Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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191
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Welthandel. III. Afrika. Barbarcökensiaaten. Borg. v. g. Hoffn. 191

Sumatra treibt beträchtlichen Handel. Ausfuhrartikel sind: Goldslaub, Be-tel, Benzoe, Pfeffer, Campher, Iapanholz, Schwefel, spanisches Rohr, Wachs,Gummilack, Spccereien, Zinn u. s. w.

- IH. Afrika.

Der Mangel an schiffbaren Flüssen und die unermeßlichen Sandwüsten, durchwelche Afrikas fruchtbare Regionen von einander gesondert werden, bilden ein un-übersteiglicheS Hinderniß einer solchen Ausdehnung des Handels, wie sie der gro-ßen Fruchtbarkeit dieses Welrihcils entspräche. Außer dem innern Verkehr hat derafrikanische Handel seine Quellen bloß in Ägypten , in den Barbareskenstaaten,an der Westküste, in Guinea, in der Nähe der Flüsse Gambia, Niger und Sene-gal , am Vorgebirge der guten Hoffnung, in den Niederlassungen der Portugie-sen an der Oüküste, und an den Küsten des rothen Meeres. Der innere Handelist Caravaneuhandel. Die afrikanischen Caravanen bestehen aus 500—2000Kameelen. Die 3 Hauptländer, von wo sie ausgehen, sind Marokko , Fez undÄgypten . Die Hauptartikel des afrikanischen innern Hantels sind Salz, Goldund Sklaven. Die größten Waarcnzüge gehen von der Westküste und aus demInnern über Timbuktu , den großen Stapel des Binnenhandels, und andreNieder-lagsorte, nach der Ostküste, wo die wichtigsten Handelsplätze Natal (an terLagoa-küste), Soffala, Q.ualimane, Mozambigue, Querimba, Quiloa , Mombaza,Melinda, Brava, Mogador, Berbern, Zeila und Adel sind. Q.ualimane, Mo-zambique und Mclmda sind portugiesische Niederlassungen; aus Adel, Zeila, Ber-bers und Brava holt man vorzüglich Goldsiaub, Elfenbein und Weihrauch, wofürdie arabischen und ostindischen Producie hingebracht werden. Zwischen den briti-schen Niederlassungen in Ostindien und Mozambigue ist der Handel beträchtlich,und die Engländer holen Elefanten- und Hippopotamuszähne, Schiltkröten-schalcn, Droguereien, Kauris, Gold u. s. w.

Der Handelsverkehr der Barbaresken staate n mit den Europäern ist un-bedeutend und schwankend; die wenigen Geschäfte sind hauptsächlich in den HändenderFranzoien, Briten und Amerikaner. Die Ausfuhr besteht in Olivenöl, Wachs,Wolle, Weizen, Gummi, Mandeln, Datteln, aromatischen Sämereien, Elfen-bein, Leder, Häuten und Straußfedern. Auch die Korallenfischerei an den Kü-ste» (Eap Rose bis Cap Roup) beschäftigt nur die Franzosen und Italiener; derjährl. Ertrag für etwa 50,000 Pf. Korallen ist über 600,000 Thlr. Einen destobeträchtlichern Handel haben die Barbaresken selbst mit Arabien, Ägypten und demInnern vcn Afrika. Auch mir Mekka, Cmro und Alexandrien handeln sie durchCaravanen. Die vornehmsten Handelsstädte sind: Algier, Tunis, Tripolis , Salleeund Agadc; oder Sanra Cruz, und in Marokko Mogador . Vor der franz. Revo-lution war der Handel von Algier ganz in den Händen einerGesellsch. franz. Kauf-leute zu Marseille , welche Niederlassungen in den Häfen Bona, La Cala und IICol hatten; allein 1806 übertrug dcrDev sür 50,600 Dollars den Besitz jener Hä-fen an England. Die vornehmsten Häfen für die algierische Ausfuhr sind Donaund Oran. — Tunis ist der ansehnlichste Handelsstaat in der Berberei. Seinevornehmsten Häfen sind Biserta, Susa und Soliman. —Tripolis hat wenigKaridel, und seine Exporten bestehen hauptsächlich in-Laffran, Asche, Sennesblät-tern und Fu berröthe. Auch der Handel von Marokko und Sallee ist unbedeutend.Agadez oder Santa Cruz, der südlichste Hafen von Marokko , war einst der Mit-telpunkt eines sehr bedeutenden Verkehrs. Fez ist ein solcherMittelpunkt noch jetztzwischen tm Häfen Marokkos , dem mittelländ. Meere und demInnern vonAfrika.(S. Toirbuktu und Wassanah.)

Mit dem Vorgebirge der guten Hoffnung ist der Handel für Groß-