Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Zalnrkus Zambeccari 4öZ

und mit der Polizeiverwaltung beauftragt. Nach Warschaus Übergabe an den Feld;marschall «uworoff ließ Kaiharina 11. ihn, nebst ZgnazPotocki, ThaddäusWIo-stowskl und vielen andern ausgezeichneten Polen verhaften und auf eine russischeFestung bringen. Paul gab Allen die Freiheil. Jetzt ging Z. nach Galizien , wo erim I. 1802 gestorben iff

Zaleukus, der Gesetzgeber der Republik Lokris , einer griechischen Cokoniein Großgriechen land (f. d.). Er lebte nach Einigen 500 Z. v. Chr. und warein Schüler des Pvthagoras, nach Andern lange vor diesem, schon im 1. Jahrh.Bon seinen Lebensumsiänden, sowie von seiner Hlesehgebung, finden wir wenigeunzusammenhängende Nachrichten in den alten Schriftstellern, Seine Gesetze schei-nen sehr streng gewesen zu sein. Um den Luxus zu unterdrücken, verordnete er, daßnur öffentliche Dirnen Geschmeide von Gold und Edelsteinen tragen sollten. DerEhebruch sollte mit dem Verluste beider Awgen bestraft werden. Der Sohn desGesetzgebers selbst wurde überführt, dieses Verbrechen begangen zu haben. AusAchtung für den Vater bat das Volk inständig, dem schuldigen Sohne die Strafezu erlassen; aber Z. blieb unerbittlich. Um jedoch die Regung der väterlichen Liebemit der Strenge des Gesetzes zu vereinigen, ließ er zuerst sich selbst und dann demSohne e,n Auge ausstechen. Das Beispiel strenger Gerechtigkeit, das or dadurchgab, soll, nach der Versicherung der Schriftsteller, die Folge gehabt haben, daßman, so lange er lebte, von keinem Eheb. "che zu LokriS weiter etwas hörte. Umseine Gesetze immer aufrechtzuerhalten, xeerordnete er, daß Zeder, der einen Vor»schlag zu einem neuen Gesetze machen wolle, mit einem Strick um den Hals erschei-nen solle, damit man ihn sogleich erdrosseln könne, wenn sein Vorschlag nicht fürbesser als das schon bestehende Gesetz b funden würde.

Zaluski, ein poln schcS Geschlecht, das in den Jahrbüchern der StaatS-und Literargeschichke seines Vaterlandes eme ausgezeichnete Stelle behauptet. An-dreas ChrysostomuS war Bischof von Wermeland und Großkanzler vonPolen. Er starb Nil . Seine nicht für den Druck geschriebenen „Igiistolew I>>-!io,ii.-o-b,,nil!.ire.>i" (Braunsberg 1700—61) enthalten viele Beiträge zu der pol-nischen Geschichte. — Andreas StanislanS, der mit seinem Bruder Zo«seph Andreas eine gelehrte Reise durch einen großen Theil von Europa machte, warBischof zu Plocsso, wurde 1785 Krongroßkamler, 1716 Bischof zuKrakau, undstarb 1758. Er vermachte der Universität zu K akau seine 20,000 Bde. starke Bi-bliothek. — Seine Brüter Martin (neb. 1609, gest. 1768) und Ioseph An-d reaö (geb. 1701, gest. 1774) waren Eiferer gegen die Dissidenten und Zesuiten-frennde. Martin, Krongroßftcretoir, rrai in den Jesuitenorden und wurde Priordesselben. Jos. Andreas war Biscbofvon Hiow, beförderte die Wissenschaften undlebte eure Zeit lang, wegen seines Eifers gegen die Dissidenten, als Gefangener inRußland . Er stiftete die Marianische Akademie zu Ehren der heil. Jungfrau undschenkte seine ansehnliche Bibliothek den Jesuiten . Er gab die „l.>-os, süituin,oonsuolustines et >nlvisi-^>A ro<;i>i stvlvuÜE" (Warschau 17Z2, Fol.) heraus;auch schätzt man sein „.8pe<sti»en bfttnrrcun, l'olouioao crilicnt: ^ (Warschau 1735, 4.) — Ein Graf Joseph Zaluski, Adjutant des Kaisers von Rußland ,wurde 1826 von den 3 Schutzmächten der Republik Krakau zum Curator der Uni-versität daselbst ernannt.

Zambeccari (Francisco, Graf), berühmt als Astronaut, war geb. 1756zu Bologna und stammte aus einer allen Familie, die zu den 10 Senaioren dieserStadt gehörte. Sorgfältig erzogen, erwarb er sich gme makhemansckc Kenntnisseund trat in kön. spanische Dienste als Seeossifter. Er wurde von den Türken ge-fangen und in den Bagno nach Konstantinopcl g. schickt. Endlich bewirkte der span.Gesandte seine Freilassung. GrafA. machte jetzt eme Reift in die Levante und nachAfrika; hierauf besuchte er die Hauptstädte Europas . Dann ging er in sein Va-