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Am gewöhnlichsten ist aber der Zcrstörungsproceß der Zähne mit Schmerzen ver.banden; hierher gehören sowol die mechanischen Verletzungen der Zähne, als auchhie organische Zerstörung, welche gewöhnlich mit dem Namen der Fäule und Fäul-niß belegt wird, der Eories in den andern Knochen entspricht und durch vielerleiUmstände erzeugt wird. Endlich aber sind bisweilen solche äußere Umstände, welcheden Nervenreizen, gar nicht vorhanden, der Nerv selbst ist krank, ein Zufall, dergewöhnlich Neuralgia genannt wird. — Schon hieraus wird man abnehmen, daßder Zahnschmerz nicht immer durch ein und dasselbe Mittel zu heben ist, im Gegen-theil sind dieselben nach Maßgabe des Ursprungs und der Art auszuwählen, undes nützen bald Blutentziehungen, bald beruhigende, bald solche Mittel, welche denNerven ertödten, bald Ableitungen durch Vlasenpstaster. Zn vielen Fällen mußder kranke Zahn herausgezogen werden, um dadurch den nachteiligen Reiz zuentfernen.
Zähringen, ein Dorf unweit Freiburg , im ehemaligen östr. Dreisgau,jetzt im Treisamkreise des Großherzoglhums Baden, mit einem zerstörten Schlöffegl. N., von welchem die alten Herzoge von Zähringen , die Ahnherren desHauses Baden , sich nannten. Der letziverstorbene Großherzog stiftete am 26. Dec.18 l2 eine» neuen Hausorden des zähringischen Löwens, dessen Tecorakion da«Wappen dieses Hauses, einen Löwen, und die Ruine der Burg Zähcingen dar-stellt. (Dgl. Baden.)
Zaims und Timarioten, Znhaber türkischer Kriegslehen, welche, nacheiner vom Sultan Murad I. im 14. Jahrh, gemachten Einrichtung, Späht« oderReiterei stellen müssen und stakt des Soldes den Genuß dieser Ländcreien haben.Die Pforte unterhielt bisher nur 10—12.000 Spahis (s. d.), die aus der Reichs«casse bezahlt wurden und die Kapikuly hießen. Die übrigen Spahis wurden vonjenen LehnSlrägern ausgerüstet und ins Feld geführt. Die Zahl sämmtlicher Zaims,d. i. solcher Lchnslräger, die von den ihnen angewiesenen Landereien (Zainiet) jähr-lich — >00,000 Asper beziehen (ein kaiserl. Asper gilt etwa 4 Pfennige),
bestes sich auf 6689. Sie stellten für jede 5000 Asper Einnahme in Kriegszeileneinen Reiter gerüstet ins Feld, sodaß ein Zaim nicht weniger als 4 und höchstens 20stellen mußte. Die Zahl der Timarioten aber, oder derjenigen Lehnleute, die von6000—19,999 Asper Einkünfte genießen, beirim 52,649, und diese mußten fürjede 3000 Asper einen Spahi, einzeln genommeUalso 2 und höchstens 6, ins Feldbringen. Hiernach ergibt sich als mindester Betrag sämmtlicher von ihnen zu stel-lenden Reiter 134,051 M. 1192 wurde beschlossen, alle Timar« oder Kriegs-leh-n, nach dem Absterben ihrer dermaligen Besitzer, milden Domainen des Reichszu vereinigen, dagegen soll e ober auch diese« die Unterhaltung so vieler Truppen,als bisher jene Lehen stellten, übernehmen; mithin hat der Betrag derselben hier-durch keine wesentliche Minderung erlitten. Außerdem unterhielt die Pforte nochein Eavaleriecvrps, das au« den ehemaligen Büchsenmach.rn und Waffenschmie-den gebildet und zuni wirklichen F lddienste bestimmt wurde. Die Stärke dieserReiterei, die den Namen Dchjeb.ddschiv führte und in 80 Orlas vertheilt war,wovon eine jede 500 M. enthalten sollte, war jedoch niemals vollständig und betrughöchstens 18,000 M. Seit der Einführung eine« europäischen Heerwesens undnach der Aufhebung der Zanitscharen (im I. 1826) erhielt der größte Theil derReiterei eine andre Einrichtung; jedoch bestehen noch in vielen Provinzen diese Rei-terlehen und deren Aufgebot.
Z a i r e, Zayo, Fluß in Niederguinea, ist auch unt. d. Namen Congo(s. d.) bekannt. Er entspringt unter den« 1. Gr. S. Tr>, oder nach Tuckey au«dem S e Wangara, >m Norden der Linie. Er ist 50 deutsche Meilen weit schiffbar,hat reißende Strömungen, ein felsiges Flußbett und mehre Wasserfalle. Wie betallen tropischen Flüssen steigt und fallt seine Wasscrhöhe periodisch. An seinerMün-
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