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Zwölfter Band. W bis Z.
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Wiener Friede Wight

Wiener oder schönbrunner Friede vom 14.L)ct. 1809. DerKrieg, den Östreich im April 1809 ohne Bundesgenossen unternommen hatte, umden Rheinbund zu sprengen, war durch die Schlacht bei Wa g ra m (s. d.) und durchden Waffenstillstand von Znaim (s. d.) geendigt. Napoleon hielt die Hauptstadtbesetzt. KaiserFranz residirte in Komorn. Die Unterhandlungen nahinen zu Alten-burg in Ungarn zwischen Ehampagny undMetternich, bei dem sich noch der GrafNugenk befand, den 17.Aug. ihren Anfang. Die Landung derEngländer aufderInsel Walchere» bewog Östreich, zu zögern. Am Ende Sept. verließen die Bevoll-mächtigten Altenburg; den 27. Sept. kam der Prinz Johann v. Liechtenstein mitVollmachten nach Wien; Napoleon war in Schönbrunn . Am 14. Oct. früh wardder Friede in Wien vom Herz. v.Cadore abgeschlossen, nachdem Napoleon s. Fode-rung von 100 Mist. Eontribution auf85 vermindert hatte. (Vgl. die von

Bourrienne.) Östreich trat ab: 1) Salzburg, das Innviertel und fast die Hälftedes Hausruckviertels, die Napoleon Baiern zutheilte; 2) Görz, das östr. Friaul ,Triest, Krain, den villacher Kreis von Kärnthen, Kroatien am reckten Sauuser undDalmatien, aus welchen Napoleon das Generalgouvernement Illprien bildete; 3)die Herrschaft RäzunS in Graubündten; 4) an den König von Sachsen einige böh-mische Enclaven in der Oberlausih; 5) an dasHerzogthum Warschau : Westgali-zien mir Krakau und Zamoscund die Gemeinschaft an den Salinen von Wieliczka ;6) an Rußland : das östliche Stück von Ostgalizien mit 400,000 Seelen. Fernerbestätigte der Friede die von Napoleon den 24. April zu Negensburg verfügte Auf-hebung des deutschen Ordens in den Rheinbundsstaaten, wodurch Mergentheim ,das dem Erzherzog Anton als Deutschmeister gehörte, an Würtemberg kam. Öst-reich verlor durch den wiener Frieden seine südliche und westk. Militairgrenze, 215tHD!, mit 3,505,000 E., und seine Seehäfen; doch ward ihm Aus - und Einfuhrin Fiume gestattet. Es mußte Napoleons Einrichtungen in Spanien, Portugal und Italien (hier hatte Napoleon durch ein Decret von schönbrunn den 17. Mai1809 den Kirchenstaat mitFrankreich vereinigt) anerkennen, und demSperrsostemgegen England beitreten. Die östr. Monarchie bestand jetzt nur noch aus 9353IHM., mit 20,738,000 E. Dieser Friede dauerte bis zum 17. ?lug. 1813. Überdie Geschichte des Kriegs von 1809 vergl. man: „Das Heer von Inneröstreich",und des Gen. Pelet „Vlcm. ,<uii in zueile de 1809 en 4Uen>:<2»<: elo." (PariS 1824, 2Bde.; deutsch vom Gen. v.Theobald, Stutkg. 1825, 2Bde.). >v.

Wiese. Natürliche Wiesen sind seit langen Jahren bestehende Grasplätze;künstliche sind mit Futterkräutern, besonders perennirenden, bebaute Felder. Nachder Benutzung unterscheidet man ein-, zwei - und treischürige Wiesen, je nachdemsie 1, 2 oder 3 Mal jährlich gemäht werden. Hochgelegene und trockene Wiesenmuß man wässern; niedrige, feuchte und deßhalb viel saure Pflanzen erzeugendemüssen durch Abzugsgräben trockener und süßer gemacht werden. Außerdem ist es sehrnützlich, die Wiesen alle 2 oder 3 Jahre mit Düngesalz , GypS, Kalk, Asche, Schlammu. a. Düngung zu bestreuen. Von vorzüglichem Nutzen ist die Asche, die man beimoosigen Wiesen mit Kalk mengt. ÜberWiesenbaus. desHerzog« v.Bedsord u.B.Slnclair's„IIortu8 Arai»ineu8 vv»burnci>5>8", deutschb.Eotta 1826, m.Steindr.

Wight, eine zu Hampshire gehörende Insel (9 HW., 27,000 E.) im §a-nal, der England undFrankreich trennt, in einer geringen Entfernung von der engl.Küste. Sie ist auf allen Seiten durch Felsen, Klippen und Festungswerke gegenAngriffe gesichert. Der Fluß Medham oder Mekika theilt sie. Die Insel ist we-gen der gesunken, milden Luft und wegen der großen Fruchtbarkeit an Getreide be-rübmt; sie ist die Kornkammer für die westl. Grafschaften Englands. Beträcht-liche Schäfereien liefern eine gute Wolle, welche alle roh nach England gebrachtwird. Auch giebt es hier viel Hasen und Kaninchen und einen Überfluß an Fischen.Die Insel ist in 52 Kirchspiele getheilt und hat 4 Städte. Die vorzüglichste dar-