Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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brauten theilen, heißen Hauptgegenden, die kleinern Abtheilungen Nebengegenden.Jede der 4 Hauptgegenden wird in 2 gleiche Theile getheilt, und die Benennungjeder dieser ersten Nebengegenden wird aus dem Namen der beiden Hauptgegenden,zwischen welche sie fallen, zusammengesht, deck so, daß Norden und Süden alle-zeit vorangehen; sie heißen daher Nord-West (A. Nord-Ost (X. O.), Süd-West (8. n .), Süd-Ost (8. o.). Diese 8 Gegenden werden ferner in 2 gleicheTheile geiheilt, und es entstehen nun 8 neue Nebengegenden: Süd-Süd-West,West-Süd-West, West-Nord-West, Nord-Nord-West, Nord-Nord-Ost,Ost-Nord-Ost, Ost-Süd-Ost, Süd-Süd-Ost. Der Bogen des Horizontsoder die 16 Gegenden werben noch ein Mal in der Mitte abgetheilt, und es ent-stehen nun noch 16 Nebengegenden: Süd, gen Westen, Süd-West gen Sü-den u. s. w.

Windsor , ein königl. Schloß, auf einer Anhöhe bei dem StädtchenWindsor ant südl. Ufer der Themse , in der engl. Shire oder Grafschaft Bert. Einesteinerne Brücke führt über die Themse zu dem am andern Ufer liegenden DorfeEton, berühmt wegen seiner lat. Schule. Die Stadt Windsor ist klein und bietetkeine Merkwürdigkeiten dar. Bloß das Schloß zieht die Reisenden dahin. Wil-helm der Eroberer erbaute dasselbe kurze Zeit nachher, als er sich zuni Herrn vonEngland gemacht hatte. i^dpäter erwählte Eduard I. es zu seinem Aufenthalte, undEduard lll., welcher hier geboren wurde, baute e« nach einem neuen Plane präch-tiger. Auch Karl ll. wendete viel auf die Verschönerung von Windsor , und seit sei-ner Zeit blieb es der Lieblingsaufenthalt der Könige von England und ihre gewöhn-liche Sommerwohnung. Das Schloß, von einem ehrwürdigen, aliertkümltchenAnsehen, hat 2 Höfe, welche durck den sogen, runden Thurm, die Wohnung desCommandanten, von einander getrennt werden. An der Nordseile des obern Hofesbefinden sich die Staats- und Aiidienzzimmer, an der Ostseike die Zimmer derPrinzen, und gegen S. die der vornehmsten Kronbedienten. Der untere Hof istwegen der St.-Georgencapelle merkwürdig, worin früher Georg IU. alle Mor-gen in den Wochentagen seine Andacht hielt. Die verschiedenen Säle und SiaakS-zimmer zieren Tapeten und Malereien von verschiedenem Werthe. An allen ist dieWirkung der Zeit sichtbar. Der merkwürdigste unter den Sälen ist der 1 80 Fußlange St.-GeorgSkaal, der zum Speisesaal kür die Ritter des Hosenbandordens beifeierlichen Gelegenheiten bestimmt ist. Er ist mit Freskomalereien von Verrio ver-ziert, welche die ganze Länge des Saales einnehmen und Scenen aus der britischenGeschichte darstellen. Am Ende desselben steht der königl. Thron, und über diesemdas St. -Georgenkreu; in einer Glorie, umgeben mit dem von Amoretten getrage-nen Strumpfbande und t>r bekannten Inschrift: „ll»,,,,^ rnil gni »>alg ,>rnsc".In einem Zimmer, nicht weit von diesem Ltaale, liegt auf einem Tische die in Weißund Gold gestickte Fahne, welche der jedesmalige Herzog v. Mailborough jährlichani 2. Aug., am Tage der Schlacht von Dlenheim, nach Windsor bringen unddort niederlegen lassen muß, widrigenfalls er s. Recht aufBlenheim verliert. Solange Mitglieder der königl. Familie im Schlosse von Windsor anwesend sink, wehtvon dem Thurme die grosse engl. Flagge, die man schon in weiter Entfernung vondem Schlosse erblickt. Der schönste Punkt von Windsor -Castle ist die große, inihrer Art einzige Terrasse. Sie erstreckt sich längs der östlichen und eines Theilsder nördl. Seite des Schlosses, ist 1870 Fuß lang und von verhältnißmäßigerBreite. Die Aussicht auf die Themse , welche sich durch eine der reichsten Land-schaften hüssch'ängelt, aus die mannigfaltigen Landhäuser. Dökfr und Flecken, dieihre User beliben, auf den parkähnlichen Wald von Windsor und die in der Näheliegenden Gürt n, ist über alle Beschreibung schön und reizend. Nicht im eigent-lichen Sch'oss- von Windsor wcchnt die königl. Familie, sondern in einem modernenGebäude, welches der südl. Tcrrasse gegenüberliegt. Hinter diesem Gebäude dehnt