Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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ZlustralienS. Man theilt es in die Ilvidsee bis zum Wendekreise des Kiebses, dieMittelsee oder das stille Meer zwischen den beiden Wendekreisen, und in die eigent-liche Südsee vom Wendekreise des Steinbocks bis zum sudl. Eismeere. 5) Dersüdliche Eis-oder Polarocean um den sudl. Eispol her bis 60" S. B. SeitCock haben ihn mehre Seefahrer wegen Treibeis, Kalte, Eisfelder, Stürmeund Nebel beinahe unfadrbar gefunden.

Weltpol, s. Pol.

Weltsyste in. Man versteht darunter im Allgemeinen die Verbindungmehrer Weltkörper zu einer gewissen -Ordnung, im Besondern aber die verschiede-nen Meinungen über eine solche Verbindung zwischen den Körpern unsers Son-nensystems. Dergleichen hat es 3 gegeben. 1) Der griech. Astronom, Mathema-tiker und Geograph, Ptolemäus (s. d.), glaubte, die Erde liege im Mittelpunktedes runden Weltgebäudes unbeweglich still, und um sie bewegten sich die übrigenWeltkörper in festen, vollkommen runden Kreist». 2) Tnchode Brahe (s. d.)suchte tiefes unhaltbare System zu verbessern. Er nahm aber auch die Erde alsunbeweglich in der Mitte des Weltgebäudes an, und ließ Sonne und Mond umsie, sowie die übrigen Planeten um die Sonne sich bewegen. 5) Das -Lystcm, dasKopernicuS (s. d.) aufstellte, das schon die Porhagoräer ahneten, und das durchder nachfolgende» Astronomen Beobachtungen und Entdeckungen nur noch Ver-besserungen erhalten hat, ist unstreitig das richtige, weil allein nach demselben dieErscheinungen am Himmel sich genügend erklären lassen. Nach diesem Systembewegt sich fast mitten in dem Weltgebäude die Sonne um ihre eigene Asse, undum sie bewegen sich in immer größer» Kreisen die Planeten, zu denen auch unsereErde gehört. Die Trabanten oder Monde bewegen sich um ihre Planeten undzugleich mit denselben um die Sonne. Weit über allen diesen Wcltkörpern, in ei-ne» ungeheuern Entfernung von uns, sind am Firmamente die F ipstern e (s. d.),die jedoch zu unserm Weltsystem nicht gehören. (S. Weltgebäude.) — EineDarstellung dieser 3 Weltsysteme, mit gründlicher Beseitigung der gegen dasletztere, als das allein richtige, gleichwol erhobenen Einwendungen, gibt Bode'S„Erläuterung der Sternkunde" (3.A., Beil. 1803, 2 Bde., mitKpfrn.).

W e l t u in s e g l e r. Die Reihe der kubnen Männer, welche auf Eolom-bo'S Bahn, von dem Eompaß und ihrem Muthe geleitet, das Weltmeer von T).nach W. durchschifften und in dieser Richtung endlich in ihr Vaterland zurück-kehrten, eröffnete der Portugiese Magellan (von 1519— 21). Seinem Wege,durch die Magellanstraile oder um das Eap Horn herum in die Sütsee, sindSpanier (Fuca, Mendaina, O.uiros u. A. bis auf Malaspina), Franzosen (Bou-gainville, Lapevrouse fs. d.^j u. A. m. bis auf Freycinet fs. d.^), Hollän-der (BaarentS, Heemskerk, Herroge, Tasman, Roggewein), Engländer, Russen(Deschneff bis Krusenstern und Drro v. K ohebue fs. d.^) und zuletzt auchNordamerikaner gefolgt. Die meisten und die wichtigsten Seereisen und Welt-umsegelungen haben Briten unternommen. 50 ssahrc nach Eabot drang HugoWilloiigkb» (1553) auf s. nördl. Sendung bis Novaja-Semlja vor. Alle seitdemangestellte Versuche, mittelst einer nordöstlichen oder nordwestlichen Durchfahrtin den großen oder in den stillen Dcean zu gelangen und dann südwärts die alte unddie neue Welt zu umsegeln, sind bis jetzt nicht gelungen. (S. Nordpolerped >-tioncn.) Doch hatten die durch Ehancellor, Bourroügh, Forblsher, 'Arthur. Per,Iackmann, G,ld>,,s, Davis u. Wermouth (15 >1) gemachten 11 Reisen nach Nord-esten und Nordwesten Länderentdeckungen und gewinnreiche Fischereien zur Folge.In derselben Zeit umschiffte Franz Drake die Erde. Eaventish, sshidlev und Haw-kiuS segelten dem großen Vorgänger im Süden »ach, freilich nicht mit völlig glei-chem Glucke. Unter den kühnen Naulikern, welche im 15. Jahrh, große Lecreisenunternahmen, zeichneten sich Hudson, Button, Bassin, Bylot, Narborough, beson-