welche dagegen verlangt werden. Die Ausländer muffen entweder diese Bedingun-gen eingehen, oder die Waaren, welche sie gebracht haben, behalten. In den Be-sitz ausländischer Waaren kommen die japanischen Kaufleute erst dadurch, daß siedieselben dem Kaiser abkaufen. In Verfertigung der Seiden- und Wollenzeuche,des Porzellans und der lackirten Waaren flehen die Japaner nicht unter den Euro-päern. Auch in Stahlarbeiten flehen sie auf einer hohen Stufe. Die japanischenSäbel und Dolche sind unvergleichlich, und werden vielleicht nur von denDamasce-nersäbeln übertreffen. Auch im Polircn des Stahls und aller andern Metalle sindsie sehr geschickt, und ihre feinern Porzellane übertreffen die chinesischen bei wei-tem. — Zu Anfange des 17. Jahrh, hatten die Engländer ebenfalls mit Japan zu handeln begonnen, allein die portugiesischen Missionnaire und später auch dieHolländer wußten die Regierung gegen sie einzunehmen. 1673 ward der Versucheiner Erneuerung jenes Handels abermals durch die Holländer vereitelt. Wegender großen Vortheile, welche der Handel mit Japan England gewähren zu müs-sen schien, machte es einen dritten Versuch 1609, und mstruirie die Facwrei zuKanton, mit Japan , wenn eö nur irgend möglich sei, wieder in Verbindung zutreten. Indeß das Resultat befriedigte die Erwartungen bei weitem nicht, undseitdem ifl auf alle weitere Versuche verzichtet worden. Bloß 1313, als JavaGroßbritannien unterworfen ward, hatte die ostindische Compagnie wieder einenkleinen Verkehr mit Japan. Die 1805 unter Krusenflern nach Japan gegangenerussische Gesandtschaft war in ihrem Bestreben nicht minder unglücklich, als es dieenglischen gewesen waren. (S. Golownin.)
Die Inseln Amboina, Banca, die Bandainseln, Java, Su-matra , Bornes u. s. w.
Von Amboina werden Gewürznelken ausgeführt, deren Anbau einzigauf diese Insel zu beschränke» die Holländer sich sehr viele Mühe gaben, zu wel-chem Behuf sie auf den benachbarten Inseln alle Gcwünnelkenbäume ausrotteten.Noch jetzt macht die Regierung von Amboina mit einem zahlreichen Gefolge alljähr-lich zu diesem Zweck eine Reise auf die übrigen Holland. Inseln. Banca ist we-gen seiner Zinnbergwerke berühmt, und die AuSsuhr dieses Zinns nach China ifl be-deutend, da die Chinesen es wegen seiner Hämmerbarkeit dem englischen vorziehen.Ungefähr 4 Mill. Pf. Zinn werden jährlich gewonnen. Die Bandainseln er-zeugen Muskatnüsse und Macis. Die Stapelartikel der Ausfuhr von Batavia,wo alle Waaren der holl.-ostind. Conip. niedergelegt werden, sind: Pfeffer, Reis,Caffee, Zucker, Baumwolle und Indigo. 6^ Mill. Pf. Pfeffer, die theils aus derInsel selbst wachsen, theils von Sumatra, Bantam, Borneo und den übrigen In-seln hergebracht werden, werden jährlich in den Niederlagen aufgespeichert. Auchhier sind sowol Caffee als Zucker in den letzten Jahren jedes bis zu 10 Mill. Ps unddarüber erbaut worden. — Borneo hat, außer dem Pfeffer, Gold in Staub undin Barren, Wachs, Sago , Campher, letzter» in vorzüglichster Güte. Außer denHolländern und Engländern habe» die Chinesen hier einen lebhaften Handel. —Ceylons Ausfuhrartikel sind Aimn.t, Pfeffer, Caffee, Taback, Betel, Cocos-nüffe, Droguereien, Bauholz, Perlen, Edelsteine, Korallen u. s. w. — Donden Philippinen oder Manilla werden ausgeführt: Indigo, Zucker, Seide,Goldstaub, Quassia, Pfeffer, Schildkrötenschalen, Wachs, Edelsteine, Silberals Waare, Sago und Taback. Der Handel der Philippinen mit China und Süd-amerika ist beträchtlich. Manilla erzeugt Zucker, den besten asiatischen Taback, In-digo. — Die Prinzwalesinsel ist wegen ihrer Lage zwischen Indien, China und den östlichen Inseln nicht ohne bedeutenden Handel; ihre Ausfuhrartikel sindhauptsächlich Benzoe, Pfeffer, Betelnüffe, Specereien, Metall, ostindischer Zink,Cochenille, Adlerholz, Iapanholz, Elesantenzähne, Zucker, Silber als Waare.—