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Welthandel. IV. 'Amerika. Westindien
men u. dgl. — Die vornehmsten Handelsstädte sind Buenos-Ayrcs, Mexico, Li-ma. Guatemala, Cartagena , Vera Cruz, Caraccas, Porosi und ?lcaxulco, vor-züglich die Havanna aus der Insel Cuba . Buenos-Ayrcs war im Besitz desTransitohandels der sämmtlichen span. Besitzungen in Amerika und vor dem AuS-bruche der Revolution der Markt sür den Handel des Mutterlandes und s. Colo-nien. Die Hauptquelle des Gewinns für Caraccas sind die Cacaopflanzungen,welche beinahe 2 Drittel des europ. Bedarfs hergeben. Die Häute und Felle,welche ebenfalls ausgeführt werden, haben den Vorzug vor denen von Buenos-AyreS, und das reichhaltige Kupfererz aus den Bergwerken von Aroa ist weit vor-züglicher als selbst des schwedische oder das von Toquimbo in Chile. Guatemala ist berühmt wegen s. Indigos, der hinsichtlich der Härte, des Glanzes und des Ge-wichts große Vorzüge hat. Acapulco oder Los ReyeS, eine Hafenstadt Neuspa-niens, hat einen beträchtlichen Handel mit den Küsten von Quito und Peru , frü-her auch i iit den Philippinen, wohin jährlich nach Manilla eine Gallione gesandtwurde, die mit Silber, Cochenille, Cacao, Baumöl, spanischer Wolle und Spiel-sachen aus Europa befrachtet war, wogegen sie von dort Musseline, gedruckteLeinwand, Seidenzeuche, chinesische Waaren, Specereien, Gewürze, Edelsteineund Juwelen mitnahm. — Der innere Handel der ehemaligen span. Colonien in Amerika, vornehmlich zwischen Bucnos-AyreS und Peru und Chile , ist sehrbeträchtlich. Der mit den Indianerstämmen besteht hauptsächlich im Tauschhandel,da man ihnen Äxte, Messer, «ctcheeren, Säbel, Halsschnuren, Spiegel und grobeWollen - und Baumwollenzeuche zuführt, und dafür die Erzeugnisse des Landesnimmt, vorzüglich Paraguapthce und einiges feine Pelzwerk. —Mexico han-delt mit den übrigen Freistaaten aus Vera Cruz und Acapulco; es hat auch vielSchleichhandel. Zur Ausfuhr kommen Zucker, Cochenille, Zalappe, Sassaparil-le, Baumwolle, Vanille, Farbeholz, Häute, Talg rc., insbesondere Gold undMünzen, in Barren, oder gemünzt, zusammen sür 15 Mill. Thlr. Die Ein-fuhr beträgt ohne den Schleichhandel wenigstens 25 Mill. Thlr.
Brasi lien hat 3 große Handelsstädte: Rio-.Ianeiro, Bahia oder S.-Salvador, und Pernambuco . Die Ausfuhrartikel sind vornehmlich Baumwolle,Indigo, Zucker, Caffee , Reis, Taback, Talg, Mahagoni, peruvianische Fieber-rinde, Ipekakuanha, Felle, Nutrihäute, Gold, Coccsnüsse, Vanille, Diamanten,Topase, Chrysolith und andre Edelsteine, und eine grosse Mannigfaltigkeit vonFarbehölzern, Balsamen und Gummi. Der größte Theil des brasilischen Han-dels ist gegenwärtig in den Hände» der Engländer.
Die englischen, holländischen und französischen Besitzungen inSüdamerika sind Demerarv, Berbice, Effequebo, Surinam und Cayenne. AusCayenne werten ausgeführt: Pfeffer, Annotto, Zucker, Baumwolle, Caffee undCacao; aus Berbice : Rum, Zucker, Baumwolle, Cacao u. s. w.; aus Deine-rary, Wurinam und Essequebo: Zucker, Rum, Baumwolle, Caffee undZuckersyrup.
W e st i n d i e n.
Die vernehmsten Inseln, welche das eigentliche Westindien ausmachen, sindCuba, St.-Domingo oder Haiti, Iamaica, Barbados, Dominica , St.--Chri-stoph oder St.-Kitts, Curcwao und Guadeloupe. Sie hahen alle ziemlich diesel-ben Erzeugnisse, nämlich Zucker, Caffee , Wachs, Ingwer und andre Gewürze,Mastix, Aloe, Vanille, O.uassi, Maniok, Mais, Cacao, Taback, Indigo, Baum-wolle, Zuckersyrup, Mahagoni, langen und schwarzen Pfeffer, li^,>»»> viu.e,Campescheholz, Gelbholz, Gummi, Schildkrötenschalen, Rum, Piment u. s. w.Ehe Lü.-Domingo oder Haiti zu einem unabhängigen Neaerreiche erhoben ward,war es die Niederlage der Waaren von Havanna, Vera Cruz, Guatemala, Car-tagena und Venezuela; seitdem aber ist Iamaica das Magazin aller aus dem