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Zwölfter Band. W bis Z.
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Zeche Zechm

Strange hingerichtet, und die gegen die Freimaurer überhaupt ausgesprochene To-desstrafe an sieben angesehenen Officieren ") zu Granada am S. Sepr. 1825, ausden ausdrücklichen Befehl des Königs (oder Calomarde's), streng vollzogen wurde,so nahm dennoch der Haß der Hofpartei gegen den feit Kurzem zum Präsidenrendes Ministerraths ernannten Hrn. v. Z. so zu, daß der König endlich am 25. Oct.1825 seine Entlassung unterzeichnete. Jede Partei gab die Ursachen derselben ver-schieden an. Einige sagten, England und Frankreich hätten dem Hrn. v. Z. ihrenBeistand entzogen, weil er nicht in die von ihnen begehrte Anerkennung der Unab-hängigkeit von Mexico habe willigen wollen; Andre behaupten dagegen mit mehrWahrscheinlichkeit, er sei gefallen, weil er die Anerkennung der UnabhängigkeitMexicos angerochen habe. Hr. v. Z. behielt übrigens die Gnade des Königs, undsein Nachfolger, der Herzog von Jnsantado, behandelte ihn mit großer Achtung.Hr. v. Z. trat hierauf im Anfange des Jahres 1828 seinen Gcsandrschafrsposten inDresden an, welchen er 1828 mit dem in London vertauschte. Das von ihm inSpanien behauptete System derMäßigung wurde beibehalten. Hr.v.Ugarte bliebentfernt; die consultative Junta aber ward in einen Staarsrath verwandelt. Übri-gens ist die Lage Spaniens seitdem nicht besser geworden.

Zeche, ehemals und in einigen Gegenden Oberdeutschlands noch jetzt soviel als Innung, Zunfl. Gegenwärtig ist eü 1) ein bergmännischer Ausdruck, eben-so viel als Bergceläute oder Grubengebäude oder Grube (s. d.). W>nn, wie ge-wöhnlich, mehre Personen den Bau einer Zeche gemeinschaftlich unternehmen, soheißt sie eine Gcwerkzeche, und die Gesellschaft, die sie baut, eine Gewerkschaft.Diese theilt das Feld oder die Zeche in 128 eingebildete Thnlc, welche Kuxe heißen.Nach diesen Kuxen werten alsdann sowol die Kosten dcrZubuße zusammengebracht,als auch der Gewinn, eie Ausbeute, an die Gewerke vertheilt. In der bergmännischenSprache sind viele mit dem Worte Zeche zusammengesetzte Ausdrücke üblich, z. B.eine Zeche befahren, sich in die Grube begeben, um die Anstalten und Arbeiten zubesehen; eine Zeche belegen, Arbeiter annehmen und sie auf der Zeche arbeiten lassen;das Gegentheil davon heißt: die Zeche liegen lassen, die Arbeit dabei einstellen.Zechregister heißt die Rechnung über Einnähn,e und Ausgabe einer Zeche oderGrube.— 2) Zeche heißtauch so viel als die Reihe, Ordnung, wie irgend ein Ge-schäft die Glieder einer Gemeinde nach einander trifft. Daher derAusdruck: um dieZeche (umzechig, zechum), wechselsweise, Einer um den Andern. Auf dem Landesind an vielen Orten die Unterthanen verbunden, in herrschaftlichen Angel, genheitenum die Zeche Botendienste zu thun; das Vieh wird um die Zeche gehütet rc. —Endlich 3) heißt Zeche so viel als Gelag, das Trinken in Gesellschaft. Daher dieAusdrücke: Zechbruder, dersich öfters bei Trinkgelagen einfindel; die Zeche (dasGelag) bezahlen, den Aufwand für eine Trinkgesellschafr bezahlen, im uneigentlt-chen Sinne die bei einer Sache aufgelaufenen Unkosten bezahlen müssen.

Zechen (ital. 2kccl>iuc>, von dem Worte reue-,, die Münze, wo das Geldgeprägt wird, ivar die eigentliche Nationalgoldmünze der ehemaligen Republik Ve-nedig ; doch nennt man die Goldmünzen einiger andern Länder, z. B. päpstliche,türkische, im Italienischen auch Zechinen. Die fforentiner Zechinen heißen, nachden darauf geprägten Lilien des großhnzogl. Wappens, 6iglioU, und die kaiserl.«streich. , besonders die krcnmitzerDukaten, weiten in Ltalien Uugbvri genannt.Die venetionischen Zcchinen waren Lm ungarischen Dukaten an Schrot und Korngleich, galten aber in Venedig selbst 4— 5 Procenk mehr als diese. Auch auf d,nneu geprägten behielt man immer die alle Zeichnung bei, weil die Bewohner derLevante, wohin diese Geltsorlen im Handel häufig gingen, daran gewöhnt waren.

*) Sie waren nur der Theilnahme an einer Freimauerloge angeklagt, die zu derGesellschaft der Vertheidiger des Glaubens und des Königs (welche sich von der apo-stolischen Gesellschaft der Conceptionisten getrennt hat) gehört haben soll.