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anerkannt wurden. Nach dem Frieden übertrug ihm der König das Commandoeiner Infanteriedivision, wo er zu der damaligen Umgestaltung des Heeres vielfacheingreifend mitwirkte. Als der größte Theil desselben 1812 den verhängnißvollenFeldzug nach Rußland antrat, traf ihn als den jüngsten der 3 Divisionsgeneraledas Loos, im .Lande zurückzubleiben und das Commando der übrigen Infanterieund der Depots zu übernehmen. Während er darauf in den ersten Monaten 1813in Torgau mit der Organisation neuer Bataillone beschäftigt war, verlieh ihm derKönig das Commandeurkreuz des St.'Heinrichsordens, und fast gleichzeitig erbielter von dem König von Preußen den Sl.-Iohannikerorden. In den letzten Tagendes Febr. bekam er von seinem Monarchen den Befebl, sich bei den obwaltendenUmständen sofort auf die Festung Königstein zu begeben, um dos Commando der-selben zu übernehmen. Allein in den ersten Tagen kesSept. ward ihm die Bestim-mung, sich zu dem mobilen Truppencorp« zu verfügen, wo er anfänglich das Com-mando einer Division, am 22. dess. Monats aber, als beide Divisionen wegen deserlittenen Verlustes in eine einzige verschmolzen worden waren, den Oberbefehlüber diese erhielt. Beim Antritt desselben wurde ihm das Ofsicierkreuz der Ehren-legion zu Theil. Unter seiner Anführung focht die sächsische Division vereinigt mitdem 7. sranz. Armeecmps in der S chlocht bei Leipzig . Hier war es, wo sein Bildaus der sturmbewegten Zeit und aus dem Strudel mächtiger und ungewöhnlicherEreignisse im reinsten Lichte der Treue und unerschütterlichen Pflichte, süllung her-vortritt. In Folge der siatlgefuntenen Begebenheiten behielt ihn der König umseine Person und ernannte ihn zu seinem ersten Generaladjutanten; er begleiteteden König nach Berlin , Friedrichsfelte, Presburg und Lapenburg, und wurde vonda gegen Ende Mai 1815 als Mitglied der zur Übernahme der Landesverwaltungim Königreiche Sachsen bestimmten Commission noch Dresden vorausgeschickt.Nach ersolgrer Rückkehr des Königs und stattgefündener Reorganisation der erstenLandesbehörten ward jene Commission aufgelöst. Daraus übertrug der König demGenerallieut. v. Z. das Direktorium der für die Militaircommandosachcn bestimm-ten geheimen Kriegskanzlei, womit der unmittelbare Vertrag in diesen Angelegen-heiten bei dem König verbunden war, und verlieh ihm bald nachher das Großkreuzdes milit. St.-Heinrichsortens. Im Nov. dieses Jahres erhielt er auch das Prä-sidium in der Kriegsverwaltungskammer. Im Sept. 1817 verlrauele ihm der Kö-nig unter Beilegung des Ranges eines ConferenzministerS das Staatssecretariatder Militaircommantoangelkgenheiten bei seiner Person an. Als er aus sein Ansu-chen wegen seiner wankenden Gesundheit von dem Posten eines Präsidenten derKriegsverwaltungskammer im Oet. 1821 enthoben wurde, verlieh ihm derKönig,zum Beweis alle, höchster Zufriedenheit mit den in dieser Stelle geleisteten Dien-sten, den kön. Hausorden der Rautenkrone und übertrug ihm im Febr. 1823 beieingetretener Erledigung den Posten eines Gouverneurs der Residenz mit Beibe-haltung des Slaatssecretanats. Am 26. Juni 1828 ward sein Dienstjubiläumgefeiert. 5.
Zesen (Philipp v.). Über den Namen des Mannes herrscht Ungewißheit.Er selbst schrieb ihn aus verschiedene Alt: Philipp, gewöhnlicher als Filipp Zese,Zesen, Cäsien, auch Zesen von Fürsi.nail, und im Lar. (..ncsitw. Er war 1619zu Priorau, einem damals kursächs. Dorfe, unweit Dessau , wo sein Vater Pfar-rer war, geb., studirle zu Halle, Wilkenbcrg — wo er Magister wurde >— undLeipzig , und beschäftigte sich vorzüglich nui Philologie, Dichtkunst und deutscherSprache. Ein öffentliches An» hat er nie bekleidet, scheint aber in großen,. Anse-hen gestanden zu haben. Er wurde kaiscrl. Pfalzgraf, als Poet gekrönt, in d,rFolge geadelt, und erhielt von einigen sächs. Fürstenhäusern den Titel als Raih.Nach vielen Reisen in Deutschland und Holland ließ er sich zu Hamburg nieder, woer 1689 starb. Schon 1643 hatte er daselbst die Teutschgesinnte Genossenschaft