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Zwölfter Band. W bis Z.
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Zea-Bermudez

sten span. Ministers, Grafen d'Ofalia, im Juli 1824, ernannte ihn der Königzu testen Nachfolger. Damals halte Hr. von Ugarte (s. d.) viel Einfluß im Ca»bineite, woturch er die Entlassung des Grafen Ofalia, sowie die Ernennung vontesten Nachfolger bewirkt haben soll. Herr v. Z. ging über Paris , wo er längereZeit verweilte und mit dem Grafen Villc-le öftere Unterredungen hatte, nach Ma-drid , wo er im Sept. 1824 unter sehr schwierigen Verhältnissen die Leitung derauswärt. Angelegenheiten übernahm und später an die Spitze des span. Ministe-riums trat. Er hantelte anfangs, wie es schien, in Übereinstimmung mit Hrn.v. Ugarte. Die große Aufgabe war, das System der Mäßigung, zu welchem sichder Ritter Z. nach seinem Charakter, seiner Bildung und seiner Erfahrung bekennt,gegen die überspannten Federungen der sogen, apostolischen Faction zu behaupten,das Deficit (über 300 Mill. Realen) zu decken, an Frankreich die Federung von58 Mill. Fr. z» bezahlen und den Credit des SiaalS wiederherzustellen. In letztererHinsicht hatte er bereits in Paris Unterhandlungen wegen eines Anlehens Mit demHause Rothschild angeknüpft, d^e aber zu keinem Resultate führten, weil die Dar-leiher einen Theil der von den CorteS ausgestellten Bons mit einrechnen wollten.Hindernisse andrer Art traten ihm bald auf allen Seiten in den Cbeg. Gleich an,fangs arbeitete eine mächtige Partei, zu welcher auch der Iustizminister Calomardeund olle Carlistas gehörten, an der Entfernung des Hrn. v. Z.; das bisher befolgteleidenschaftliche Reactionssystem dauerte noch eine Zeitlang fort. Gleichwol beschul,tigte man den Hrn. v. Z., daß er die Constitutionnellen, die Freimaurer u. s. w. be,günstige. Angesehene Personen in der kön. Familie theilten diese Anficht. Indeßerhielt sich der Minister durch die Unterstützung des stanz, und besonders des rüst.Ministers, des Hrn. v. Oubrik. Allein Hr. v. Ugarte fand für gut, sich den Ab-solutisten und Hrn. v. Calomarde zu nähern und mit ihnen an dem Sturze desMinisters zu arbeiten, entweder aus Unzufriedenheit, weil dieser sich Nicht feinerLeitung, wie er erwartet hakte, ganz hingab, oder aus Vorsicht, um nicht selbstin den ihm wahrscheinlichen Fall des Hrn. v. Z. mit verwickelt zu werden. Nunsah sich der Minister genöthigt, die Entfernung dieses mächtigen Oberhaupts derPartei der Camarilla ernstlich zu betreiben. Er b>wirkte daher dessen Ernennungim März 1825 zum kön. span. Gesandten am Hofe zu Turin . Hr. v. Ugarte(s. d.) ließ aber mächtige Freunde zurück; unter diesen war der dänische Gesandte,Graf v. Dernath, einer der eifrigsten. Hr. v. Z. veranlaßte daher die Abberufungdesselben. Allein er konnte seine Feinde nicht entwaffnen. Die Absolutisten mach-ten es vielmehr dem Minister immer mehr zum Staatsverbrechen, daß er gemäßigthandle; und die beständigen Hemmungen, welche derselbe in Allem, was er vor-schlug, erfuhr, bewogen ihn endlich, das Gesuch um seine Entlassung dem Königezu überreichen. Damals soll die Gemahlin des Infamen Don Carlos dem Königevorgestellt haben, daß seine Sicherheit und die Ruhe des Staats gefährdet sei, wenner Hrn. v.Z. länger beibehielte. Allein der König nahm Z.'s Gesuch nicht an; unddieser stieg sogar in dem Vertrauen seines Monarchen, vorzüglich durch die gemein,schastkich mit dem Generalintendanten der Polizei, Hrn. Recacho, bewirkte Un-terdrückung einesAufstandeS der Carlistas im Aug. 1825. (S. Spanien.) Umjedoch die Stimme der einsichtsvollsten Männer im Klerus und dem Adel zu hö-ren , ward auf Z.'s Vorschlag eine Berathungsjunka errichtet. Zugleich verfuhrman mit Strenge gegen die überspannten Anhänger de« sogen. Absolutismus . Al-lein die Hinrichtung des Rebellen Besseres und seiner Mitschuldigen (im Aug.1825), die erklärte Royalisten waren und mit mächtigen Personen in Verbindungstanden, erregte gegen den Minister die heftigste Erbitterung. Obgleich nun auchder berühmte Empecinado (eigentlich Juan Francesco Martin), der in den Zeitender Gefahr so tapfer für den spanischenThi on gekämpft, 1823 aber die Sache derCorteS vertheidigt hatte, ungeachtet der gehofften königl. Begnadigung mit dem