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Zwölfter Band. W bis Z.
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192 Welthandel. IN. Afrika. Ägypten. Guinea . Afrikan. Ins.

britannien äußerst Vortheilhast, besonders seit der Zunahme der Civilisation. Aus-fuhrart. sind: Wein, Korn, Haute, Aloe, Pöckelfleisch, getrocknete und einge-machte Früchte, Straußfedern, Gummi und Arzneikräuter. 1812 wurden nur2152 Pipen Capwein ausgeführt, jetzt im Durchschnitt jährl. 7866 Pipen.1809 betrug die Einfuhr engl. Waaren über 830,000 Pf. St., dagegen sichdie Ausfuhr der Colonie, insbesondere Capwein, nicht auf 6000 Pf. bestes.

Ägypten scheint wegen s. glücklichen Lage, im Mittelpunkte von 3 Welkthei-len, ganz dazu geschaffen, auch der Mittelpunkt des Handels derselben zu sein; alleines hat s. ehemaligen hohen Rang unter den Handelsvölkern verloren, seitdem es auf-gehört hat, der Canal für den Handel nach Indien zu sein. Indeß hat es immernoch einen sehr bedeutenden inländischen Hantel, der bis in das Innere von Afrika reicht. Dahin gehen aus Ägypten jährlich 8 Caravanen ab. Eine geht nach Sen-naar und sammelt die Erzeugnisse dieses Landes und Abyssiniens; eine andre nachDarfur , und die dritte nach Fez, wohin die Erzeugnisse von Bornu und allen längsdes Nils liegenden Ländern gebracht werden. Andre Caravanen vertauschen ägypti-sche Erzeugnisse gegen ostindische und arabische. Die beträchtlichste von allen aberist die, welche aus den vereinigten Caravanen Abvssiniens lind des westl. Afrikas be-steht und jährlich nach Mekka geht. Ausfuhrartikel sind Reis, Korn, Myrrhen,Weihrauch, Opium, Datteln, Perlmutter, Elfenbein, verschiedene Arten vonGummi und Droguereien, Häute Wachs u. s. w.; diese gehen meist nach Kon-stantinopel, den Barbareskensiaaten, Großbritannien, Venedig und Marseille .Auch führt es als Zwischenhändler die arabischen Artikel aus, z. B. Mokka-Caffe.Die größten Handelsstädte sind Cairo u. Alepandrien, seit 1819 wieder durcheinen Canal verbunden. Cairo hat die 2 Häfen Rosette und Damiette.

Guinea , oder dasLand vonSierra Leone, tiePseffer-, Zahn-, Gold-undSklavenküste, wo die Holländer, Franzosen, Engländer und Dänen Niederlassun-gen haben, führt Goltstaub, Elfenbein, Gummi, Häute rc. aus, vormals auchSklaven, gegen Tuch, Wollen- u. Baumwollenzeuche, Leinwand, Gewehre, Schieß-pulver >c. —Die Küsten von Niederguinea (Congo, Angola ic.) und dieGuineainseln, meistens von Portugiesen besetzt, führen Getreide, LebenSmit-tel, Baumwolle, Indigo, Zucker w. aus. Auch wird hier noch der Skla-venhandel (s. d.) von Portugiesen getrieben.

Unter den übrigen afrika Nischen Inseln erzeugen die Azoren als Aus-fuhrartikel Wein und Früchte. Ungefähr 20,000 Pipen des erstem werden jährlichvon den Engländern und Amerikanern hauptsächlich nach Ost-und Wesiindien ge-schafft. TieInselSt.-Michael verkauft anEngland und die Verein. Staaten jährl.60 — 800,000 Schachteln voll Orangen. Die Orangen der Insel Pico sind von be-sonderer Güte. Auch liefert sie ein schönes Holz, welches ziemlich dem Mahagonigleichkommt. — Haupterzeugnisse derCanarien sind Orseille im rohen Zustande,Rosenholz, Branntwein und Canarienwein. Der letztere geht hauptsächlich nachWestindicn u. England, in welchem letztem Lande er stets sür Mateirawein verkauftwird, von dem er auch, sobald er ein Alter von 2 — 3 I. hat, kaum zu unterschei-den ist. — Die capverdischen Inseln führen Orseille im rohen Zustande undgrobeBaumwollenzeuche für die Afrikaner aus. —Madeiras Hauptproductist köstlicher Wein, welcher in 5 Arten, je nach dem Markte, für welchen manihn bestimmt, eingetheilt wird. Die vorzüglichste Art heißt I.nnüon zu» ticulsr.Der für den londner Markt bestimmte folgt ihm zunächst. Wieder von geringererGüte ist der für den indinischen Markt bestimmte. Der nach Amerika gehende hatden vierten Rang, und mit dem Namen Cargo bezeichnet man den voni fünftenRange. DieEngländcr holen von diesem Wein jährl. mehr als 7000, die Amerika-ner der Verein. Staaten ungefähr 3000 Pipen. — Die Insel Bourbon lie-