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Zwölfter Band. W bis Z.
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Zainpieri Zanguebar 455

1588 geschlagen und gefangen genommen hatte, im ital. Geschmack angelegt underbaute 1820 erkaufte der Staat diese Stadt mit einer Umgebung von 12,000Klaftern von dem Senator Grafen Stanislaus Kostka von Zamoiski und überließihm dafür einige und fünfzig andre Staatsgüter. Hierauf wurde Zamosc seinerweitläufigen Vorstädte beraubt und zur Festung umgebildet. Als Anerkennung dervaterländischen Gesinnung des letzten Besitzers wird noch das Familienwappen aufden Festungsmauern erhalten. Auch ist das Erbbegräbniß in der FamiliengruftderCollegiatkirche zu Zamosc geblieben. Ein schönes großes Schloß, einige andreansehnliche Gebäude, worunter das Zeughaus, 4 Kirche^, worunter eine griechische,2 Klöster (Basilianer und barmherzige Schwestern), ein Theater zeichnen die Stadtaus, welche ungefähr 3500 Menschen, mit Ausschluß der Besatzung, in 400 Häu-fern bewohnen. Auch befinden sich hier ein Gymnasium, eine Bibliothek und eineBuchdruckerei: Stiftungen des schon genannten, um sein Vaterland hochverdien-ten Zoh. Zamoiski (s. d.).

Zampieri (Domenico), bekannter unter dem Namen Domenichino , einberühmter Maler der lombardischen Schule, geb. zu Bologna 1581. Er war einSchüler Calvart'S und nachher der Caracci. Sein Talent entwickelte sich langsam,aber er ersetzte diesen Naturfehler durch unablässigen Fleiß und erwarb sich einenausgebreiteten Ruhm durch die treue Schilderung des Innern. In Rom , wo ersich mit Albani befand, empfing er die bedeutendsten Aufträge. 1624 begab er sichnach Neapel . Hier soll er ausllnmuth über seine neidischen Kunstgenossen, viel-leicht auch an beigebrachtem Gift, 1641 im 60. Jahre gestorben sein. Z. war zu-gleich ein guter Architekt. Papst Gregor XI l l. übertrug ihm die Aufsicht über diepäpstl. Gebäude. Der Palast und die Gärten der Villa Aldobrandini zu Frascati sind nach seiner Angabe eingerichtet. Man schätzt in seinen Gemälden vorzüglich dieCompofition. JnFrescogemälden ist er meisterhaft, weniger in Ölgemälden. SeineZeichnung ist groß und correct; besonders ist der Ausdruck in den Gesichtszügenvortrefflich. Für ein Meisterstück wird sein heil. Hie> onvmus für den HauptaltarderKirche desselben rlellu 6->, itä zu Rom (er erhielt dafür nicht mehr als 50 Scudi)und seine heil. Cäcilie (gestochen von Sharp) gehalten. Er malte vorzüglich Legen-den und Martyrien. Z.'S Originalgemälde sind nicht häufig; die so reiche dresdnerGalerie besitzt keins derselben. Seine Hauptwerke befinden sich zu Mrotta ferraka.

Zanetli (Anton Maria, Graf), ein geachteter Kunstkenner zu Venedig , geb.um 1680, lernte früh zeichnen und brachte es darin zu einer großen Fertigkeit. Ererneuerte die Erfindung des Hugo da C.rpi, Holzschnitte und Kupferstiche von 3,4 Platten abzudrucken, beförderte die Kunst mit unermüdetem Eifer, sammelteein kostbares Kunstcabinet und starb 1161. Seine ,,Gellere ^ulla pilturn, scirl-tnrn ecl nrcliilvcluia" (Rom 1154,1 Bde., 4.) sind für die Kunstgeschichte wich-tig. Auch sind seiner Sammlungen von Gemmen, ftameen, Handzeichnungen :c.,jene in Kupfer gestochen mit Anm. von Gori, diese in Holz geschnitten erschienen,— Sein Neffe, Anton Maria Z der Jüngere, hat sich als Bibliothekar vonS.-Marco zu Venedig durch Schriften über Kunst und Alterthum rühmlich de-kanntgemacht.

Zanguebar, die Küste, im östlichen Afrika , erstreckt sich vom Cap Dek-gado oder vom Flusse Coavo bis zur Küste Ajan, in einer Länge von etwa 200Meilen längs des indischen Meeres (10° S. Br. bis 4° N. Br.). Der Boden an.der Küste ist niedrig, sumpfig und waldig, und viele Klippen, Sandbänke und klei-ne Znseln erschweren von der Meeresscile den Zugang. Im Westen steigt das Ge-birge Lupata empor und scheidet dasLand von den unbekannten Theilen des innemAfrika . Von vielen Küstenflüssen bewässert, worunter der O.u>l>manzi und derMagadoscho die beträchtlichsten sind, ist es fruchtbar an Getreide, Reis, edelnSüdfrüchten, und hat Überfluß an Rindvieh und Schafen. Die Bewohner, große