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Zink
hyazinthroth, röthlich-und schwärzlichbraun und schwarz; hat Diamankglanz, istdurchscheinend und findet sich in Tetraedern, Rhombendodekabdern und Oktaedern,auch derb; ist weich und von 4fachem specif. Gewicht. Die Bestandtheile sindZink und Schwefel. Sie kommt in Ungarn, Sachsen, Böhmen , am Harz ?c.vor. — Sämmtliche Zinkerze werten zerkleint und geröstet und dann in Retortenoder Röhren destillier, da die Flüchtigkeit des Metalls keine andre Art der Reduc-tion gestaltet. In England geschieht die Operation in gußeisernen Tiegeln mitdurchbohrtem Boden, sodaß die Zinkdämpfe durch eine in der Bodenöffnung befind-liche Röhre in den Verdichtungsraum geleitet werden. In der Gegend von Lat-tich gebraucht man Röhren, und in Schlesien muffelarkige Gefäße aus Thon, wobeidie thönernen oder eisernen Ableitungsröhren der Zinkdämpfe mit dem Glühungs-apparate Mittel - oder unmittelbar verbunden sind. Das erhaltene Zink muß noch-mals umgeschmolzen werden. Bei Goslar am Harz g'winnt man das Zmk, in-dem man in dem untern Theile der Schachtöfen eine Sch'eferplatte befestig», aufwelche sich das Zink absetzt und aus dem Ofen tröpfelt. — Man walzt das Zinkzu Blechen aus und benutzt dieselben zum Dachdecker, ,c.; oder man benutzt esim metallischen Zustande, gewöhnlicher aber als Galniei und Blende zur Be-reitung des Messings w., indem man es mit Kupfer zusammenschmelzt. — Dain neuern Zeiten der Zinkverbrauch sich sehr vermehrt hat, besonder« in Plattenzum Dachdecken, auch zu Geschirren, zu galvanischen sänken, zu Zeich,lungg-platten u. s. w., so ist auch der Ertrag gut eingerichteter Zinkhütten immer wich-tiger geworden. Eins der vollkommensten Hüttenwerke ist die Lygdonia Zinkbüttebei der Königshülte in Oberschlesien . W, des königl. poln. Berg - und Hütten-affeffors HoUunder „Ausführliche Beschreibung des in Oberschlesien , in dem Kö-nigreiche Polen und in dem Gebiete von Krakau gewöhnlichen Zinkhüttenprocef-seS' (Leipzig 1824). Nicht »linder bekannt ist die königl. bairische privilegirkeZinkfabrik zu Hammersbach bei Augsburg , wegen ihrer Sireckwerke, Gußwerkeund Meffingfabrication. Ihr verdankt Baiern die Einführung eines neuen Fabri-cqts, das der Holzschrauben. Die Holländer, welche ansehnliche Zinkgruben besitzen,haben schon seit geraumer Zeit ihre schiffe statt Kupfer mit Zinkblechen unter gu-tem Erfolg beschlagen, und dabei wahrgenommen, daß die Zinkbleche von den, ätzen-den Meerwasser bei weitem nicht so schn-ll wie Kupferbleche zerstört werden. DieFranzosen sind ihnen nicht nur in dieserAmvendunq des um 2 Dritttheile wohlfei-len Zinks nachgefolgt, sondern lassen auch, vorzüglich in Paris , in allen Gasthäu-sern, Apotheken, Essigläden u. s. w. die Schenktische und Zurichttafeln mit Zink-blechen überziehen. Dasselbe geschieht jetzt in London . Insbesondere haben die inEngland zuerst vor 40 Jahren angestellten Versuche, Zinkbleche zur Dachbedeckunzanzuwenden, allen Erwartung-'» entsprochen, und man weiß nun mit Gewißheit,daß kein andres Metall in dieser Beziehung den zwiefachen Vortheil der Wohlfeil-heit und Dauerhaftigkeit so auffallend wie Zink gewährt. Übrigens erhöht der in-ner« Werth der Zinkbleche den Werth eines jeden Gebäudes, welches damit ge-deckt wird, namhaft, indem diese Bleche, wenn sie einst unbrauchbar werden,von jedem Gelbgießer oder Messingfabrikanten als Zusatz zum Kupfer bei derMessingerzeugung im Werthe des Zinkmetast» gekauft werden, -seit mehrenJahren hat man auch in Berlin und in Petersburg die Deckung der Dä-cher mit Zinkblech eingeführt; Berlin z. B. bedurfte 1825 allein über 80,000Ctnr. Zinkbleche. Dieselbe Anwendung hat bei de n neuen Schloßbaue in Pillnitz stattgefunden (s. Andrö'S „HeSperus", 1824, Nr. 59). Seit Kurzem hat auch derArchitekt H. W. Eberhard zuerst Zmkplatten zu Abbildungen benutzt, die dem Ku-pferstiche näher kommen als dem Steindrucke. —, Unter Zinkstuhl versiebt mangewisse Vorrichtungen in der Ocherhütt« bei Goslar , um den Zink in seiner metal-lischen Gestalt aus den Bleierzen zu gewinnen. Wo heißt nämlich eine in dem