Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Terxes I.

das Leben an. Er widmete sich dem Staate, in dem er geboren war, und fochtMit seinem Lehrer zugleich im peloponnesischen Kriege. Als der persische Fürst,Eyrus d. Z. — zum Unterschiede von dem Stifter jener Monarchie also ge-nannt— seinem ältern Bruder, ArtaxerxeS Mnemon, den väterlichen Thron strei-tig machte, sendeten ihm die Lacedämonier ein Hülfthecr zu, bei dem sich P. als Frei-williger befand und ein Günstling des Eyrus wurde. In den Ebenen von Babylonverlor Eyrus Schlacht und Leben, aber auch die vornehmsten Anführer des griech.Hülfsheeres blieben in der Schlacht oder wurden durch List gefangen und geiödtet.T. trat jetzt als Anführer an die Spitze des noch 10,000 Mann starken griech. Heers,das sich in einer sehr bedenklichen Lage befand, flößte ihm wieder Muth und Zuver-sicht «in, und führte cö aus Oberasien durch Länder, deren Bewohner größkenthe lsfeindlich gesinnt waren, auf einem gegen 500 deutsche Meilen langen Wege, vonkeiner Reiterei unterstützt, unter tausend Gefahren und Beschwerden nach Griechen-land zurück. Dieser Rückzug ist berühmt in der Kriegsgeschichte; man hat ihn mitähnlichen Unternehmungen in den neuern Zeiten verglichen, aber die Umstände sindim Grunde zu verschieden, um überhaupt einen Vergleich zu gestatten. Zft selbst hatdiesen Rückzug und zugleich die ganze Unternehmung des jüngern ChkiiS in seiner„Tiwbasft" beschrieben, die vorzüglich Zames Rennest geographisch erläutert hat.(Auszugsweise übers. von Alb. Lion, mit Anmcrk., Götl. 1823.) Daß 3r. wirklichder Verf. dieser Schrift sei, hat E. W. Krüger (Vers. der „Vita Xrnopiionlir")ins. Schrift: „1)e uuilieiitii, et iiileuu ilatv ^nabuseon Aeiinplinnteao" (Haste1824), gezeigt. L. begleitete nachher den spartanischen König AgesilauS aufeinemZuge nach Asien gegen diePerser. In der Folge ward er den Atheniensern in Rück-sicht seines Patriotismus verdächtig gemacht und aus dem Gebiete der Republik verbannt. Er lebte nun an verschiedenen Orten Griechenlands, auch zu Korinth ,ganz von öffentlichen Geschäften zurückgezogen, bloß den Wissenschaften, und starbin einem Alter von 81 Zähren. Außer den vorhin erwähnten Werken schrieb ak.„Das Gastmahl der Philosophen", als Gegenstück eines ähnlichen Werkes desPlato, verschiedene kleinere >L)chrislen,,zur Politik, Kriegewissenschaft und Öko-nomie gehörend, eine Geschichte der Griechen in 1 Büchern, als Fortsetzung derGeschichte des Thueydides, bis zur Schlacht bei Mantmea, und das Leben des äl-tern Eyrus, bekannter unter dem Namen der„Cyropädie" (zu.etzt von Poppe undvon Dindorf herausgegeben.) Dieses berühmte Werk ist keine eigentliche Geschichte,sondern mehr historischer Roman; es enthält T. s Grundsätze über die beste Regie-rungsverfassung, eingekleidet in die verschönerte Biographie des größten unter dendamals bekannten Regenten. L. hielt die monarchische Regierungsform für diebeste, und scheint sie seinen Landsleuten annehmlich haben machen zu wollien. >LeinStyl ist überhaupt, und besonders in diesen, Werke, musterhaft und vollendet,seine Sprache durchaus rein. Er ist daher einer von den Classikern, die zum ju-gendlichen Unterricht vorzüglich gewählt werden, obgleich seine Philosoph. Schriftenfür Anfänger nicht geeignet sind. DieGriechen schätzten sein Verdienst als Schrift-steller so hoch, daß sie ihn die griech. Biene und die attische Muse nannten. SeineWerke sind, einzeln und zusammen, häufig Hera, -gegeben und oft übersetzt wor-den. Hfte neuesten AuSg. sind von Schneider und Weiske. — Ein andrer, zu denerotischen Dichtern gehörender 3: euophon lebte gegen den Anfang des 3. Jahrh,n. Ehr., war aus Ephesus geb. und schrieb einen Roman: „Geschichte des Ha-brokomes und der Anthia", welchen Bürger 1115 deutsch überseht hat.

T e r p e s I., König von Peisien, in der Geschichte durch den unglücklichen» Erfolg seines Kriegszuges gegen dieGriechen bekannt, der zweite Sohn des um Per-sen sehr verdienten Darms Hvstaspis (s. d.), wurde seinem ältern Bruder,Artabazanes, der noch nährind des PruaistanlcS des Vaters geb. worden war,durch seiner Mutter Aloffa geheime Mtlwnlung l8b v. Ehr. in der Thronfolge