Zahler Zähne 44l)
Noch gebraucht man hierbei die Abkürzung, daß eine Ziffer linker Hand, jedochunmittelbar an eine andre geschrieben, jene um so viel vermindert, als sie Einheitenhat; es war demnach I V vier, Xl, vierzig, X6 neunzig w. Aufdiese Weise wurde1829 folgendermaßen geschrieben: bllätäOl.XXlX. — Es gehören hierher auchgewissermaßen die Zahlensysteme der Decimal-Duodecimal-Rechnung, dieSexagesimal-Eintheilung, die Systeme der fiqurirten Zahlen (s. d.)oder Reihen der Polygonal- oder vieleckigen Zahlen. Dieses sind besondere Zahlen-reihen, die bei der Lehre der Progressionen abgehandelt werden, aber sehr wenigpraktischen Nutzen haben. ?. 8.
Zahler, s. Nenner.
Zahn e. Unter allen Knochen des menschlichen Körpers sind die Zähne, dieDhrknöchelchen ausgenommen, die kleinsten, aber dessenungeachtet sind sie für dieSchönheit und Gesundheit sehr wichtig. Für die Schönheit, weil die Rundungund Fülle des Gesichts davon abhängt; für die Gesundheit, weil die Speisen vonihnen zuerst zermalmt werden Müssen, und schlechte Zähne schlechte Säfte imMunde zum Begleiter haben, welche sich dann gleich ^nit den überdies unvollkom-men gekauten und also minder leicht verdaulichen Speisen mischen. Zugleich kön-nen mehre Buchstaben ohne die Zähne nicht deutlich ausgesprochen werden, und dieZähne sind daher auch für die Aussprache sehr wichtig. Die meisten Menschen ach-te» auf ihre Zähne viel zu wenig, Weil sie diese Verhältnisse übersehen, und dahergibt es so wenige, welche vollkommen gute Zähne haben. Bei Kindern zeigen sichdie ersten Zähne gewöhnlich im Verlauf oder gegen das Ende des 6. Monats. Hierkommen die ersten Schneidezühne zum Vorschein, denen in dem zweiten halbenJahre die andern Schneidezähne folgen. Die Spitz- und Backenzähne kommenim 3. und 4. halben Jahre. Alle diese Zähne heißen Milch- oder Wechselzähne,weil sie vom 1. Jahre an allmülig ausfallen, um denen zu weichen, die fürs ganz«Leben bleiben sollen. Das Kind hat nur 2V Zähne, der Erwachsene in der Regel32, nämlich 8 Schneide- und 4 Spitz- otvr Eckzähne (Augenzähne); die übrigenheißen Backenzähne, wovon die 2 hintersten die Weisheitszähne heißen, weil siespät, oft erst im 25. Jahre erscheinen. — Jeder Zahn hat eine Krone (so nenntman den außer dem Zahnfleische stehenden Theil), den Körper, den Hals, der vomZahnfleische bedeckt ist, und eine oder niehre Wurzeln, die in den Zahnhöhlen derKinnladen sind. Die Schneide - und Eckzähne haben nur eine Wurrel, die Backen-zähne haben deren 2—3. Die Krone der Zähne ist der wichtigste Theil. Sie istmit einem porzellanartigen Schmelze bedeckt, der sehr hart ist, aber durch harteKörper, durch Hitze und Kälte und schnellen Wechsel beider leicht Risse bekommt.Ist das, so wird die darunter besindliche Knochensubstanz der äußern Luft preisge-geben, vom Beinfraß ergossen, und kies ist dann die gewöhnlichste Ursache derschlechten, schmerchasten Zähne. Da indessen die Zähne in dieser Krone eine kleineHöhle haben, worin ein zarter Nerv und Blutgefäßchen liegen, so können auchleicht Krankheitöschärfen darin eine Entzündung und Derderbniß des Zahnes vonInnen heraus erregen. Vorzüglich werfen sich leicht Rheumatismen, Gicht, vene-rische Schärfen auf die Zähne. Um die Zähne gesund zu erhalten, muß man sichdaher vor zu heißen wie vor zu kalten Getränken und Speisen hüten; am meistenden schnellen Wechsel der Temperatur, ferner alles Zerbeißen sehr harter Körper,das Zerknacken von Nüssen meiden, keine Fäden ab - und keine Knoten aufbeißen,weil die Zähne durch das Erstere im Schmelz beschädigt werden, und das Letztere sietief bis in die Zahnhöhle erschüttert und locker macht, und der unterste Theil ihrerWurzeln eine Substanz Hot, die unter dem Namen der hornartigen weicher als dieübrige ist, mithin dadurch unmittelbar leiden kann. Säuren aller Art lösen denSchmelz der Zähne auf, besonders thun dies die stärkern, und müssen daher sorg-fältig vermieden werden. Alle Zahntincturen, die Säure bei sich haben, schadenConversatwns- Lencon. Bd. XII. 29