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düng im äthiopischen Meer? (5" 7' S. Dr.) liegen das Säulen- und das Haien-vorgebirge. Im N. des Zaire sind die Ufer sanft ansteigend, mit immergrünenden -Wäldern, mit Wiesen und Feldern bedeckt; im S. aber hoch und steil, mit san-digen, jedoch fruchtbaren Ebenen. Zu Angoy am Zaire , mit dem Hafenplatze Ka- 'benda, wird noch immer ein starker Sklavenhandel getrieben. Die kleinen Neger-staaten am Zaire , in welchen man auch viele schwarze Juden, Nachkommen beb ivom Könige Johann >!. seit 1492 aus Portugal vertriebenen Hebräer, und weiße jNeger (Dondos) antrifft, sind meistens den Portugiesen zinsbar, deren unmittel- ,bare Besitzungen im L>. des Zaire bis zum schwarzen Vorgebirge aus den Provin-zen Angola und Benguela bestehen. Die Unhaltbarkeit der vom Oberstlieut. Map- ,well und von Mungo Park aufgestellten Hypothese, daß der Niger sich mittelst keSZaire ausmünde, oder mir demselben Ein Fluß sei, ist schon vor 27 Jahren von deut- ^schen Geographen aus physischen Gründen, in v. Zach's „Mcnatl. Correspondenz", ,Th. V, gezeigt worden.
Zajvnczek (Joseph, Fürst), Senator, General der Infanterie, Statt-halter und Dicekönig des Königreichs Polen, geb. 1752 zu Kaminieck, stammt auseiner armen adeligen Familie. Wie alle junge polnische Edelleute widmete er sichdem Kriegsdienste, ward Lieutenant in einem Infanterieregiment und schon 1784Obristlieutenant; 4793 wurde er Oberst und Chef eines Regiments. Er wohntedem Kriege Polens gegen Rußland bei und zeichnete sich so aus, daß er zum Gene-ralmajor befördert wurde. Aber das Glück begünstigte die Sache der Polen nicht,und mit vielen seiner Landsleute verließ Z. seine Heimaih, um in Frankreich einneues Vaierland zu suchen. Auf dem Wege dahin ward er in Galizien nebst sei-nem Bruder, der Mitglied des Hoh n polnischen Nationalraihs gewesen war, ver- >haftet und in die Festung Iosiphstadk eingeschlossen. Als er seine Freiheit wieder-erlangt hotte, begab er sich nach Paris und ward bei der sranz. Armee in Italien als Brigadegeneral angess llt. Die tapfere polnische Legion trug das Ihrige zu denEifolge,> der franz. Waffen in Italien bei, und überall, wo sie gebraucht wurde,behauptete auch Z. einen ausgezeichneten Platz. Hierdurch war er Napoleon be-kannt und lieb geworden, der ihn daher mit nach Aegypten nahm. Auch unter die-sem Himmelsstriche focht Z. mit großer Unerschrockenheit und Einsicht, und ehren-voll erwähnt findet sich sem Name in den Berichten von den meisten Treffen, welchedie sogenannte Armee des Orients lieferte. Daher ward er 1802 von dem dama-ligen ersten Consul Bonaparte zum Divisionsgeneral ernannt und erhielt den Ober-befehl über eine Division franz. Truppen in Italien . 1812 begleitete er gleichfallsNapoleon auf dem Zuge gegen Rußland . An der Spitze eines franz. ArmeecorpSriß ihm in diesem Feldzuge eine Kugel das eine Bein weg, dessen Stelle ein hölzer-nes ersetzen mußte. Seit diesem Unfälle diente Gen. Z. nicht Mehr in den Reihender franz, Truppen; eine höhere Bestimmung gab ihn seinem Daterlande wieder.1815 ernannte ihn der Kaiser Alexander, als König von Polen , zu seinem Statt-halter, Dicekönig oder Namiestnik, worüber d e ganze polnische Nation erfreut war,und erhob ihn 1818 in den polnischen Fürstenstand. Kaiser Nikolaus bestätigteihn am 25. Dec. 1825 in allen Würden und Rechten, die ihm K. Alexander durchdas Decret vom 29. April 1818 ertheilt halte. Fürst Z. starb zu Warschau den28. Juli 1826.
Zakrzewskis....), Nuncius (Deputirter) von Posen auf dem polni-schen Reichstage, gehörte zu den edlen Polen , die am entschlossensten für die Sache ihresVaterlandes und gegen die Russin sich thätig erwiesen. Sein persönlicher Einflußbewirkte großcntheils die Erhebung der Nation zur Vertheidigung der Constitutionvom 3, Mai 1791. Am Ende des I. 1792 wurde er als Feind der Russen abge-setzt, nach dem Ausstände der Polen unter Kosnuszko aber im 1.1794 wieder zumNuncius von Posen erwählt, hierauf zum Präsidenten des Nationalrathes ernannt