens fuhrt große Quantitäten von Sammet aus. Abbe-ville, Elbeuf, Louvier und Sedan haben ihren Haupthandel in Tüchern; Cambrai ,DalencienneS unk Alcm on den ihrigen in Cambnks und seinen Spitzen. Cetie, derHafen für Montpellier , bat einen ausgedehnten Handel in spanischen und Colonial-waaren. Bavonnes Haupibandel ist der mit S panicn. Der beträchtliche HandelLpons, das im Mittelpunkte der nach der Schweiz, Spanien, Italien und Deutsch-land führenden Straßen liegt und jährlich -t Messen hat, besieht hauptsächlich inSeidenwaaren. Für Slraoburg ist ein wichtiger Handelsartikel sein vortrefflicher