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Zwölfter Band. W bis Z.
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Welthandel. lV. Amerika. Die Verein. Staaten v. Nc-rdamer. 1S3

fert Caffee, Gewürznelken, weißen Pfeffer, BaiiMwolle, Gummi, Benzoe undAloe. Ihr Handel beschränkt sich fast ganz auf Madagaskar , Isle de France,die Comoroinseln und die Iliederlassungen der Araber an der Ostküste von Afrika .— Isle de France oder die brit. Insel Mauritius führt ssaffee, Indigo,Baumwolle, Zucker, Gewürznelken, Muskatnüsse, Ambra u. dgl. aus. — Aus-fuhrartikel von Madagaskar sindKauris, Bekelnüffe, Ambra, Wachs, Eo-cosnüsse und Korn.

IV. Amerika.

Amerikas Küsten geben ihm alle die Handelsvortheile, welche die alte Weltbesitzt, ohne das große Hinderniß jener ungeheuern Continentmassen, deren Inne-res ebenso weit entfernt vom Meere als arm an schiffbaren Flüssen ist, wie"z. B.ganz Afrika und die unermeßlichen Strecken der asiatischen Tatarei und Sibirien .Durch den Reichthum an schiffbaren Flüssen hat sowol der Norden als der Sü-den Amerikas einen unendlich großen Vorzug vor allen übrigen Erdtheilen. Dielange Kette von große» Seen und die Menge fcbiffbarer Flusse in Nordamerika sind der Schauplatz eines sehr lebhaften Bei seht s. Die Binnenländer Südame-rikas werden durch Flüsse von riesenmäßiger Größe sehr zugänglich gemacht, undvon der Mündung des La Plaka an bis zum Meerbusen von Darien kann einebinnenländische Schifffahrt zu Stande gebracht werken, fast ohne daß dabei dieHand der Kunst ei federt wird. Indeß bleibt zur Beförderung von Amerikas Han-del immer noch ein großes Werk übrig, die Durchgrabiwg des Isthmus von Da-rien, wodurch, wenn der Canal Breite und Tiefe genug bekäme, um auch den grö-ßer» Schiffen die Durchfahrt zu gestatten, eine Gemeinschaft des stillen Oceansmit dem atlantischen Meere bewirkt würde. Die Bereinigten Staaten erboten sichschon vor längerer Zeit, jene Durchgrabung aus ihre eignen Kosten zu veranstal-ten, wenn der Hof zu Madrid s. Einwilligung geben wollt '. Hr. v. Humboldt bezeich-net 3 Stellen als die zur Ausführung eines solchen Entwurfs passendste». Die Na-tur selbst scheint dazu die Hand ;u bieten, denn gerade bier unterbricht sich die langeKette der Anden, und das Herabströmen des Regenwassers von den Bergen würdedem Canale ebenfalls sehr nützlich sein. Die ganze Ebene, durch welche sich hier dieAndeukette zieht, ist bloß thoniger Boden, und 2 Flusse, die gerade diesseits undjenseits der Richtung derselben folgen, würden die ausgeworfene Eroe leicht niitihrem Strome wegführen.

Die Vereinigten Staaten von Nordamerika .

Die Geschwindigkeit der Dorschritte, welche die Verein. St. im Handel undin der Schiffsahrt gemacht haben, ist beispiellos. Kaum ist dieses Volk auf demOcean erschienen, und bald gibt es keine Küste des Erdbodens mehr, mit welchernicht s. Seefahrer schon vertraut geworden. Während man sie mit ihren bewun-dernswürdig leichten Schiffen an den atlantischen Küsten bis zum Eap Horn hin-ab, von wo sie dann sich in die weite Südfee wagen, das Meer bedecken sieht, drin-gen sie andrerseits hinauf bis zum Elfe des Nordpols und in die tiefen Einfahr-ten der Hudfonsbai und der DaviSstraße. Die entferntesten und stürmischstenMeere sind von ihren Flaggen bedeckt. Selbst die kaum noch bekannt gewordenenKüsten der südl. Hemisphäre, und sowol die Westküsten von Amerika als die Ostkü-sten von Assen werden von ihnen besucht. Die Ausfuhr dieses aufblühenden Lan-des besteht hauptsächlich in Mehl, indian. Korn, Reis, Flachs oder Leinsamen,Baumwolle, Taback, Potasche u. Perlafcbe, Schiffbauholz, Stabholz, Mundvor-räthen für die Schiffe, Holz, Pelzwerk, Mprkenwachs, Bienenwachs und Fischen,kiberEinfuhr und Ausfuhr vgl. den Art. Verein. Staaten. Die vornehmstenHandelsstädte sind: Neuvork, Boston, Baltimore, Philadelphia , Eharlestown,Savannah, Pittsburgh und NeuorleanS. Pitisburgh ist die Niederlage des Han-tels der östl. und wcstl. Staaten. NeuorleanS, welches, wenn die w«stl. Staaten

EvtwczsarioiiLssezstco». Bd Xll. 1