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Zwölfter Band. W bis Z.
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Zamoiski (Geschlecht) Zamosc

terland zurück und studirte vorzüglich die Theorie der Aäronauiik. Mittelst einersinnreichen Vorrichtung glaubte er die Lenkung des Luftballs, folglich die Kunst der 'Luftschifffah t erfunden zu kaben. Er hatte sein Verfahren auf die Verschiedenheit ,der Luftströmungen in den hebern oder liefern Luftschichten gegründet und wollte !sich mittelst Vermehrung oder Verminderung des Gases nach Belieben erbeben oderniederlassen, und dann durch den Luftstrom fortrudern. Als er aber den auf den21. Spt. !8l2 angekündigten Versuch bei ungünstiger Witterung unternahm,blieb sein Ball an einem Baume bangen, das Maschinenwesen aerietb in Unord-nung, und der Ball fing Feuer. So verunglückte dieser kühne Luftschiffes in einemAlter von 56 Jahren.

Zamoiski. linker mehren berühmten Männern aus dem Geschlechte derZamoiski n nnen wir 1) Johann Z. (lat. 8amc>,ciu,), geb. 1542, war dergrößte poln sehe Staatsmann und Gelehrte seiner Zeit. Er hatte zu Paris undPadua studirt, und starb 1605 als Kanzler und Großfeldherr. Durch ihn vorzüg-lich erhielt Sigismund I!I. die poln. Krone. Er stellte z. Th. auf eigne Kosten einHeer auf, mit welchem er die Grenzen der Republik gegen die Schweden , Russenund Tataren vertheidigte. Zugleich beförderte er die Cultur der Wissenschaften durchBerufung fremder Gelehrten, Anlegung von Bibliotheken und Stiftung g'lehrterBildungsanstalten. Er schrieb unter A. : „l)s 8cualn üc»»,uo" (in GrävmS'g ^„ l l>e«. ant. rmn.", I.); „Oo porleato 8en-,lore". Interessante Briefe von ihmstehen in Lünlg'S „lütle-ris prnaorum kluropac". — 2) Andrzey Z.. Kron-grofikanzler, der glorreiche Vertheidiger der Unabhängigkeit seine« Vaterlandes.Früher Officier voll Muth und Einsicht, dann Senator und Großkanz'er (1764),suchte er die Unruhen bei der Wahl des Königs Wtanislaus Poniatowski beizulegen.In der Folge entsagte er allen seinen Stellen, weil er dem Vakerlande nicht mehrmit Nutzen dienen konnte, und nichts konnte ihn bewegen, da» Reichssiegel wiederzu übernehmen. Doch unterzog er stch (1776) dem Austrage des Reichstags, eineGesetzsammlung zu ordnen, in welcher er die Rechte des dritten Standes herstellte(polnisch Warschau 1778, 3 Bde., Fol.; deutsch von Nikisch, Warschau 1780).Diese vortr-ffliche Sammlung erhielt den Beifall des Königs, aber nicht die Bestä-tigung des Reichstags. Bald nach der Staatsveränderung 1791 starb der Grafam 12. Jan. 1792. Die allgemeine Stimme nannte seinen Namen mit Ehrfurcht.Er lebte als Philosoph, in dem echten Sinne des Worts, gerecht, weift und wohl-thätig. Vorzüglich gab er das erste Beispiel der Abschaffung der Leibeigenschaft aufseinen Gütern. Seine Gemahlin Eonstantia, geb. Prinzessin Czartoryska, eineder edelsten ihre» Geschlecht», Kennerin und Befördrerin der Wissenschaften, starbzu Wien 1797. (Vgl. Zamosc.) 5.

Zamolxis, der Gete, soll nach Einigen Pythagoras's Sklav und Schü-ler gewesen sein, nach Herodot übergehört er einem frühern Zeitalter an („IIi»t.",IV, 94 und 96). Er wird als ein weiser und um sein Volk verdienter Mann imAlterthum gerühmt. Er soll demselben die Unsterblichkeit der Seele gelehrt („lle-roei.", I V. 93) und weise Gesetze gegeben haben, deßhalb wurde er nach seinem Todegöttlich verehrt.

Zamora (Antonio de), ein spanischer Lustspieldichter im Anfange des 18.Jahrh., war besonders glücklich in der Zeichnung der Charaktere. S. „Obr-,»" er-schienen zu Madrid 1771 in 4.

Zamosc (spr. Sainosj), die stärkste Festung des Königreichs Polen in derWoiwodftbaft Lublin. zwischen diesem Punkte und Lemberg und in südöstl. Rich-tung von Warschau, liegt am Wieprz. Sie wurde 1809 von den Polen den Össreichern und 1813 von den Russen den Franzosen genommen. Der Ort war Ma-jorat der Zamoiski, und ward von dem berühmten Krongroßfeldherrn und Kron-großkanzler Ioh. Zamoiski, nachdem er den Erzherzog Maximilian von Östreich