Welthandel. I. Europa. Schweb. u.Norw. Schweiz. Spanien 485
liegenden Salzbergwerke von Wieliczka. Auf den Messen zu Leipzig und Frank-furt a. d. O. versieht sich Polen mit Manufactur- und Fabrikwaaren und allen Lu-pusartikeln, wogegen es Hasenfelle und andre Produkte dahin bringt.
Die Ausfuhrartikel aus Schwedens 28 Seehäfen sind Eisen, Stahl, Ku-pfer, Pech, Theer, Tannenholz, Alaun und Fische. Die vornehmsten Handelsstädtesind Stockholm, Gochenburg und Geste. Karlskrona hat einen beträchtlichen Han-del mit Eisen, Bauholz, Pech,Theer, Talg, Pottasche, Leinsamen«:., welche Artikelvorzüglich in die franz., span. und italien . Häsen gehen, und wogegen man haupt-sächlich Salz nimmt. Die Exporten von Gochenburg sind: Fische, Eisen, Stahlund Planken. Die den Handel befördernden Anstalten Schwedens sind die Bank,die osiindische Compagnie, die westindische Compagnie, die levantische Handelsgesell-schaft, die t^ewerbsgesellschaft u. a.m. Aus Norwegen werden ausgeführt:Fische, Eichenüämme, Tannenstämme, Tannenbretter, Mastbäume, Alaun, Vitriol,Fisch- und Robbenthran, Pech, Häute, wollene Strümpfe, Eisen, Kupfer, Theer.Die vornehmsten Handelsstädte sind: Christiania , Bergen, Drontheim, Christian-sand, Drammen und Skavanger.
Die Schweiz hat einen nicht unbedeutenden auswärtigen Hondcl. IhreExporten bestehen hauptsächlich in seiner Leinwand, Seidenwaaren, Sammet, nach-geahmten ostindischen Stoffen und Shawls, seinen Tattunen, Schlaguhren, Ta-schenuhren, Bändern, Weinen, Käse, Honigic. Die Einfuhrartikel sind vornehm-lich: Colonial- und osiindische Waaren aus Holland ; Salz, Getreide, Wolle undTücher aus Deutschland; rohe Baumwolle, Seide ,c. aus Italien ; Manufactur-waaren verschiedener Art aus England; Weine und Branntweine aus Frankreich .Die vornehmsten Handelsstädte der Schweiz sind Basel, Bern, Zürich, Genf undNeufcbatel.
Spaniens Handel ist seit3 Jahrh., sowie sein Gewerbfleiß aufhörte, im-mer tiefer gesunken.'Das Land konnte den Welthandel an sich ziehen, wenn es seineLage verstanden und benutzt hättt. Doch ist noch jetzt der Narurreicbthum des Bo-dens der Träger seines Handels. Die wichtigsten Erzeugnisse sind: Wolle, Seide,Salz, Eisen, Kupfer, Steinkohlen, Quecksilber, Barilla , Reis, Salpeter, Zucker,Mandeln, -Oliven, Orangen, Limonien, Feigen, Weine, Branntwein und Früchte.In Segovia und Leon wird jährlich ungefähr 1 Mill. Arrobas feine Wolle gesam-melt, und davon werden ungefähr 4 Fünftel an die Franzosen , Holländer und Eng-länder verkauft. Spaniens herrliche Weine, die gebrannten Wasser, die Früchte,die Barilla :c. werde» sehr einträgliche Artikel für das Land. Aus dem Hafen vonBareclona werten vorzügliche Seitenzeuche, Mitteltücher und Baumwollenzeuche,ferner Weine, Branntwein, Mandeln, Nüsse u. a. Erzeugnisse ausgeführt, wofürin demselben Hafen lvonerScitenzeuche, Strumpswaaren von NismeS, verschiedeneArten von Stoffen und Baumwollenzeuchen, deutsche Leinwand und getrockneterStockfisch aus England, die Summe von ungefähr 3 Mill. Piaster betragend, an-kommen. Der Ausfuhrhandel Valencias besteht hauptsächlich in Seide, Barilla (Soda), grober Wolle, getrockneten Früchten, Weinen und Branntwein, welchenletztei n vorzüglich die Holländer abholen und nach der Normantie und Bretagneschaffen. Die Engländer verkaufen an die Spanier vorzüglich Tücher; die Fran-zosen Leinwand, Wollenzeuche, Skahlwaaren, Specereien u. dgl. Aus dem Hafenvon Alicante führe» die Spanier hauptsächlich getrocknete Früchte, Seide, Wolle,Barilla, Weine, castilische meiste, Oliven, Saffran , eine Art von Cochenille, welcheurann genannt wird, und Salz aus, von welchem letzter» die Engländer undSchweden jährlich über 9 Mill. Pf. abholen. Auch in den Häfen von Carrhagenaund Malaga ist große HandelSgeschäfrigkeit. Aus dem letzten, werden vorzüglichWeme, getrocknete Früchte, Mandeln, Gerbersumach, Sardellen, Olivenöl :c. aus-geführt, Cadiz ist gleichsam der Marktplatz der alten und neuen Welt. 1792 be-