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Zwölfter Band. W bis Z.
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Windbüchse Windrose 329

fortgehende Bewegung hat, und die Wasserhosen (s. d.), gleichwie andrerseitsdie gesundheüzerstorenden Einflüsse des in Italien wehenden Sirocco, desSam inArabien u. s. w. aus Reistbeschreibungen bekannt sind. Darüber darf nian je-doch nickt vergessen, daß sie auch eine sehr wohlthätige Wirkung hervorbringen,indem ohne sie das Luftmcer bald in einen stinkenden Sumpf verwandelt werdenwürde, und es ist, bei der höchst wichtigen Rolle, welche sie in der Ökonomie derNarur spielen, nur zu beklagen, daß uns die Meteorologie über ihre physische Naturso wenig Befriedigendes zu sagen weiß. Ausführlicher hierüber verbreitet sichMayer in s. „Lehrb. der plnss. Astronomie, Theorie der Erde und Meteorologie"(Gott . 180K mit Kpsrn.) u. LampadiuS'S ,,Grundriß der Atmvsphärologie" (Freib.1806). Eine umfassende Sammlung oller Beobachtungen über die verschiedenen,auf der Erde harschenden Winde, Fluten u. s. w. aber hat man von Romme:,,'Iubleau rles venie. stör »i-iioos ctu. '»r tonir-! le- iiior, rlu gstulin; »vuuckes inlloxinu!! ;»> aes pliniu-inenox" (Paris 1806, 2 Bde ). I), >.

Windbüchse, ein Schießgewehr, welches <o eingerichtet ist, daß starkverdichtete Luft die Kugel, statt des bei andern bewehren nöthigen Pulvers, fort-treibt. Schon in der letzten Hälfte des 15. Jahrh, gab es Windbüchsen. Im17. Jahrh, winden sie häufiger, und in Nürnberg feriio'e man sie ow unter demNamen Wintkanonen in einer Grösse, daß sie Ipfündige Kugeln 100 Schritte miteiner Stärke trieb,«, ein 2 Zoll dickes Bret zu durchbohren. Das Wesentlichste,wodurch sie sich von andern Büchsen untersch. iden, ist die Wintkammer, der Be-hälter, wo die eingepumpte und cvinprimnie Luft aufbewahrt wird, bis ein Ventildieselbe in der Menge heraus'ässt, als im» Fortwe hen einer Kugel gehört. Egversteht sich, daß man da mehr als ein Mal losschießen kann, ehe wieder neue Lufteingepumpt wird.

Windharfe, s. Äolsharfe.

W i n d i s ch g r ä h. Weri md, Herr zu Gräh, im Lande der Wenden oderWindischgräh, der am Ende d. II. Jahrh, lebte, ist der Stifter dieses Hauses.Es theilt sich in 2 Linien. Die ältere, die Ruprechtsche, erlangte 1804 die reichs-sürstl.Würde, indem ihre Herrschaft Eglofs (I^s^M., mit 1500 Einw.), nebstder Herrschaft Siggen, die in Schwaben von den vorarlbergischen Herrschaftenumgeben liegen, zu einer Reichsarafschafl mit dem Namen Windischgräh erhobenwurde. Dieses Län^chen wurde 1806 medial,sirt und steht jetzt unter würtemberg.Hoheit. Die Familie ist katholisch. Der Fürst Alfred, Frech, zu Waldstein undim Thal, g b. 1787, commandirle als Ob.rster das k. k. Kürassierregjmenk Groß-fürst Konstantin. Das Haus b. sitzt noch mehre Herrschaften in Östreich undSteiermark , z. B. Tacho» u A. Auch hak es mit der jünger«, der gräss. Si-gismunl sch. Linie, gemeinschaftlich das Oberst Erbland-Stallmeisteramt in Sieier-mark und die Mognaienwürte in Ungarn ,

Windkugel, Äosipile, ein kugelförmiges Gefäß von Metall mit einerRöhre von enger Öffnung, in welchem man etwas Wasser b s zum Sieden erb'tzk,dessen Dampf dann mit einem lebhaften Zischen aus l eni Schnabel dringt, Dieältere Phpsik wollte durch dieses Experiment die Entstehung d-r Winde erk ören,ohne jedoch mir dieser Erklärung viel Glück zu machen, da in der Natur ein gleichhoher Temperaturgi ad nicht eintritt (Vgl. Wind)

Windmesser , Windfahne s. Anemoskop.

Windrose oder Lchifförose ist ein Th il des Comyasfes (s. d.).Man nennt nämlich so die den Horizont vorst llende und nach 32 Windstrichen ein-geheilte Scheibe des Compcss.s, wei' sie einiae Ähnlichkeit mit einer Ro^e hat.Nach e nein gew ssm Striche seine Faki t n hiiien, he'ßr dah?r so viel, als nacheiner der 32 gedacht n Eompaßlinien den Lauf des Ech ffes einrichten. Die 4 Ge-genden, Nord, Süd, Ost, West, welche die Scheibe oder den Horizont in Q.uar