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Zwölfter Band. W bis Z.
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Werder Werner (Abraham Gottlob)

migen Auswüchse auf der äußern Hirnhaut. Die letzter», bloß unter Karl W.'sNamen erschienenen Prachtwerke, sind über die Krankheiten des Uterus und überdie Krankheiten ani Rückgrathe; ebenso über Induration, über künstliche Früh--geburt :c. — Joseph W. starb 1808 in Main ;, 40 I. alt; er war unverhei-rathet, sehr fleißig und gründlich in s. Studien, strenger, ernster und vielleichtauch gelehrter als sein jüngerer Bruder, der ihn 20 I. überlebte (st. den 18. Oct.1821); dieser war dagegen neben seinen wissenfchaftl. Kenntnissen und seinemgroßen Fleiße zugleich einer der ausgezeichnetsten praktischen Arzte, niit schnellemund sicherm Blick, wohlwollend, theil,lehmend. Er verwendete einen großen TheilDessen, was ihm die Praxis sehr reichlich eintrug, zu wohlthätigen und größmü-thigen Zwecken. Seine einzige Tochter verheirathete er mir dem einzigen Sohnes. Lehrers, des großen Anatomen Sömmerring . — Beide Brüter waren Mitglie-der vieler gelehrten Gesellschaften; Rufe nach auswärtigen Universitäten lehntensie stets ab. Karl W. wurde von dem Fürsten Primas, von Rußland und Preu-ßen mit Orden beehrt.

Werder (Werd, Waerder, Wörth), eigentlich eine Insel in einem Flusse;dann aber auch eine bewohnbar gemachte -Ltumpfgegend. In letzter Bedeutungsind in Westpreußen der danziger, marienburger und elbinger Werder bekannt.Es sind Landstriche zwischen Flüssen und stehenden Gewässern, ohne Berge, undsehr fruchtbar an Getreide und Graswuchs. Der danziger Werder (1400 Har-fen) enthält 33 Dörfer. Bekannt sind auch die in der Elbe bei Hamburg gelege-nen und zum Gebiete dieser Stadt gehörenden Inseln und Marschländer, Bill-werder, Ochsenwerder :c.

W e r f (Adrian van der), ein ausgezeichneter niederländ. Geschichten-undPortraitmaler. Er war zu Kralingerambacht in der Nähe von Rotterdam 1059von armen Altern geb., und sein Vater, der s. Lust zum Zeichnen bemerkte, schickteibn nach Rotterdam zu einem Portraitmaler in die Lehre; dann besuchte er dieSchule des Eglon van der Neer, der ihn als Gehülfen mit auf Reisen nahm. Inseinen, 11. I. fing er an auf eigne Hand zu arbeiten. Der durch Holland rechendeKurfürst von der Pfalz lernte s. Arbeiten kennen und beschäftigte ihn von da an ammeisten. Er nahm in Rotterdam s. Wohnort und heirathetc dort 1681 in eine an-sehnliche Familie. Der Kurfürst von der Pfalz bestellte u. A. bei ihm sein Portraitund das Urtheil SalomoniS, welches ihn, W. persönlich nach Düsseldorf über-bringen mußte; er belohnte ihn fürstlich und erhob ihn mit s. Familie in den Adel-stand. Die besten s. Gemälde besaß derKurfürst, von Mindern! Werthe sind einigein der dresdner Galerie. W. starb in großer Wohlhabenheit 1122. Er zeichnetesich durch Ausführung heroischer Gegenstände unter s. Landsleuren aus, obwohls. Bilder mehr Fleiß und feine Ausarbeitung als Größe und Feuer zeigen. SeinColorik ist kräftig und harmonisch, sein Faltenwurf groß; aber s. Figuren fehltes an anatomischer Kenntniß. — Sein Bruder Peter van der Werf war seinSchüler, der ihm selbst die Elfenbeinfarbe seines Fleisches nachahmte.

Werft, Schiffswerft, ei» erhöhter Ort, eine Anstalt an einemschiffbaren Wasser, wo Schiffe gebaut oder ausgebessert werden. Zur Erbauunggroßer Kriegsschiffe, die nicht so leicht von, Stapel (s. d.) in das Wasserzu lassen sind, werden in dazu geeigneten Häfen Docken (s. d.) angelegt.

Werner (Abraham Gottlob ), königl. sächs. Bergrath, Ritter des k. sächs.Civilverdienstordens, Mitgl. vieler Akademien und gel. Gesellschaften, der Be-gründer der Geognosie und einer der ausgezeichnetsten Mineralogen s. Zeit, wurdeden 25. Sept. 1150 zu Wehrau in der Oberlausitz , wo sein Vater Inspector dergräfi. Solms 'schen Eisenhütten war, geb. Bis zu seinem 10. I. blieb er in demväterlichen Hause, wo s. Aufmerksamkeit schon früh auf das Mineralreich undauf das berg - und hüttenmännische Gewerbe geleitet wurde, kam aber dann in