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Zea-Bermudez
einer der gekehrtesten und ausgezeichnetsten Bürger des spanischen Amerika . Geb.in Neugranata und erzogen in derHauptst. dieses Dicekönigrcichs, «.-Fä de Bo-gota, erweckte er durch seine Talente das Mißtrauen der spanischen Regierung undder Priester. Er wurde nebst mehren andern auf gleiche Weise verdächtigen Män-nern 1792 gefangen nach Spanien gesandt, fand aber dort eine gute Aufnahme,und man ließ zhn seine Studien fortsetzen. Z. zeichnete sich auch in Spanien aus,und machte ein» Reise durch Europa . 1808 ward er Pros. der Botanik und Ober-aufseher bei dem königl. botanischen Garten in Madrid ; dann trat er im Namendes spanischen Amerika als Abgeordneter von Neugranada in der Versammlung derCortes, während des Krieges miiFrankreich, auf, begab sich in der Folge nach Lon-don und kehrte von da in sein Vaterland zurück, wo er für die Sache der Freiheitthätig war. 1818 stand er als Präsident des RegierungsrarheS und der Finanzenan der Spitze der Verwaltung zu St. Thomas (ehemals Angostura); auch war erGeneralintendant der Armeen der Republik . Bei Einsetzung des Congi <sss derRepublik Venezuela (jetzt Telombla) in Angostura (Febr. 1819) wurde Z. zumDicepräsidenten ernannt, legte aber mi Aug. 1819 seiner Gesundheit wegen dieleStelle nieder, welche General Arismendi, dann Roscio erhielt. 1821 reiste Z.nach Europa und begab sich über Paris nach Madrid , wo er über die Angelegen-heiten der Republik unterhandelte. Da es hier zu keinem Abschlüsse kam, ging erwieder nach Paris, wo er als Abgeordneter der Regierung von Colombia an dieCabinetle der europäischen Regierungen eine Note (Paris 8. Aprsi 1822) richtete,in welcher er die Anerkennung jenes Freistaats verlangte, die Völker zum HandelMit Colombia einlud, und in Ansehung der colomoischen Skaatenverhältmsse denGrundsatz der Gegenseitigkeit aufstellte. Dann begab er sich nach London , wo ervon den Minister» nicht ungünstig empfangen wurde. Er schloß daselbst für Co-lombia ein Ansehen von 2 Mist. Pf. St. ab, ohne dazu ermächtigt zu sein, undstarb bald darauf im Bade zu Bath im Nov. 1822. Jenes Ansehen ward erst spätund nur mit großen Einschränkungen von seiner Regierung anerkannt.
Zea-Bermudej (D. Francisco de), ein in der neuesten Geschichte aus-gezeichneter spanischer Diplomat, gegenwärtig königl. span. Gesandter zu London ,verlebte seine Zeigend an der Seite des gelehrten Iovellanos (s. d.), seinesVerwandten, machte sich dessen Kenntnisse eigen und sammelte dessen Schriften,deren Herausgabe aber ihm die Zeitumstände noch nicht gestattet haben. Währendder Unruhe» des Kriegs hielt er sich in Malaga auf und unternahm Handelsge-schäfte. Darauf trat er in die Dunste der Cortes, welche ihn als Gesandten nachPetersburg schickten, wo er, von der zu Cadiz befindlichen Regentschaft bevollmäch-tigt, im Namen des Königs Ferdinand VII, , mit dem russ Reichskanzler Nckol.Graf Rumjänzoff den bekannten Freundschafks > und Bundesvertrag zu WelikiLuky den 20. Juli 1812 abschloß und unterzeichnete, in welchem der russ. Kaiserdie Legitimität der ordentlichen und der außerordentlichen zu Cadiz versammeltenCortes, sowie die von denselben beschlossene und bekanutgemacble Consiinitionförmlich anerkannte, die Handelsverbindungen Rußlands mit Spanien herstellteund der spanischen Regierung seinen Beistand gegen Frankreich zusicherte. Diesenmerkwürdigen Vertrag, welcher in der Sammlung des Hrn. v. Mariens fehlt, hatSchöll in s. „Iliri. ilus tiüitös ,iu zeuix" (10. Bö., S. Üi3) Mitgetheilt. Alsdas span. Militair 1820 jene Constilulivn wiederherstellte, so richtete der Graf v.Nesselrode an Hm. v. Z. die b-kannte Note, in welcher der Kaiser Alexander dieRevolution und die Regierung von 1820 mißbilligte. Bold nachher ward Hr. v.A, von Ferdinand VII. als Gesandter nach Konstant nopck geschickt, von welch mPosten er im Juni 1823 abberufen, und als der russische Hof die abermalige Er-nennung desselben zum span. Gesandten in Petersburg abg l-hnt hatte, zum Ge-sandten am kon. großbrnannischen Hofe ernannt wurde. Nach dem Sturze des er-