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Zwölfter Band. W bis Z.
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18-1 Welthandel. I. Europa. Portugal. Rußland. Polen

Lumpen ic. Für Holland- Colonialhandel ist der Besitz von Batavia, Amboina ,'and.:, Teriiate. Macassar, Sumatra und Timor in Ostindien wichtig; sowie derante! mit Japan. In .'lfrcka besitzt es einige feste Plätze aufGuiiiea; in^Amerika urniam und die westind. Inseln Curassao, Sk.-Eustach, St.-Marrin und Saba.

P'orrngal.

OluSfuhrartikel sind hauptsächlich: weiser und rother Oporto -, lissaboner undCarcavello-Wein, -Tal;, Orangen. Limonien, Früchte, Kork , Seide, Wolle,Baumöl :c. Nach England gehen Oporto-, lissaboner, Earcavello, Madeira - undCanarien-Wein, Salt, Orangen, Limonien, Kork w., wogegen die Portugiesenbrit.Manufactur- undColonialwaaren, Mundvorräthe, Korn, Mehl, Kupfer, Blei,Steinkohlen u. dgl. erhalten. Man nennt Portugal eine brit. Handelscolome; al-lein ini Jahr 18.Z0 wurde im brit. Unterhause der noch bestehende, 1703 zwischenEngland und Portugal geschlossene, Methuen'sche Handelstractat als nachtheiliggeschildert, weil die Handelsgesellschaft von Oporto dadurch ein Monopol erhalte,England die schlechtesten Weine und zwar ;u beliebigen Preisen zu liefern. DieAusfuhrartikel nach dem europ. Norden sind Weine, Salz, Früchte io-, wogegen manHanf, Flachs, Korn, Eisen,Bauholz, Theer, Pech, Stockfisch und russ. und deutscheLeinwand erhält. Als Handelsstädte stehen Lissabon, Oporto und Selubal obenan. Portugals auswärtige Besitzungen sind: die «tädte Goa und Diu in Ostin-dien, nebst einen, Theile von Timor; die Factorei Macao in China , die azorischenInseln, Madeira und Puerto-Santo in, atlant. Meere; die Inseln des grünenVorgebirges, die Inseln St.-Thomas, Angola und einige Niederlassungen aufGuinea und der Westküste von Afrika , und Mosambique, Melinda und andre Nie-derlassungen an der Ostküste von Afrika .

Rußland.

Rußland ist an sich schon eine HandelSwelt, die selbständig den europ. und denasiat . Handel umfaßt. Fünf Meere, 10 große Wtromstraßen und wichtige Canälemachen es zu dem natürlichen Spediteur zwischen Europa und Asien , so lange eSden freien Waarendurchzug nicht hemmt. Es führt hauptsächlich aus: Eisen,Hanf, Flachs, alle.Arten von Seilerarbeit, Talg, Häute, Tannen- und Eichstämme,Planken, Bretter, Latten, Balken, BoglprietS, Mastbäume, Pech und Theer, Ge-treide, insbesondere Weizen, Leinwand, Segeltuch von verschiedenen Arten, Wachs,Honig, Schweinsborsten, Unschlitt, Seife, Hausenblase, Kaviar, Leder, Fischthran,Hanfsamen, Leinsamen, Taback. D'e vornehmsten Handelsstädte sink: Tobolsk ,IrkutSk und Tomsk in Sibirien; Astrachan, Orenburg und Kasan im asiatischen Rußland; Moskau urd Nowgorod im Innern Rußlands ; Archangel am weißenMeere; Liebau (jetzt jähr gesunken) in Kurland; Taganrog, Kassa oder Feodosia ,Odessa, Cherson, Sebastopol und Asow am schwarzen und asowschen Meere; Riga ,Pernau, Narwa, Reval, Petersburg, Wiborg, Frederiksham, ArenSburg ; dieMeß-platze zu.stÜschnei-stiowgorod, Irblt u. a. ni., welche den Karavanenhandel desOrients mit dem russisch-europäischen Binnenhandel verknüpfen. Durch dasschwarte und das asowsche Meer hat Rußland einen lebhaften Handel mit der Türkei und Snwrna, am kaspischen Meere mit Persien, und über Kjächta mit China .Auch offnen sich seit 1820 neue Handelswege über Trebisonte und Erzerum, sowieseit der Unterwerfung der räuberischen LeSghier am Kur zwischen TifliS und Schir-wan. Vgl. „Ansichten über den Lanthandcl nach Olsten durch Rußland" (Berlin 1828). An der Nortwestküste von Amerika gründet Rußland gegenwärtig seinenHandel in der Sütsee. — Polens Exporten bestehen in Korn, Hanf, Flachs,Bauholz, Leinsamen, Talg und Salz. Sein Hantel ist nicht beträchtlich und fastganz in den Händen der Juden. Warschau und Krakau sind die größten Handels-städte. Da? erstere hat 2 Messen jährlich. Krakau hat eine dem Handel sehr gün-stige Lage; die Hauptguellen seiner Geschäfte aber sind die berühmten, in seiner.Nähe