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Weser zu verbinden, mag dann unausgeführt bleiben, da ihre Verwirklichung ch-nehm kein Bedürfniß ist. '3.
Wesley (John ) berühmt als erster Stifter der Methodisten (geb. den 17.Zuni 1703, gest. d. 2. März 1791), war der Sohn eines (Geistlichen zu Exworthin der engl. Grafschaft Lincoln. Aufrichtige Frömmigkeit und das Lesen der Schrif-ten desThom. a. KenipiS und Taylors hatten ihn schon während s. akademischenZahrezu Oxford aufden Gedanken gebracht, sich im 1.1735 dem Missionsgeschäftezu widmen, als der Umgang mit den Herrnhutern, die er in Amerika kennen leinteund in Herrnhut selbst besuchte, ihm die Idee zu einer kirchlichen Anstalt, noch d>inMuster der Brüdergemeinde, an die Hand gab. Die Verfassung der Methodi-sten (s. d.) ist hauptsächlich sein Werk, und auch in den Eigenthümlichkeiten ihrerLehre der Einfluß seiner Überzeugungen vorherrschend. Nachdem es zwischen ihmund Whitesield, seinem vorzüglichsten Mitarbeitet. im 1.1741 zu einer Trennunggekommen war, blieb er das Oberhaupt der u. d. N. Wesleyaner bekannten Me-thodistenpartci, deren bedeutender Anwachs dui ch s. vieljährige Thätigkeit als Vor-steher, Prediger und Schriftsteller ungemein befördert wurde. Er besuchte jährlichalle Gemeinden seiner Sekte in den 3 britischen Reichen und predigte oft täglich 3und 4 Mal. Seine Schriften, poetischen, philologischen, philosophischen, historischenund theologischen Inhalts (über 160 Bde.) sind meist Bearbeitungen älterer undneuerer Werke aus den Gesichtspunkten s. Partei. Seine Predigten und kleinern«seelischen und historischen Aufsüße erschienen u. d. T.: „Wesley's Werke", in 58Bdn. 1772 — 74 zu Bristol . Der Charakter dieses merkwürdigen Mannes warsanft und fest, ohne Eigennutz, doch nicht frei von Herrschsucht; seine äußere Dar-stellung, bei schmächtigem, mittlern Körperbau, angenehm und ehrwürdig. Für dieGeschichte der Entstehung und Verbreitung der Methodisten ist Robert Souther's„läse »14. e.-ä o v uncl ll>>- läse uittl prvAie.-s ok inetbculir,»" (London 1820,2 Bde., nach dem Engl. von Krummacber, Hamburg 1828) wichtig. 1.
Wesseling (Peter), geb. zu Steinfurt 1692, gest. als Pros. zu Utrecht 1764, nachdem er vorher zu Middelburg und Franccker gelehrt halte, gehol t zuden gründlichsten und vielseitigsten Kennern der classischen Sprachen und hat sich be-sonders um die Kritik der alten Geschichtschreiber unsterbliche Verdienste erworben.Wir nennen nur s. Ausg. des Hcrodot (Amsiert. 1768, Fol.), de? Diodor (Amst.1745, 2 Bde., Fol.) und die Itii,«i.>,ü> eet. limi,." (Amst. 1735, 4.).
Wessen berg (Ignaz Heinrich v.), Freih. v. Ampringcn, bis 1827 Ge-neralvicar des Bisrhums Konstanz, erhi.lt durch das neueste Versaht en des römi-schen Hofes gegen ihn und sein eignes würdiges Betragen dabei einen noch ausge-breiteter» Ruhm, als sein edler Chc» alter, seine amtlichen Verdienste und literari-schen Leistungen ihm schon vorher, auch unter den Nichtkaiholtken in Deutschland ,verschafft halten. «Lein Vater war ösrr. Gesandter in Dresden , sein Bruder ist derverdienstvolle k. k. StaatSminister v. Wessenberg in Wien . Dem alten Adel undAnsehen seiner Familie verdankte er schon als Jüngling Domherrnstellen in deut-schen Hochstiftern, seinen ernsten Studien und der Freundschaft Karls v. DalbergKlarheit und Unbefangenheit in s. religiösen Ansichten, seinem eigmn Herzen die le-bendigeFrömmigkeit, die ihn zur Verwaltung gc'stlicher Ämtervor Andern gescl icktmachte. Er war zum Domdechonl zu Konstanz herangerückt, alsDolberg ihn 18 02zum Generalvicar dieses BiSthumS erhob. In diesem bedeutenden Wirkungskreisearbeitete er mit Kraft und Einsicht auf die Verbreitung eines reinen, thätigen Chri-stenthums hin. Den Aberglauben durch richtige Erkenntniß zu verdrängen unddurch wahre Erbauung christliche Sittlichkeit in das Leben der Gläubigen zu brin-gen, war sein Zweck. Daher sorgte er unablässig für eine bessere Bildung der Geist-lichen s. Sprengels, munterte sie zu wissenschaftlichen Studien, literarischen Arbeitenund nützlichen Mittheilungen aus ihrer Amtserfahrung auf, wozu das seit 1804Cvnvcrsalivns-Lexikon. Bd. XII. 15