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Zwölfter Band. W bis Z.
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194 Welthandel. lV. Amerika. Canada. Südamerika .

sich weiter ausbilden, wahrscheinlich der große Markt des amerikan. Handels wer-den wird, hat einen sehr bedeutenden Handel mit Havanna und Mexico in Zu-cker. Indigo, Taback, Baumwolle, Reis, Pelzwerk, Hornvieh u. s. w. CharleS-lown "hat lebhaften Handel mit Europa und Wesiintien. Network versorgt haupt-sächlich die westindischen Colonien mit Mundvorräthen. Endlich wird am Aus-flusse des Columbia ein Stapelort für den öLüdseehandel gegründet.

Canada, Neuschottland und Neubraunschweig.

Der Handel der beiden Canadas war lange auf das Ergebniß der Fischereienund auf den Pelchandel beschränkt. Aber in Folge der Vervollkommnung des briti-schen Colonialsystems, und des Embargos, welches während des letzten Krieges aufden Handel Amerikas gelegt ward, hat er sich auf eine staunenswürdige Weite geho-ben. Ihre Ausfuhrartikel sind Weizen, Mehl, Korn, Zwieback, Fische, Eich- undFichtenstämme, Ltabhol;, Maübäumc, Bauhol;, canadischer Balsam, Sprossen-bier, Pottasche und Pei lasche, (Gußeisen, Pelzwerk und Häute, Bibergeil, Ginsengu. s. w. Sie verkehren am meisten mit den westindischen Colonien der Briten undmir dem Mutkerlande; doch machen sie auch mit den Verem. Staaten viele Ge-schäfte durch die Schifffahrt auf dem St-John. Der Handel, welchen sie mit denIueianersiäinmen haben, ist bloßer Tauschhandel. — Neuschottland undNeubraun schweig haben fast ganz dieselben Ausfuhrartikel.

Der Hantel Südamerikas hat sehr mannigfaltige Gegenstände. Diemineralischen Schätze Südamerikas sind unerineslich. Gold und Silber war im18. Jahrh, in solcher Menge vorhanden, daß 25 I. lang, jedes I. allein von Peru 13 Mist. Piaster nach Spanien gebracht worden sein sollen, ungerechnet das übrige,was in Barren mitging. Diese kostbaren Metalle werden in Peru, Chile und denobern Theilewvon Tukunia» gefunden, vorzüglich in den Cordilleren; doch außerdem Gold und Silber fehlt es auch in dieser unermeßlichen Gebirgskette nicht anKupfer, Blei, Eilen und Platina. Die reichste» Bergwerke sind die der Provinz lasCharcaS, innerhalb des Gebiets des ehemal. VicekönigreichS Buenos-AyreS. DerGoldgruben sind dort 30, der Silberbergwerke 27, der Kupferbergwerke 7, ein Zinn-bergwerk und 7 Bleibergwerke. Die ergiebigsten dieser Bergwerke sind die zu Potosi ,die unfern dem Orte liegen, wo der Platastuß entspringt. Doch ist Acosta'S Angabe,daß während der 10 I., da diese Gruben bearbeitet wurden, der Ertrag derselben sichauf 12.000 Mill. Piaster belaufen habe, übertrieben. Indeß geht aus den öffent-lich abgelegten Rechnungen hervor, daß von Zeit der Entdeckung Amerikas anbis 1538 das deni Könige zukommende Fünftel des aus den Minen von Potosi ge-wonnenen und registrieren Sstbers dich auf 805,619,000 Piaster belief, sodaß mit-hin, da seit der Entdeckung Amerikas erst 39 Jahre verflossen waren, auf jedes Jahr41,255,0 x3 kommen, mit Ausschluß der beträchtlichen Quantitäten, welche heim-lich und ohne Abgabenzahlung aus dem Lande geschafft worden sind, unk derer, wel-che zu Verfertigung silberner Gefäße, Geräthschasten und Denkmäler für die Klö-ster und Kirchen verwendet worden sind, welche sich auf eine ungeheuere Summe be-laufen müssen, da alle der Religion geweihte Anstalten im Lande, und insbesonderein der Stadt Potosi , an Silbergeräih einen sehr großen Reichthum haben. Alleinder Ertrag dieser Bergwerke ,st seitdem, sei nun die Ursache davon die Erschöpfungder Minen selbst oder die fehlerhafte Leitung des Bergbaues, unendlich geringer ge-wesen. — Auch die übrigen Ausfuhrartikel von Wüdamerika sind, obwol die Spa-nier und Portugiesen ihr Hauptaugenmerk auf die Gewinnung der Metalle richten,sehr bedeutend. Die vornehmsten sind: Cochenille, Indigo, Cocosnüsse, peruvia-nischc Fieberrinde, Häute, Ochsenhörner, Talg, Wachs, Baumwolle, Wolle, Flachs,Hanf, Taback, Zucker, Caffee , Ingwer, Piment, Ialappe, Sarsaparille, Ipeka-kuanha, Guajak, Drachenblut und verschiedene andre arzneiliche Gummi, Farbe-hölzer, Ebenholz, Mahagoni, Smaragde, eine Menge verschied. Arten von Dalsa-