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Zwölfter Band. W bis Z.
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Wind

endigten Ausg. (Dresd . 1808 —17, 7 Bde.). Nächstdem ist zu W.'S Kenntnißzu empfehlen Göthe's treffliche Schrift: „Winckelniann und sein Jahrhundert".Über s. lranr'aen Tod gibt ein? kleine Echrift: „Winckelmann's letzte Lebenswo-che", herauSgezeb. von Rosetti (DreO. 1818), genaue ^Nachricht. Ewen Nach-trag zu der biozr. und liter. sffotiz von Winckelmann hat Gurlikt (Hamb . 1820) ge-gebn!. Rosetti hat ihm in Trieft 1820 ein Denkmal errichtet, vom veneiian. Bild-hauer Ant. Bosa verfertigt, und beschrieben und abgebildet in der Schrift: „l>>u n innbeln> HIN in Isticto" (Lened. 1823. 4.), die auch W's letzteLebenswoche enthält. Sickler hat vorgeschlagen, durch Ausgrabungen in OlympiaKnnüsch'tze für ein Museum zu sammeln, das W.'s Denkmal sein soll. UngedruckteBri te von W. an den Grafen v. Schlaberndorf stehen im „Llt. Conv.-Bl.", 1821,Nr. !42.

Wind. Die den Erdball überall umgebende Luft zeigt, gleich allen flüssi-gen Körpern, ein beständiges Bestreben, sich inS Gleichgewicht zu setzen. Wirddies Gleichgewicht irgentwo gestört, etwa durch Kälte, welche b kanntlich die Luftzusammen!! ht. oder durch Wärme, welche sie ausdehnt, so strömt die benachbarteLuft. !«r Wi. derherst llnna diese- Gleichgewichts, herbei; das ist die nächste undgewöhnlichste NrOiche der Winde. Damit verbinden sich andre Umstände, um s,hr.merkwür'ig-' Erscheinunaen hervorzubringen, nanienilich der zwischen den Wende-kreisen herrschende, beständig? Ostwind, der den Seefahrern so bekannt >st. daß. umvon Europa nach Amerika zu segeln, man erst bis zur Region dieser Winde kinauf-schiffr, und, sich ihnen überlassend, den Ocean dann in g rader Linie durchschnei-det. D e Ursache dieser Winde ist in der vereinigten Wirkung der Sonnenwärmeund der Umdrehung der Erde, welche bekanntlich in der Richtung geg-w Ostenvor sich geht, zu suchen. Die stärkere Erwärmung der Luft zwischen den Wende-kreisen bewirkt ein beständiges Zuströmen kälterer Luft aus den Polarge^enden, alsovon Punkten, welche bei der Umdrehung der Erdkugel einen mindern Schwung er-leiden als die Aguatorialgegenden. (Dgl. A bp lattung der Erde.) Bei derAnkunft in den letztere, bringt die Lust diese mindere Geschwindigkeit mit, dergestalt,daß das mit der roiirent.n Erdkugel gegen Osten fortgeführte Schiff sich an dieseweniger geschwinde Luft stößt, o"er, weil die erstere Bewegung vom Schiffer nichtempfunden wird, einen von Osten webenden Wind erfährt. — Außer diesen be-ständigen Wind-m gibt es p.rwdische Winde, wohin besonders die Pasiatwinde(Mouffons) gehören, die auf einigen eingeschränkten Meeren zwischen den Wen-dekreisen eine Zeit des Jahres hindurch nach dieser, in der übrigen Zeit aber nachentgegengesetzter Richtung w-hen, und deren Ursache in der Modisication der an-g führten Hauptunistände durch Localitäten gesucht werden muß. — Zn unsernGegenden kennt man bekanntlich nur unb ständige Winde, die sich von jenen be-ständigen und zugleich gelinden und gleichförmigen Winden auch noch durch dieVerschiedenheit ihrer LNüke unterscheiden. Hat der Wind eine Geschwindigkeitvon 40—OO Fuß in der'S.cunde. so wird er Sturm, darüber, Orkan. Derglei-chen Orkane pfl gen in den heißen Erdstrichen, wo die hohe Temperatur ihre Erzeu-gung begünst'gt. außerordi niliche Verwüstungen anzurichten '). — Ebenso furcht-bar m ihren in chanischen Wirkungen zeigen sich die Wirbelwinde, welche auseiner Luftsäule bestehen, die sich mit Gewalt um ihre Axe dreht und zugl.ich eine

*) Zu einer Secunde bar der gelinde angenehme Wind s-olie tzri-e) die Geschwin-digkeit von in engl. Schuhen; der lebhafte Wind (venl ti-Aft) die von 2 ,» Sch., derstarke 'Wind (v. Ze-wü t>ai!> die von 50 «cd., der heftige 'Wind (v. violent) dievon zu Sän, der stürmische 'Wind trör-violent) die von 7«, Sch., der Sturm(temc-öte- die von 80, der heftige Sturm (gr»ncle lempete) die von 100 , der Or-kan (oursg->n) die von 120 , und ein Orkan, der Baume und Häuser umstürzt, dievon läo eugi. Schuhen.