Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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W.H

Bei dem wahrscheinlichen Tode des Mannes muh, der Beitrag mag aufCapital-vder Contributionssuß geschehen, die volle Summe vorbanden s.in, welche, mitZinsen und Zinsenzins berechnet, erfoderlich ist, um ier Witwe lus zu ihren, wahr-scheinlichen Tode die besiimnite versprochene Pension zu v-richaff-n. — Die Si-cherheit einer Witwencassenanstalt beruht hauptsächlich als der dubei zum Grundegelegten Berechnung der Wahrscheinlichkeit der Sterblichkeit. Diele Wahrschein-lichkeit ist von mehren Schriftstellern, insbesondere von Süßmilch (, Die göttlicheOrdnung des menschl. Geschlechts rc.") in Tabellen barg,stellt worden; wie richtigindessen auch diese Tabellen hinsichtlich der Sterblichkeit überhaupt sein mögen, sohatte man doch Unrecht, sie unbedingt bei den Witwencassen zum Grunde zu 'egen;denn 1) bei diesen Anstalten sind die Witwen gewchn'ich eine ausgesuchte Anzahlgesunder Wctber, aus welche die Strrblichkeit der Weiber im Allgen einen nicht an-wendbar ist; 2) haben die Frauen die Zeit ihrer möglichen Schwangerschaft über-standen, so tritt bei ihnen eine ganz andre Sterblichkeit lin; 3) die beigebrachtenGesundheitSschelne der Ehemänner beweisen wenig: die Sterblichkeit unter den Ehe-männern, welche einsetzen, ist größer als die Sterblichkeit untcr dem männlichen Ge-schlecht überhaupt. Es ist daher zur Vermeidung einer fehlerhaften Berechnung indieser Hinsicht von Krilter folgender Grundsatz aufgestellt und auch bei verschiede-nen Anstalten der Art zur Richtschnur angenommen worden: Besteht eine Wit-wencasse aus 2000 Theilnchmern, welche nn Durchschnitte 40 Jahre, und derenFrauen 32 I. alt sind, und werden jedes I. 200 neue Mitglieder ausgenommen, soergibt sich gegen das 50. I., wann der erste Stamm von 2000 Theilnehmern mitihren Frauen als völlig ausgestorben angenommen werde» kann, folgendes Verhält-niß der höchsten und beständig sich gleichbleibenden Zahl der Wil wen, welche Pensio-nen erhalten, und der Personen, welche beitragen, nämlich 3:5, d. h. 5 Interessen-ten müssen so viel beitragen, als 3 Witwen Pension erholten. >— Wiiwencassen,welche ihre Versprechungen nicht halten können, sind in der Regel nur dadurch vomgänzlichen Untergänge zu retten, daß mit den The lnehmern wegen einer Verminde-rung der Pension übereingekommen wird. Noch ist zu bem rken, daß ^ei-gleichen An-stalten nicht gerade den Armen zugul kommen, auch nicht sehr von Sparsamen ge-sucht werden können, weil man durch Privaisparsamkeit zwar nicht eine gleich großeRente seiner künftigen Witwe zusichern kann, aber auch dabei nicht Gefahr läuft,das Ganze zu verlieren, wenn die Frau früher stirbt; daher sind dieselben hauptsäch-lich da zu empfehlen, wo bei den Ehemännern wenig Sparsamkeit zu erwarten ist.Vollständige Belehrung findet man in „krolieiicitrcmons sui los eUeblisseenen»piublios Lnloules sou« >a ciireLtion ciel.eonli, h.uler, psr bir. I u,s", deutsch vonKritker (Altenb. 1782, 4.); Kritter's „Auflöst der wichtigst. Fragen üb. dieErricht.dauerhafter Witwencassen" (Gött, 1768); Dessen „Plan der neuen Einricht. derbrem. Witwenpfleggesellschaft" (1787, 4.); Karsten's,,Theorie von Wuwencassen"(Halle 1784); Teiens'S „Einleit.zur Berechn, der Leibrenten" (Lpz. 1785 u. 1786,2Thle.); Dcffn „Nachr. von dem Zustande d.Wilwencasse zu Kopenhagen 1797"(Kopenh. 1803); Florencourt's „Abhandlungen aus der jurist. und polit. Rechen-kunst, mit e. Vorrede von Käsiner" (Alicnb. 1781). Xbl.

W i tz. Der Witz, als Eigenschaft des Subjects, ist eine auf vorzüglicher An-lage beruhende Fertigkeit, die Ähnlichkeiten an denjenigen Dingen, welche der na-türliche Verstand als verschiedenartige zu betrachten pflegt, leicht, schnell und leben-dig aufzufassen und darzustellen. Da dies Auffinden der Ähnlichkeit Vcrgleichungvoraussetzt, so kann man auch sagen, dei Witz ist eine natürliche Fertigkeit der ver-gleichenden Urtheilskraft im Auffinden solcherÄhnlichkeiien, durch welche die Dingein eine sinnreiche Beziehung ireien, oder kurz ausgedrückt, eine spielende Unheils»kraft. Der Witz ober, als Produkt, bezeichnet den olücklchenund sinnreichen Ver-gleich und was durch denjclbcn biwitki wird, ja lft auch vcisteht man unter dem

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