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Tauschwerthe hat der Preis (s d.) große Ähnlichkeit, beide lind aber nicht Einsund Dasselbe. Jener bestimmt bloß das Verhältniß des Taickchwerihs mehrer zumTausche geeigneter Güter unter einander, vermöge einer Dergleichung mit demTauschwerthe eines andern Guts; er zeigt nur den Grad ihrer Fähigkeitzum Tausche,im Verhältniß mit deni Tauschwerthe des zum Gradmesser angenommenen andernGuts an, und es hantelt sich dabei lediglich von der Möglichkeit des Tausches.Im Wesen des Preises hingegen liegt die Voraussetzung eines nicht bloß möglichen,sondern wirklichen Umtausches von Gütern, welche man bereits noch ihreni Tausch-werthe, oder nach ihrem Werthe überhaupt, verglichen hat. Der Preis ist daherconventionnel. lväl.
W esel, Stadt und starke Festung im Regierungsbezirke Kleve der preuß.Provinz Kleve-Berg, am Einflüsse der jetzt bis Lippstadt schiffbar gemachten Lippe in den Rhein, über welchen eine fliegende Brücke führt, die auf dem linken Rhein -ufer durch einen Brückenkopf und das Fort Blücher vertheidigt wird. Sie hat einestarke Citadelle (auch ist jetzt die büdericher Insel zwischen der Stadt und dem Brü-ckenköpfe befestigt), ein Gymnasium, ein Seminar, ein Schauspielhaus, 4 Pfarr-kirchen, 1500 H. und (ohne die Besatzung) 0400 E., die Wollen-, Zucker-, Sei-fen-, Hut- und Strumpffabriken betreiben und viele Branntweinbrennereien,einigen Handel und Wchifffahrt unterhalten.
W e s e n. Das Wesen wird von der Erscheinung, als das derselben zumGrunde liegende und unveränderliche Sein, unterschieden. Sowie jede Erscheinungnun ein Wesen voraussetzt, so reden wir von einem Wesen schlechthin im Gegen-satz der Erscheinungswelt, dies ist die Wirklichkeit, oder Das, worin das Wesenwirkt und sich offenbart, indem das Endliche immerfort entsteht und vernichtet wird.Kant nennt Wesen das erste Princip der Möglichkeit eines Dinges, folglich waszum Begriffe einer Sache gehört, Natur dagegen den ersten innern Grund Dessen,was zur Wirklichkeit eines Dinges gehört. Er meint, tn Triangel habe keine Na-tur, sowie alle Gegenstände der Geometrie. Indessen redet man doch häufig vonder Natur des Dreiecks gleichlautend mit Wesen und versteht im logischen Sinne dar-unter die unveränderlichen Merkmale eines Begriffs. Allein in jener andern Bedeu-tung ist Wesen von der Natur verschieden; da reden wir selbst von eineni Wesen derNarur. Eine andre Bedeutung hat ferner der Ausdruck Wesen, wenn wir selbstän-dige «ubjecte damit bezeichnen, z. B. lebendige Wesen, Naturwesen, vernünf-tige Wesen, unsichtbare Wesen.
W e se r, einer der großen Flüsse Deutschlands , entsteht aus den beidenFlüssen Werra, die im hildburghauüschen Amte Eisfeld im Heldriecher Walde, undFulda, die in d m Großherzogkhum gl. N. ensspringt, und wovon jene bei Wanfried ini Hessischen, diese aber bei Cassel schiffbar wird. Beide vereinigen sich bei Hanö-verisch-Münden und erhalten nun den Namen Weser , »solches jedoch nur eineZusaninienziehung des ursprünglichen Namens der Werra (Wisaraha, Wesara,Wirraha) sein soll. Die Weser geht sodann durch das hanöverische FürstenthumGöttingen , die herzoglich braunschweigikchen Lande, das hanöverische FürstenthumKalenberg, die kurhessische Grafschaft Schaumburg , die preuß. Pro». Westfalen,die hanöverschen Prov. Hova, Verden und Bremen und das Herzogthum Ol-denburg, und ergießt sich 10 Meilen unterhalb der freien Stadt Bremen in dieNordsee , nachdem sie vorher die Diemel, Emmer, die detmoldische Werra, dieAller (mit der Ocker und Leine), die Hunte, Wümme und die Geest aufgenom-men hat. Don Münden an wird die Schifffahri-'auf großen, flachen Fahrzeugenbetrieben und ist sehr bedeutend; nur sind die 22 Weserzölle für die Schifffahrtlästig. Der bedeutendste darunter war der Zoll bei Elsfleth , im Herzogthum Ol-denburg, am Einfluß der Hunte in die Weser . Er wurde 1623 dem Herzoge we-gen der kostbaren Dämme, durch welche der beste Theil des Landes gegen Über-
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