Wisbaden
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bringung angewandten Kraft tm Verhältnisse stehen. Diese Sätze dringen sich demVerstände auf; woqegen über Das, was man unter Größe der Kraft zu verstehenhabe, ein müßiger Streit geführt worden ist. Von der Wirkung (elli-okn-) ist dieFolge (aousk-guentia) im philosophischen Wprachgebrauchc unterschieden. Darunterversteht man Das, was aus einem Grunde (eakio), welcher nicht, wie die Ursache,nach dem Wodurch? sondern nach dem Warum? fragt, erkannt wird.
Wisbaden (Wiesbaden), eine dem Herzoge von Nassau gehörigeStadt, die wegen ihrer Bäder berühmt ist. Sie liegt auf einer kleinen Ebene, nachS. und O. von Wiesen und fruchtbaren Getreidefluren, n. N. von sanft sich erhe-benden Rebengeländern umgeben, durch hohe Waldgebirge vor rauhen Windengeschützt. Um die Stadt her ziehen sich große Gemüse: und Obstgärten, und aufallen Seiten sieht man freundliche Meierhöfe oder anmuthige Dörfchen. Wie hatgegen 800 größtentheils gutgebaute H. und gegen 4600 Einw., ist lebhaft, mitbreiten, reinlichen Straßen und gutem Pflaster versehen, und mitten in der Stadtbefindet sich eine mit Hecken und Alleen umgebene Esplanade, die zu Spaziergängendient. Don dem alten Schlosse ist noch etwas Mauerwerk übrig; das neue Schloßerbaute Joh. Ludw. v. Nassau gegen das Ende d. 18. Jahrh. Die herzozl. Biblio-thek, welcher Weihe! vorsteht, zählt über 27,000 Bde. Das Rathhau» ist wegender in Holz gearbeiteten und anderer Verzierungen sehenswerth. Die Länge des 'geschmackvollen neuen Tursaals beträgt 350, die Tiefe 170 Fitß, und 58 inländi-sche Marmorsäulen tragen ihn von Innen und Außen. Die Römer kannten schondie mattiakischen Quellen, und noch bemerkt man hier die Spuren des von Drufuserbauten Tastells auf dem Kirchhofe; auch hat man Überreste römischer Bäder undalte Grabmäler um die Stadt herum entdeckt. Schon die Karolinger hatten hiereine Pfalz , welche Karl d. Gr. oft bewohnte. Otto d. Gr. erhob 965 Wisbadenzur Stadt. Wisbaden zählt 14 warme Und 2 kalte Mineralquellen. Die heißesteQuelle hat I5l° Fahr. Man benutzt das Wasser weit mehr zum Baden als zumTrinken. Die Stadt hat nur ein trinkbares Wasser, das in Röhren vom schwal-bacher Wege hereingeleitet wird; alle übrige Brunnen der Stadt lind salzig. DerBadehäuser sind 23, mit Ausschluß des Hospitalbades und des öffentlichen bürger-lichenBades; jedes enthält 10—30 Badestübchen, die verschlossen werden können,und deren Boden mit Backsteinen ausgelegt ist. Man bezahlt gewöhnlich für seinBad wöchentlich 1 Thlr. bis 1 Thlr. 12 Gr. Durch Eanäle wird von den Haupt-quellen aus das Wasser in die übrigen Bäder der Stadt geleitet. Die Einw. vonWisbaden sind sehr gefällig und überhaupt Leute von Lebensart. Sie treiben aller-hand bürgerliche Gewerbe, Acker- und Weinbau. Daher fallen sie auch nicht sogierig über die Beutel der Fremden her, wie dies in manchem andern Badeorte ge-schieht. Die Landesbehörden haben auch ihren Sitz in der Stadt. Unter allenSpaziergängen um Wiesbaden her ist die neue Anlage, welche sich vom Herrengartenbis zum ehemaligen Wiesenbrunnen hinzieht und den herrlichen Cursaal umgibt, dieschönste. Aber einen unendlichen Reichthum an großen und schönen Naturscenenhat die umliegende Gegend. Wir nennen hiervon nur die Fasanerie, von einemWalde umgeben, in einem freundlichen Tha'e; Klarenthal , ein ehemaliges Kloster,in dessen Nahe man alte Grabhügel findet; Sonnenbwg, eine alte Burg mit weit-läufigen, malerischen Ruinen; tenGeisberz, von welchem man eine reizende Aus-sicht nach Mainz und dem Rheine hak; Adamsthal, eine schön angelegte Meierei;die Walkmühle, mit recht artigen Anlagen und einem Tanzsaale; das Jagdschloß,,die Platte, wo man eine der reichsten Aussichten in Deutschland genießt; und Bie-berich mit seiner herrlichen Fürstenwohnunz und der ebenso herrlichen Umgebung.Vgl. G. H. Ebhardk's „Geschichte und Beschreibung der Stadt Wisbaden" (Gie-ßen 1817) und 0. Rullmann'S „Beschreibung Wisbaden« und seiner Heilquellen^(Wisbaden 1823).
Wischnu, s. Indische Mythologie.