Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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488 Zentgcricht Zephyr

ganzen Betragen gewannen ihr die Herzen der Römer. Sie erhielt nachher so an-sehnliche Ländereien in der Gegend von Tibur, daß sie davon ihren, vorigen Standegemäß leb.n konnte. Ihre Töchter wurden mit den vornehmsten Römern verhei-ratet, ihr Sohn, Dabollaih, erhielt ein kleines Fürstenlhum in Armenien , undihre Nachkommenschaft soll noch am Ende des 4. Jahrh, zu Rom geblüht haben.Calderon hat die Zenobia auf die Bühne gebracht.

Zenlgericht, s C-ntgericbt.

Zentner (G wrg Friedrich, Frech. v,), kön, bairischer Iustizminister. Die,ser berühmte Staatsmann hat sich aus den untern Classen der bürgerlichen Gesell-schaft zu dem höchsien Range emporgeschwungen. Er ward zu Straßenheim in derPfalz am 11. Aug. 1152 von bürgerl. Altern geboren, genoß den ersten Unterrichtunter den Jesuiten zu Manheini, stndirke im Seminarium und an der Akademiezu Heidelberg , und ward daselbst 1119 nach einerDisputat. „I'x naiver-.-, ,>Inlo-ropsiü," zum Magister ernannt. Um sich in der ftanz. Sprache zu vervollkomm-nen, verlebte er anderthalb Jahre zu Metz, besuchte dann die publicisttschen Hör-^säle in Götkinzen und die praktische Schule am Reichskammergerichte zu Wehlar,worauf er um, Professor des LtaaksrechkS in Heidelberg ernannt wurde; doch er-laubte ihn, d»r Kurfürst Karl Theodor , vorher noch eine 2jährige gelehrte Reise zn<machen. Z. ging jetzt wieder nach Göttingen , benutzte daselbst die Bibliothek, undreiste dann über Berlin, Braunschweig, Hanover, Wolftnbüttel, Leipzig, Dres-den nach Wien , wo er sich mir d-mDerfahren desReichshoftathes bekanntmachte..Hierauf wurde er in Ingolstadt beider Rechte Doctor und trat 1119 in Heidel-!berg als Lehrer auf. Er las mit großu» Beifall juridische Colleg'a und Reichs-igeschichke. Der Kurfürst ernannte ihn zum Geheimenrathe, und die gelehrte Ge-'sellschast in Manheini zu ihrem Mitgliede. In der Folge ward er der pfalzbairiichenGesandtschaft auf dem Congreffe zu Rastadt beigegeben , und nach dem Tode Karl'Theodors 1199 als Geh-imcrrath nach München beruf«,. In dem neuen Wir-jkunaskreis? gingen von ihm 1199 und 1802 die merkwürdigen Anordnungen aus!zur Verbesserung des ErziehungS - und Unterrichtswesens, sowie zur Beförderungder Volkscultur. Darauf ward er 1808 Chef der Studiensection, 1811 Staars-rath und Generaldirector des Ministeriums des Innern, 1820 Minister und 1823Iustizminister. 1818 erhielt er das Großkreuz des CivilverdienstordenS; 1819ward er in den Freiherrnstand erhoben und mit einem Lehen beschenkt. Bei derFeier seines 50jährigen AmkSjubiläums 1821 erhielt er den St.-Hubertusorden.Unter mehren wichtigen Leistungen dieses durch Kopf, Kenntnisse, Charakter undThätigkeit gleich ausgezeichneten Staatsmannes erinnern wir nur an die bairischeConstitutton. Dieses Vorbild für andre deutsche Staaten ist fast ganz sein Werkgewesen.

Zeolith, ein Fossil von meist weißer, auch rother, braunrother, gelber,bläulichgrauer Farbe, welches durch Erwärmen elektrisch wird und u. a. die Ei-genschaft hat, daß es sich vor dem Löthrohre schäumend aufbläht (daher auchBrausestein).

Zephyr. ein sanfter, kühler, angenehmer Wind; für Griechenland der-Westwind, eigentl. der W,stsüdwestwind. Der griech. Name bedeutet, nach derHerleitung, einen Wind, der lebendig macht, weil zu der Zeit, wenn dieser Win»anfängt zu weh.-n, die Pflanzen durch die erwärmte Luft neue« Leben erhalten.Nach dirMnkhologi? derGriechen undRömer gehörte er unter die geringern Gott-heiten, war ei» Sohn desAolus oder desAsträus und der Aurora, und Liebhaberder Cb'oris oder Flora. Mit der Harpvie Podarge erzeugte er die schnstlen Rosse desAchilles: Nantbos und Balios, und mit einer Andern den Arion. Verschmäht vonHyacinthes war er U-fache seines Todes, indem er des Apollo Wurfscheibe nach des-sen Kopse fliegen ließ. Azrch glbr man ihm eine der Hören zur Gema.hlin. Bei