Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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391
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Wrede

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nebst 2 bsireich. Divisionen, zuerst den 14. Oct. in dem Tavaleriegefechte bei Fried-richsfelde am Neckar auf den Kampfplatz führte. Auch in mehren andern Gefechtenund Schlachten der Feldzüge 1799 u. 1800 zeigte Obrist W. s. richtigen milit. Blickund eine kraftvolle Thätigkeit. Er ward 1800 Generalmajor, deckte in diesem Feld-zuge den Rückzug derOstreicherund kämpfte die Schlacht bei Hohenlinden mit. Nachdem Frieden arbeitete er mit an der neuen Gestaltung des bair. Heers und wurde 1804Generallieutenant. 1805 erhielt er, an des verwundeten Gen. Deroy Stelle, denOberbefehl über das im Felde stehende bairische Heer. Bon jetzt an beginnt seineglänzende militairische Laufbahn. Der Umschwung, den da« bairische Heer in Ver-bindung mit dem franzöf. erhielt, sagte seinem lebendigen Geiste zu, und der Feld-zug von 1805 gab ihm vielfache Gelegenheit zur Auszeichnung. Im März 1806erhielt er das Großkreuz der Ehrenlegion. 1807 befehligte er an der Seite de«bairischen Kronprinzen, jetzigen Königs, in Polen , und 1809 die 2. Division desbairischen Heeres, mit welcher er an den Siegen bei Abensberg und Landshut ei-nen nicht geringen Antheil hatte. Er verfolgte dm Feind über die Isar und rettetein dem Treffen bei Neumarkt (Besseres gegen Hiller) das schon geschlagene Heer.fjber Salzburg . das e» schnell eroberte, brach er in Verbindung mit den andernbairischen Heerführern in Tirol ein und besetzte nach wenigen Tagen Innsbruck .Als man Tirols Unterwerfung vollendet glaubte, zog er sich über Salzburg undLinz in Eilmärschen nach Wien , und gab durch sein pünktliches Eintreffen derSchlacht bei Wagram den Ausschlag, wobei er eine leichte Wunde erhielt. Er triebden Feind bisZnaim, und kam nach erfolgtem Waffenstillstände nach Salzburg zu-rück. Die in Tirol von Neuem ausgebrochenen Unruhen zwangen ihn, seine Trup-pen noch einmal in diese Gebirgsschlünde zu führen. Nach dem Frieden ernannteihn Napoleon zum sranz. Reichsgrafen und dotirte ihn im Innvieriel mit Mond-see, Engelhardszell ic. Zum Gen. der Cavalerie ernannt, führte er mit Deroy 1812 die Baiern nach Rußland. Er focht in der Schlacht bei Polotzk , und über-nahm, als beim Vordringen Wllgenstein's Marmont und Gouvion Äk.-Eyr ver-wundet waren, und auch Deroy siel, den Oberbefehl, worauf er die Flucht des auf-gelösten sranz. Heeres deckte, und am 6. Dec. den Rest seines Corps über die zuge-frorene Wilia bei Danuschev führte. 1813 führte er das neugebildete bairischeHeer am 1.2. Aug. aus dem Lager von München an den Inn . Nachdem er hierlange den Östreichern gegenüber gestanden hatte, schloß er am 8. Oct. den Vertragvon Ried, wodurch sich Baiern den Verbündeten anschloß, übernahm hierauf denOberbefehl über dar vereinigte bairisch-«streich. Heer, und führte dasselbe mit äu-ßerster Schnelligkeit vom Inn an den Main. Er hatte Würzburg erobert, Frank-furt schon besetzen lassen, als Napoleon mit seinem Heere auf dem Rückzüge ausSachsen bei Hanau ankam. Hier lieferte W. demselben am 30. und 31. Oct. dieSchlacht (s. Hanau ), in welcher er schwer verwundet ward. Nach seiner Wieder-herstellung eilte er zu seiner Armee nach Frankreich , wo er das 5. Armeekorps be-fehligte; er nahm Theil an der Schlacht bei Drienne (l.Febr. 1814) und eroberte23 Kanonen. Hierauf schlug er Marmont bei Roeny, drängte Oudinot beiDon-nemarie zurück, deckte den 18. Febr. fg. den Rückzug de« großen Heere« von TroyeS ,entschied dann den Sieg bei Dar sur Aube, und trug zu dem bei Arcis für Aube(21. März) viel bei. Auf dem Schlachtfeld« bei Bar sur Aube erhielt er den St.-Georgsorden 2. Classe. Sein König gab ihm d. 7. März 1814 den Feldmarschalls»stab und erhob ihn (9. Juni 1814) zum Fürsten . Hierauf verlieh er ihm unddem jedesmaligen Chef des Hauses, am 24. Mai 1815. das im Nordgau liegend^Ellingen («Sladt und Schloß niit 19 Dörfern und 16 Weilern) als ein Fürsten-thum und Thron - und Mannlehn, unter bairischer Hoheit. Diese Belohnungward ihm zu Theil für den von ihm mit dem Fürsten v. Metternich unterhandeltenund den 3. Juni 1814 zu Paris unterzeichneten Vertrag, nach welchem Barern