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Zwölfter Band. W bis Z.
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188 Welthandel. II. Asien. Asiat. Türkei . Das bris. Ostindien

lich durch s. Lage der Stapelort des im persischen Meerbusen stattfindenden lebhaf-ten ostindischen, persischen und arabischen Handels. Sein Handel mit Ostindienist sehr bedeutend, da es der Canal ist, durch welchen das osmanische Reich mit denSpecereien des Morgenlandes und mit den Manufacturwaaren der britischen Be-sitzungen in Ostindien versorgt wird.

Asiatische Türkei .

Der vornehmste Hafen der Levante ist Smyrna , ein sehr bedeutenderNiederlagsplah der Kausmannsgüter des Morgenlandes und Abendlandes. DieAusfuhrartikel der Levante sind: Caffce, Baumwolle, Wolle, Seide, Färber-räthe, Kameel- und Ziegenhaare, Häute, Rosinen, Feigen, Perlen, Schmirgel,Wetzsteine, Gallapfel, Opium, Rhabarber und andre Droguereien. Augora schicktnach Smprna durch Caravancn beträchtliche Quantitäten von Angoraziegenhaarund aus demselben Material verfertigte Stoffe; denn das Angoraziegenhaar wirdin der Levante selbst und in Europa zu Kamelot verarbeitet, vorzüglich in England,Frankreich und Holland , deren Kamelotnianufacturen zum Theil Agenten in An-gcra unterhalten, und durch diese ihre Käufe machen. Damast ist der Mittel-punkt des Hantels in Syrien und macht sehr grobe Geschäfte durch die Caravanen,welche vorn Norden Asiens nach Mekka und von Bagdad nach Cairo gehen. Alep-po hat viel Handelsverkehr mit Konstantinopel, Baffora, Bagdad , Damast undSkenderun oder Alexandrette, nach welchen Orten alljährlich Caravanen durchAleppo gehen. Seine Exporten sind seine eignen Seiden - und Baumwollenwaa-ren, die Shawls und Musseline Ostindiens, die Gallapfel aus Kurdistan , Ku-pfer, Pistazien und andre Droguereien. Alerandrette hat auch ziemlich bedeuten-den Handel. Erzcrum ist der Stapelplatz der Seiden - und Baumwollenwaare»,gedruckten Leinwand, Specereien, des Rhabarbers, der Färben öthe und des ost-indischen Zitwcrs. Dis Geschichte des Levantehandels ist für die neuen Verhältnissedieses Handels seit dem Frieden zu Adrianope! durch die Lage Ägvptens und Algiers von großer Wichtigkeit. Vgl. Depping's voni Instit. 1828 gekrönte Preisschrift:„llr-,!. ü» cvnimcice entri: !e l.ev:>i,t et I'känopc elepul» Irr tärolsackes jurgu aia luiillstion clvs oolc>nie5 si»iie." (Paris 1830).

Das britische Ostindien.

In dem langen Zeitraume von 4000 Jahren sind die für den Handel wichti-gen Products Indiens dieselben geblieben; denn alle jene von den Alten erwähnteArtikel und Schätze Indiens sind es immer noch, welche die Nationen der übrigenWelttheile dort holen, nämlich: Reis, Indigo, Farbewaaren, Cochenille, Opium,Bauinwolle, Seide, Apothekerwaaren, Zimmt, Cassia, Cocosnuffe u. dgl. Derostindische Handel ist hauptsächlich in den Händen der Engländer unter der Leitungder ostindischen Compagnie. Nächst den Engländern haben die Verein. Staatenam ostindischen Handel den meisten Antheb. Dänemark hat einen sehr unbeträcht-lichen Handel mit Ostindien, und der, den Schweden mit ihm hatte, ist jetzt fastvernichtet, obgleich die schwedisch -ostindische Gesellschaft vor den neuesten großenVeränderungen in der Regierung dieses Landes und vor der CommunicationSacte inEngland unter allen europäischen Handelsgesellschaften die am besten reguliere undnächst der englischen in ihren Geschäften die glücklichste war. Portugals Handelmit den britischen Besitzungen in Ostindien ist bedeutend, der spanische hingegen sehrgering. — Calcutta ist die wichtigste Handelsstadt Ostindiens. Außerdem: Be-nareS, Gusurate, Udschein und Multan im nördl. Indien, Madras und Pondi-chery an der Ost-, Bonibai, Surare und Kodschin an der Westküste, Goa u. a. m.Von Queda auf der malaiischen Halbinsel holt man Zinn, Reis, Wachs, Fisch-magen und Haiensloffen, zu Lnlangore, Pahang und Tringano Gewürznelken,Muskatnüsse, Pfeffer, Campher, Betel, Elefantenzähne, Goldstaub, Schild-krotenschalcn, Zinn u. s. w. Von Mal.ikka wird hauptsächlich Goldsiaub ausge-