Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Zinckgref Zink

so gefällig macht. 1788 ward er Lehrer an der Kunstakademie zu Dresden , undeine Menge von Landschaften in allen Größen beweisen, wie sehr er in denChgrak-ter der Gegenden, wo er nun lebte, eingedrungen. Vorzüglich gefielen s. Anhebtenmit radirten Umrissen, die. aufs sauberste mit Sepia schatkirt und angefärbt,durch die Bestimmtheit der Formen und eine glückliche Anordnung der Vorg'-ündeweit über den Aberli'schen Landschaften stehen, die gleichzeitig ebenso lehr gesuchtwurden. Z., als ein Schweizer , d. h. als ein geborener Handelsmann, benutz'«feine Zeit und trieb ein sehr einträgliches Geschäft mit seinen Landschaften. die nochjetzt gesucht find. In jen-r Zeit der unbestimmten Eontoure und der zaghaften Zeich-nung wirkte Z., bei dem Alles klar und mit dem hellsten Sonnenschein beleuchtetdaliegt, wohlthätig auf s. jüngern Zeitgenossen und auf s. Schüler. Seine Blät-ter werden als Vorlegeblätter in den Schulen daher stets mit dem besten Erfolge ge-braucht werd-m, obgleich von einer tiefern Bedeutung der Landschaft bei ihm keineAhnung ist. Eine vollständige Sammlung s. Werke erschien bei Taucbnitz in Leip-zig 1804 — 6. Sein Zeicbnenbuch in 3 Heften war Selbstverlag und ist in Ori-ginalabdrücken jetzt ziem'ich selten. Mit seinem Landsmann und Freunde Grassin schweizerischer Herzlichkeit verbunden, erreichte Z. bei fortwährender Munterkeitdas Alter von 60 Iabren. Er starb 1816. 10.

Zinckgref (Julius Wilhelm), geb. 1501 zu Heidelberg , wo er die Rechtestudirte. Nach mancherlei Rechn und Lebensn chseln in den Stürmen des drei-ßigjährigen Krieges starb er an der Pest zu St.-Goar in der Blüthe seiner männli-chen Iabre 1635. Sein vielseitig gebildeter und in der Schule des Lebens gedie-gener Geist hat uns manche Früchte seiner Thätigkeit hinterlassen. Sein Haupt-werk find die „Apophtegmaka oder scharffinnigen klugen Sprüche der Deutschen ",eine unschätzbare Sammlung fitr deutsche Sittengeschichte in einer reinen Kraftsprache(Amsterd. 1653,12., und öfter). AlS*Dichter ist er nicht ohne lyrisches und epi-grammatisches Talent, und einer der ältesten Anbänger der Opitz'lchen Schule. (S.W. Müll.r's „Bibl. deutsch. Dichter des 17. Iabrb.", 7. Bdchn.)

Z i n k senql. -s»-!in,). einMetall von blaulicl'weiker Farbe, strahlig blätteri-gem Bruch, starkem Metallglanz und 7fachem specif. Gewicht. Es ist fast so hartals Kupfer, klingt und ist im erwärmtem Zustande so biegsam, zähe und geschmei-dig, daß es fich zu dünnem Draht und Blech verarbeiten läßt. Es schmilzt in einerHitze, bei welcher das Eisen anläuft, und verflüchtigt fich in der Rothglühhitze. Inder Luft überzieht fich das geschmolzene Zink mir einer grauen Haut, und verbrenntendlich in der Derflüchtigungshitze mit einer grünlichen Flamme unter Absetzung ei-nes flockigen, gelblichweißen Sublimats, Zinkblumen genannt, welche das ein-zige bekannte Oyvd dieses Metalls sind. Es verbindet fich mit den meisten Metal-len; sehr bekannt find mehre seiner Verbindungen mit Kupfer, z. B. Messing,Tomback :c. Ein kleiner Eisengehalt ertheilt demZink eine solche Sprödigkeit, daßes zu Blechen untauglich ist. — Es gibt nur 3 Zinkerze, aus denen das Metall dar-gestellt wird: 1) Kohlensaurer Galmei, ist gelblich und graulichweiß, grau-gelblichroth und gelblichbraun, hat ungefärbten Strich, perlmukterartigen GlaS-glanz, ist durchsichtig und findet fich in kleinen rhvmbvedrischen Krystallen, trauben-,eier- und tropfsteinartia, auch derb. Er ist halbhart, sein specif. Gewicht—4. 5,und seine Bestandtheile find Ainkoxyd und Kohlensäure. Er kommt zu Dillach inKärntben, zu Tarnowitz in Letztesten, zu Iserlohn und Aachen in Rheinpreußenvor. 2) Der kieselsaure Galmei ist weiß, grünlich, grau, gelb und braun,glaSglänzend, durchscheinend, findet fich in rhombischen Tafeln, flachen Pyrami-den, in kugelig »räudiger und eiersermiger Gestalt, auch derb. Er ist halbhart,sein specif. Gewicht — 3. 5, und die Bestandtheile find Zinkoyvd und Kieselerde. Eokommt bei Aachen, in Schlesien. Polen, im Bxeikgau, in England, Schottland rc.vor. 3) Die Blende ist ölgrün, schwefel-, citron-, wachs-, Honig-, orangegelb.