Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wiebel

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der in genauen kopograph. Aufnahmen dargestellt zu seben wünschten, zu sich ein.W. sing die Aufnahme bei Gokha an, deren Fortsetzung er aber Andern übergab,und nahm sodann dasHerzogkhum Weimar und auch die Herrschaft Schmalkaldentopographisch auf. Demnächst vollzog er den ihm gewordenen Auftrag zur topo-graph. Aufnahme von Mecklenburg.Vchwerin. Neben diesen Arbeiten beschäftigteihn das Studium derMültair-., der bürgerlichen und der Wasserbaukunde, und1188 trat er als Wasserbaumeister im Herzogkhume Berg in kurpfalzbairischeDienste. Eine Charte von diefeni Lande, das er auf eigne Kosten aufnahm, erschienin 4 Blatt. Seine ersten schriftsiellerifchen Arbeiten waren 1192 eine Abhandlungüber topogr. Charten und Beiträge zum praktischen Wasserbau und zur Maschinen-lehre. 1195 erschienen s. „Beiträge zur kurpfälzischen Skaakengeschichte". Zn die-ser Zeit bereiste er Zlun zweiten Male Holland , und 1196 schrieb ereineAuskunftvondem Übergänge der Franzosen über den Rhein und Vorschläge zur Verbesserungdes Wasserbaues. Bald nachher trat er in darmstädtische Dienste. Er war jetzt vor-züglich beschäftigt, die Materialien zu s. großen Werke über die Wasserbaukunst zusammeln, und bereiste deshalb 1198 abermals Holland und die ganze Meeresküstebis Bremen . Bei Gelegenheit des rastadker CongresseS verfaßte er eine Denkschriftüber die Rheingrenze, worin er überhaupt darihat, daß bei Siromgrenze» der Thal-weg eines Stromes die eigentliche Grenze bilde. Die großen Dammanlagen, die erin Vorschlag brachte und ausführte, haben ihre Trefflichkeit bewährt. 1800 machteer eine Reife durch Frankreich , deren Resultate sich i» s. „Wasserbauknnst" finden.Die I. Aufl. dieses class. Werkes erschien von 1195—1805 in 5Bdn. 1802 trater als Hoftaih in östr.Dienste. Was er bier gewirkt, zeigen u. A. mehre Chaussee-anlagen. Seine Vorschläge zur Schiffbarmachnng der March blieben unausge-führt. Auch schrieb er 1804 s. „Theoretisch-praktische Straßenbaukunde". Hin-dernisse aber, die s. Thätigkeit entgegentraten, bewogen ihn, 1805 als Geh.-Rath,Finanzreferendar und Chef des Wasser--, Brücken- und Straßenbanwescns in bai-rische Dienste zurückzutreten. Hier blieb er in einer ausgebreiteten Wirksamkeit bis1818. In diesem Zeitraume wurden 1513 Stunden Chausseen w-ederhergestellt,25 neue Chausseen angelegt, 40 Hauplbrücken erbaut und über 100 restaurirt,4 große Durchlaßwehre aufgeführt, bei Lindau ein Haftn mittelst eines massivenDammes angelegt, unterhalb des starhemberger Sees 1800 Tagewerke Morästein Wiesen verwandelt, und 11 Hauplstußcorrectioncn bewirkt. Zugleich hat W.in diese,-Zeit von mehren Werken, namenilich von s. „Wass rbaukunst", eine um-gearb. Anst., verschiedene in der inünchner Akademie vorgelesene Abhandlungen w.geliefert. LLeit der Niederlegunz seiner Ämter beschäftigt er sich mit literarischenArbeiten. Von s. ..Th-oreiisch-praklisch-bürgeiliche» Baukunde, mit Abbildun-gen antiker Baudenkmale'' erschien in München 1821 der 1. Bd-, 4., mit 46Kupf., Fol. Eine ziemlich scharfe Beurtheilung des letztere, Werkes findet sichim „Hermes", Nr. X VI. Ferner: „Kurzgefaßte Erläuterungen und Grundsätzeder Civilarchitektur" (München 1824).

Wiebel (Johann Wilhelm v.), v., Leibarzt des Königs von Preußen,Geh. Obermedicinalrakh, Ritter des k.preuß. rochen Atlerordens3. Classe und des ei-sernen Kreuzes 2. Classe, auch rnss, ösir.,franz. und bair. Ordensritter, Mikgl. mehrcrmedicin.-chirurgischen Olkademien und gel. Gesellschaften, geb. zu Berlin d. 24.Oct.1161, studirte daselbst und wurde 1184 CompagniechirurguS und 1192 Stabs-arzt beim Feldlazareth währenddes RheinfeldzugeS. UnterGörcke'SLeitung bildeteer sich im Gefolge des Heeres zu erfahrungsreicher Berufsthätigkeit in Koblenz ,Trier, Luxemburg, Longwp, Verdun, Grandprä, vor Mainz u. a. a. O. aus.1195 ließ er sich in Erlangen prüfen und zum Doctvr ernennen, nachdem er seineDüsertation: ,,,1n,->Ikaia gnsc<l. >lc iil^erib,i5 s>s<Iiini velinilii," vertheidigt hatte.Hierauf arbeitete er mit an der Einrichtung der von Görcke vorgeschlagenen Pepi-