Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wohlgeinuth Wohnung 8K9

sich im Nationalconvente Dadier, Collot d'Herbois , Billaud de Varennes, Tam-hon, vorzüglich Tallien (s. d.) und Früron gegen RobeSpierre ; der Dictator unds. Anhang wurden geächtet, und Barras's (s. d.) Sieg am 9. Thermidor (27.Zuli), welchen eigentlich der Gendarme Meda entschied, führte am 23. Juli Ro-bespierre, dessen Bruder, Wt.-Iust, Couthon u. A., zusammen 105, auf dasBlutgerüst. Der Convent erlangte jetzt s. Ansehen wieder; die Jakobiner und dieAnhänger des Terrorismus (>.i gueno ,Is k<'l,e8s>'isrrL) wurden vollends besiegt;zugleich gab der Convent dem Wohlfahrtsausschüsse und dem Revolutionsrribunaleeine beschränktere Vollmacht und Einrichtung. Die blutige Willkür hörte auf, undals die neue Verfassung d.28.L)ct. 1794 eine Direcrorialregierung (s. Directo-rium) einführte, löste sich der Convent auf, und in seinem siachbelasteten Grabeversanken zugleich mit ihm die Revolutivnsregierung, das Schreckenssystem undder Wohlfahrtsausschuß. S. „dloinoiio; i»e«lit» clo8si>>urt" (Generalsecret. desWohlfahrtsausschusses, st. 1796) oder „Uövolatinn; pui '.oe.', -laus !o, cartou;(>e k.ilut ;,ub>,u et tle 8uretö ßourrulo" (2. A., Paris 1824), Die „älö,r>. bis-Ioiigne.8 ,Ie äl. <Io Ig Vu88rerc" (Legendre's Geheimschreiben) erzählen, wie sinn,reich dieser em plove !>n Onniile cle Salut ;»ul>lic eine Menge Verhafteter der Verur-theilunq entzog. S. Meda's „ftrüois stu 9 slwrinickor" (Paris 1825). bö.

Wohlgemulh (Michael), geb. in Nürnberg 1434, gest. daselbst 1519.Wenn auch dieser Künstler durch s. Werke weniger bekannt wäre als er es ist, soverdient er doch schon als Stifter der nürnberger Schule und als Lehrer des nochberühmter gewordenen Albr. Dürer , der ihn noch, als W. 82 Z. alt war, malte,genannt zu werden. Zu s. Zeit war er der beste Maler Nürnbergs , welches aufder Burg einige Werke und in der Moritzcapelle 4 Werke: den h. Georg, die h.Katharina, Rosalia und Zoh. d. Täufer, sämmtlich mit Rückseiten, besitzt; die-selben befanden sich ehemals am Hauptaliare der Augustinerkirche. Auch die zwi-ckauer Hauplkirche hat Bilder von ihm; das bewandertste Werk von ihm aber besitztdie Stadt Schwabach unweit Nürnberg . Nach Einigen soll das jüngste Gericht inDanzig von ihm sein. Die wiener und Münchner Galerien besitzen ebenfalls schöneWerke von ihm. Und wenn auch die trockene, harte Zeichnung, die die deutschenKünstler jener Zeit alle haben, bei W.'s Arbeiten vorwaltet, so ist doch der Far-benglanz, der kräftige Charakter in allen Figuren, die richtige Coniposilion dersel-ben nicht genug zu rühmen. 2»Privat- und dffenil. Sammlungen wird inzwischenManches als s. Werk ausgegeben, was nicht als solches zu erweisen ist. Wie die meistens. Zeitgenossen war er zugleich Holzschneider und Kupferstecher. Vorzüglich von ihmgefertigte Blätter in Holzschnitt enthält die 1493 erschienene Chronik von Nürnberg .

Wohnung. Obgleich die Wohnung, in welcher man s. längste Zeit verlebt,einen sehr großen Einfluß auf die Gesundheit der Menschen haben muß, so wirddennoch bei der Wahl und der Einrichtung der Wohnungen auf die Umstände, wel-che der Gesundheit schädlich oder nützlich sind, gerade zuletzt Rücksicht genommen.Überdies sind auch die Umstände, welche schaden, so zahlreich, daß sie kaum alle zuvermeiden sind, und eine Wohnung, welche gar keine Krankheitsursachen enthält,kaum gefunden wird. Wir wollen diejenigen, welche am häufigsten vorkommen, an-führen. Eine mäßige Anhöhe, auf der sich die Woknung befindet, ist nützlich, einezu große ist schädlich. Wohnungen, die sich auf großen Ebenen befinden, sind allenden mannigfaltigen Veränderungen unterworfn, welche hier in der Luft, den Win-den, dem Boden :c. vor sich gehen. Befinden sich dieselben in dichte,: Wäldern, so iibder Luftzug nicht frei, derBoden, der immer feucht bleibt, schrd-r; am schädlichstenaber sind Sümpfe in der Nähe der Häuser. Der Aufenthalt am M -ere wird nuraus zufälligen Ursachen schädlich, an sich ist er es nicht. Außer den Überschwem-mungen macken auch Erdbeben und Schneelcvinen manche Wohnung sehr gefähr-lich. Die Städte werden durch hoche Mauern, welche sie umgeben, enge und»