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Welthandel. H. Asien. Arabien. Persien
telasien, mittels? jener Caravanen (von einem Dichter die „Flotten der Wüste"genannt), in denen man zuweilen mehr als 50,000 Kaufleute und Reisende ver-einigt sieht, die Zahl der Kameele aber noch weit größer ist. Der Mittelpunkt die-ses Carcwanenhandels ist hauptsächlich Mekka , welches dem Auge des Reisendenzu der Zeit, wo die Caravanen darin sind, einen so belebten Markt und eine solcheAnhäufung von KausmännSgut darbietet, wie in keiner andern Stadt des Erdbo-dens gefunden wird. Ostindiens Musseline und übrige Waaren, Chinas Erzeug-nisse, die sämmtlichen Gewürze des ganzen Morgenlandes, die Shawls von Ka-schemir u. s. w. bringt der geduldige Rücken des Kameels nach Mekka , von wo aussie auf dem asiatischen nicht nur, sondern auch auf dem afrikanischen Festlande ver-breitet werden. (Vgl. oben Rußland .)
Die Araber, einst, und ehe noch der Weg nach Ostindien um das Vor-gebirge der guten Hoffnung entdeckt war, das erste Handelsvolk der Welt, habenseht einen ziemlich unbedeutenden Handel. Caffee , Aloe, Mandeln, Balsam vonMekka , (Gewürze und Droguereien und ihre afrikanischen Importen an Myrrhen,Weihrauch und arabischem Gummi sind die Hauptartikel, welche sie ausführen.Das an kostbaren Nanirerzeuguissen reiche Jemen hat seinen Hauptmarkt zuMokka. Überhaupt verbindet der arabische Meerbusen und das rothe Meer Ara-biens Handel mit dem von Afrika, insbesondere mit dem von Ägypten und Abys-sinien.
Aus MaSnah, der Hauptstadt AbpssinienS, werden dorthin ausgeführt:Gold, Zibeth, Elesantenzähne, Rhinoceroshörner, Reis, Honig, Wachs, Skla-ven ; und für diese Waaren und Menschen holt man hauptsächlich in Mocha oderMokka und Iedda Baumwolle, Gewürznelken, Zimmt, Pfeffer, Moschus,Ingwer, Cardamomen, Campher, Kupfer, Blei, Eisen, Zinn, Stahl, Kur-kume, Zinnober, Taback, Schießpulver, Sandelholz, Reis, Messerschmieds-waaren, Waffen und eine Menge a. Artikel europäischer Fabrikate. Die Expor-ten von Aden, einer arabischen Stadt an der Meerenge Babelniandeb, wo vieleJuden sich des Handels wegen aufhalten, sind: Caffee , Elephantenzühne, Goldund verschiedene Arten von Gummi, wogegen es vorzüglich ostindische und chine-sische Producte einfuhrt. Masc at, Hafenstadt in der arabischen Provinz Oman ,der Schlüssel von Arabien und Persien , hat einen starken Hantel mit dem briti-schen Indien, Sumatra, der malaiischen Halbinsel, dem rothen Meere und derOstküste von Afrika .
Wie glücklich auch Persiens geographische Lage für den Handel ist, sotreibt es ihn dennoch nur mit geringer Ämsigkeit und wenig Unternehmungs-geiste. Seine Exporten bestehen hauptsächlich in Pferden, Seide, Perlen, Bro-katen, Tapeten, Baumwollenzeuchen, shawls, Rosenwaffer, Wein von Schi-ras, Datteln, karamanischer Wolle, Gummi, Droguereien von verschiedenerArt u. s. w. Die vornehmsten Plätze für den persischen Handel sind die türkischenStädte Bagdad und Bassora. Auch ist der Hafen Abuschär oder Buschir (enol.)am persischen Meerbusen ein Stapelort für persische und indische Waaren. Bag-dad , einst der Mittelpunkt eines alämenden und ausgedehnten Handels, kannimmer noch als der große Stapelplatz des Morgenlandes betrachtet werden, ob-gleich es jetzt bei weitem nicht mehr Das ist, was es war. Von Bassora werdendie Erzeugnisse Arabiens, Indiens, Persiens und der asiatischen Inseln nach Bag-dad geschafft, wo sie einen sehr guten Markt finden, und von wo sie in die übri-gen Städte des türkischen Reichs verbreitet werden. Europa versorgt es, mit-telst der arabischen Caravanen, mit Waaren jeglicher Art und auch mit den ameri-kanischen Erzeugnissen. Dagegen hat es nichts zu geben als Datteln, Taback undeine sehr mäßige Quantität wollener Stoffe, indem sein ganzer Handel in der Ver-breitung und dem Umsätze der Producte andrer Länder besteht. Bassora ist nüm-