182 Welthandel. I. Europa. Italien . Inseln d. mittell. Meeres
Terpenthin. Lilie hat directen Handel mit allen Handelsstaaten Europas , sowie mitFrankreichs und Spaniens Colonien und mit der Levante. Ferner gekoren zu denbedeutendsten Handelsstädten: Rheims, TroyeS, Grenoble , NismeS, '.Angonlßme,Cognac, Nantes, Rouen, Rochelle, Caen. Grenoble versorgt Frankreich, Italien ,Spanien und selbst Großbritannien mit seinen Handschuhen. Beaucaire hat einewichtige Messe. Die franz. Colonien sind: Martinique, Guadeloupe und Mariegalante in Westindicn; Capenne in Südanierika; Pondicherp, Carical und Mahäin Ostindien; das Senegalgebiet, die Insel Bourbon und ein Fort aufMadagas-kar in Afrika .
Obgleich Italien die vortrefflichsten Häfen besitzt und eine dem Handel unge-mein günstige Lage hat, so ist dennoch sein Handel, sowol der einheimische als derauswärtige, sehr beschränkt. Der Grund davon liegt in den unpolitischen Beschrän-kungen, in den schweren Steuern und Abgaben, welchen in diesen! höchst fruchtba-ren, aber größtentheils schlecht regierten Lande die Handelsstädte unterworfen sind.Die vornehmsten Ausfuhrartikel sind: Korn, Olivenöl, Wein, Branntwein, Seide,Baumwolle, Wolle, Hanf, Flachs, Sammet, Damast, Barilla (Soda), Schwefel,Gallapfel, Färberröthe, Gerbersumach, Walonia u. a. Färbestoffe, SenneSblättcr,Lakrizensaft und Wurzeln, Wachholderbeeren u. a. Droguereien, Sardellen, Man-deln, Feigen, Nüsse, Oliven, Korinthen, Rosinen u. a. Früchte, Lumpen, Bast, undStrohhüte, Ziegen - und Bockshäute, Marmor. Die vornehmsten Handelsstädtesind: Florenz, Genua, Livorno, Neapel, Venedig, Ancona. Livorno ist der Haupt-canal des ital. Hantels mit der Levante und den BarbareSkenstaaten, und s. Hafenist der Mittelpunkt des engl. Handels in dem mittelländischen Meere. Ein groberTheil seines Handels ist in den Händen der Juden. Seidenzeuche, Tastete, Sa-tins , Brokate, leichte Wollcnzeuche, Sammete :c. sind hauptsächlich die Ausfuhrar-tikel von Floren!, die durch den Canal von Livorno starken Absaß in der Levante ha-ben. Mailand und Turin haben einen sehr ausgedehnten Handel in ihrer Seide,die wegen ihrer bewundernswürdigen Feinheit und Leichtigkeit berühmt ist. An-cona verkehrt mit den vornehmsten Handelsstädten Europas . Hauptsächlich beste-hen seine Handelsgeschäfte in Agentschaften und Commissionen. Von Nizza wirdeinige Ldeide ausgeführt. Luccas Exporten sind Olivenöl, Leide, Damast, Früchte :c.Aus Gallipoli wird sehr viel Olivenöl ausgeführt. Genuas Exporten sind Sam-met, Damast, welcher nebst dem venetianischen der geschätztere in Europa ist, roheSeide, Fruchte, Olivenöl, Alaun, Marmor, Korallen, grobes Papier w. Ve-nedig (s. d.), einst die größte Handelsstadt der Welt, ist noch immer ein wichtigerHandelsplatz, da der europäische Handel nach der Levante mit diesem Freihafen inVerbindung steht. Die venetianischen Sammete, Damaste, Spiegel und verar-beitete Seide in sehr großer O.uantität sind von Venedigs auswärtigem Handel derbeträchtlichste Bestandtheil. Die Exporten von Neapel bestehen in Olivenöl,Wolle, Seide, Weinstein, Weinen, roher und verarbeiteter «eide, Früchten, Schwe-fel und Stabholz.
Die Inseln des mittelländischen Meeres.
Die Ausfuhrartikel SicilienS, eines Landes, welches die Natur mit derFülle aller ihrer Gaben überschüttet hat, bestehen in Seide, Getreide, Barilla ,Schwefel, Olivenöl, Wein, spanischen Fliegen, Gerbersumach, Manna, Korallen,Lumpen, Mandeln, Feigen, Rosinen, Nüssen, Sardellen, Bernstein, Ziegen -, Bock-und Schaffellen, Granatapfeln, Orangen, Lunonien :c. und aus Ananas von aus-gezeichneter Größe und vorzüglichem Geschmacke. Der vornehmste Hafen ist Mes-sina, dann Palermo . — Die Exporten Sardiniens sind hauptsächlich Getreidevon ungemeiner Güte, Thunfische, Häute, Barilla, Salz. Cagliari ist die bedeu-tendste Handelsstadt. — Corsica führt aus: Seide, Olivenöl und schwarze,