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Wright
neu und in 35 Jahren (1676 —1710) herrlich vollendet: ein Werk, das nach derPererskirche zu den vollkommensten Denkmälern der neuern Baukunst gehört. Ei-ner seiner Nachkommen hat 1749 9 verschiedene Plane von W. herausgegeben,welche die Grundrisse der St.ttPaulokuche darstellen. Irrig ist die gewöhnliche An-gabe, daß W. die Peterskirche zum Muster genommen habe; der Plan war ganzseine eigne Erfindung; hingegen har man noch das Modell eines Altars aus der Pe,terskirche, das er ausführen wollte, wenn sein erster Entwurf wäre angenommenworden. Das sogen. Monument in London , oder die Säule zum Andenken desBrandes in London , ward l67I angefangen und in 6 Jahren ausgeführt, eineprächtige canelirte dorische Säule, die auf einem 40 Fuß hohen, mit Basreliefsverzierten Postamente steht und 202 Fuß hoch ist. Inwendig führt eine schnecken-förmige Treppe von 345 schwarzen Marmorstufen zum Gipfel, wo nach W'SPlane 2 Statuen von Bronze stehen sollten, die eine d'n König Karl 11., der dieBürger zur Erbauung der neuen Stadt ermunterte, und die andre, eine weiblicheGestalt, die gerettete Stadt vorstellend. Später aber stellte man eine schlechte Vasedaraus und umbauete es überdies von alle» Seiten mit unansehnlichen Häusern.Man zählt über 60 Kirchen und öffentliche Gebäude, die nach W.'s Plan und un-ter seiner Aussicht von 1663— 1718, während welcher Zeit er Oberausseher allerkönigl. Bauten war, vollendet wurden. Außer ten genannten Werken gehören zuseine» vorzüglichsten der neuere Theil des Palastes Hamptoncourt, der Palast -uWinchester, das Theater zu Dpford, die Kirche zu St.-Stephan Walbrook, dasSpiral zu Chelsea, und ein Flüg'l des herrlichen Spikalpalasfts für die Matrosenin Greenwich . Er setzte seine Arbeiten bis in sein 86. Jahr (1718) fort, wo erdurch Hof. änke verdrängt wurde. Seitdeni lebte er abgeschieden und den Wissen-schaften ergeben, in seinem Hause zu Hamptoncourt, und kam nur zuweilen nachLondon , um über die Ausbesserung der W.stminsterabtei die Aufsicht zu führenund sich seines groß »Werkes, der Paulskirche, zu freuen. Seinem Sohne über-ließ er es, den letzten Stein auf die Kuppel derselben zu legen. Seine Kräfte nah-men jedoch schnell ab. und wahrscheinlich trug der Unmuth. den der Greis über desKchmzs unqrofimüthiges Betragen empfand, nicht wenig bei, ein Leben abzukür-zen, das Mäßigkeit und Arbeitsamkeit so weit über die gewöhnliche Grenze hinausverlängert hatten. Er starb 1723 an den Folgen einer Erkältung, die er sich aufder» Wege vonHampwncourt nach London zuzog. Man fand ihn todt in s. Stuhle,wo er sich nach dem Essen zum Schlafen niedergesetzt hatte. Er ward in der Pauls-kirche begraben, deren Bau er begonnen und vollendet, und s. Grabmal bezeichnetdie schöne Inschrift: „8i ,„>>nu,»oulnni regulrii— c>reuni<ip>«o". Er warPräsident der königl. Gesellschaft. 2 Mal Mitglied des Parlaments und lange auchGroßmeister der großen Freimaurerloge. Über s. Antbeil an der Wiedergeburt derFrrimaurerverbindung vgl. Freimaurer. Sftnc nachgelassenen Werke und s.Zeichnungen wurden von seinem Sohne herausgegeben. 'Man verdankt ihm auchmehre Entdeckungen im Gebiete der Naturwissenschaften, unter andern ein Instru-ment zur Bestimmung der Menge des jährl. fallende» Regens; er gab Mittel an,astronom. Beobachtungen mit größerer Genauigkei: und Leichtigkeit anzustellen, undwar der^erste Urheber des Versuchs, Flüssigkeiten in die Adern der Thiere zu spri»tzen. W. des Baumeisters Elmes „älenioies oi tlw iise auck vvoilcs ok8ir (llni-rlvpbor ää,e„" (London 1823, 4.) und die Win^rlipliin kliitannic.n".
Wright (Sir Thomas), ein engl. Schiffscapiiain, der im April oder Mai1804 in tranz.Kriegsgefangenschaft fül. WeilerGeorges und andre Verschworene,z. B. Villeneuve und Picot, den 27. Aug. 1803, dann Armand Polignac im An-fang Der. dess. I., und zuletzt Pichegru, Lajolais, Jules Polignac u. A. am 16.Jan. 1804 auf dem Gestade von Belville anz Land gesetzt hatte, so glaubten Bo-„aparte, Fouche und Real, daß er die Verbindungen und Absichten der Verschwöre-