Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wefierwald Westfalen 231

1183 „Jahrbuch der Menschengeschichte in Banen", 2 Bde. Auf dieses folgte

1184 „Beschreib. desWürm- oder Starenbergersecs und der umliegenden Scl'lös-ser u. s. w.", „Erdbeschreibung der bairisch-pfälzischcn Staaten, sammt emer Ein-leitung in die allgemeine Erdbeschreibung"; 1185 die dazu gehörige „Geschichte vonBaiern für die Iug>r,d und das Volk", 2Bde., auf Befehl dcsKurf. Karl Theo-dor geschrieben. Ein Auszug daraus: „Geschichte von Baiern, zumGcbrauch desgemeinen Bürgers und der bürgerlichen Schulen", erschien 1186. In diesemJahre wardW. kurf. Wirkl. geistlicher Rath und bald daraufLocalschlstconuiiissair.Mit 1181 begann er die Reihe s. „Bairischen historischen Calender" (21 Bdchen.,ni. Kpf.), worin auch die Lebensbeschreibungen der deutschen Kaiser vorkommen;von 1188—1818 die „Beiträge zur Vaterland. Historie, «Geographie, Statistikund Landwirthschaft" (12 Bde.-. l198 erschien s. „Abriß der deiilsche» Geschichteund Abriß der damischen Geschichte" (2 Bde., 2. Anst. 1822). Außer s. akademisehen Reden und Abhandlungen lieferte er auch 1182—83 zu den „PfalzbairischcnBeiträgen" Aufsähe. 1801 gab er eine „Geschichte der bairischen Akademie derWissenschaften" heraus (1. Tkl. von 1159- 11, 2. Thl. von 1118—1809).Nachdem er > 195 beständiger Secrctair, 1 196 Director der Bücherceiisureommis-sion, 1800 Patrizier und Domeapimlar von München , bald daraus Scholastieusund Hofkaplan geworden, blieb er 1808 bei der neuen Organisation der k. Akade.»nie Mitglied, Secretair inid Director der historischen Classe mit Verleihung des k.bair. CivilverdiensiordenS, und l8t3 trat er mit den übrigen Rittern in den Adel-stand. W. starb zu München den 15. März 1829 im 81. Lebensjahre, nachdemer 1828 s. 50jähr. Jubiläum als Mitgl. der Akad. der Wissensch. gefeiert hatte.

Westerwald ist ein Gebirge in dem prcuß. Regierungsbezirke Koblenz lind dem Herzogthume Nassau, welches sich von der Stadt Montabaur an, zwischenden weiterhin befindlichen Quellen der Dill, Sieg und Lahn , bis an die vormals zumGroßherzogthum Hessen gehörige Ärafstbcft Witgenstein erstreckt, und MittelnSiebengebirge , dem Roihhaargcbirge und dem sogen, saucrländischen Gebirge inVerbindung steht. Das Urgebmge desselben besteht aus Basalt und Lava, und dasFlötzgebirge aus Kalkstein, Grauwacke und Thonschiefer. Die höchsteGegcnd desWesterwaldcs ist bei ödeuburg undSalzkirch im Dillenburgijchen, wo sich der salz--burger Kopf 2600Fuß über dieMeeresfläche eihebr. Einer der höchste» Felsen istder Barstein, von welchem man eine weite Aussicht bis in die Weiterem und denVogclsberg hat. Man zieht auf dem Westcrwalde viel Flachs, treibt starke Vieh-zucht und versieht die nahen Gegenden mit Flachs, Heu und Butter. Außerdemliefert er Eisen, Kupfer, treffliche Bausteine, guten Walker- und Pfeifenthon, undbesonders eine solche Menge von Braunkohlen, daß hier in der Erde Baum anBaum zu liegen scheint.

Westfalen wurde im Mittelaltcr alles Land genannt, das sich zwischenWeser, Rhein und Eins erstreckt, Ostfalen dagegen das Land zwischen der Elbe und Weser . Letzterer Name ging unter; ersterer ging theils auf den westfälischenKreis, theils auf das Sauerland oder das Herwgthum Engern über. — 1)DasHerzogthum Westfalen. Es machte in der Vorzeit eine» Theil des großenHerzogth. Sachsen aus, und hieß damals Sauerland : ein Name, der sich noch jetztim Munde des gemeinen Mannes erhält und sich auch auf einen Theil der ehema-ligen Grafschaft Mark erstreckt. Als 1119 der mächtige Welse, Heinrich der Löwe ,in die Acht erklärt wurde, riß das Erzstift Köln dieses Land an sich und erhielt esvoin Reiche u. d.N. Westfalen zu Lehn, worauf dieser Name auf das Land über-ging. Köl» behielt dasselbe bis zur Auflösung des ErzstistcS 1802, worauf esdurch den DeputationSrcceß in die Entschädigungsschale des Hauses Hesscn-Darm-stadt geworfen, aber i8l5 von demselben an Preußen abgetreten, und nun niik derpreuß. Provinz Westfalen , Regierungsbezirk Ar-nsbcrg, verbunden ward. Es ein