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Zinke Zinn
Schmelzofen angebracht« Schiefertafel, mit einem starken Abhänge aus dem Ofen.Auf der selben steht der Zinkstein, der das Loch des Ofens verschließt. Der sodannaus den» Zmkstuhl sich sammelnde Zink wird nachher noch einmal geschmolzen, ge-reinigt und in runde Stöcke gegossen.
Zinke heißt 1) ein zugespitzter Theil eines Instruments, z. B. einer Gabel;bei den Zögern die Enden am Hirschgeweihe; 2) ein aus Horn oder Holz verfertig-tes, zuweilen mit Leder überzogenes, mit 7 Löchern versehenes, etwas gekrümmtesBlasu»1rumenk, ohne Stürze mit einem Mundstück, der Trompete ähnlich, undnicht völlig 2 Fuß lang. Es war ehemals gewöhnlicher und wurde besonders ge-braucht , um bet Chören die Partien zu dingiren und den Discant der Posaunen zu
verstärken, Der Umfang des gewöhnlichen Zinken war vom kleinen bis 6. DieStadtpfeifer hießen davon ehemals Stadtzinkenisten. Zn> Italienischen heißt es cor-nelt» „eltiiio); franz. 60 , 06 t ä bouqui». Die gekrümmte Zinkt hak beinahedie Figur eines groß n lateinischen 5. Hei den Orgeln heißen Zinken die Pfeifen, wel-che den Ton dieses Biarinstrum.uitS nachahmen und zum Schnarrwerke gehören.
Zinn , ein Metall von bläulich-silberweißer Farbe, starkem Merallglani undverschmolzenem Bruch. Das specif, Gewicht ist 7—1. Z; di> Härte und Bieg-samkeit sind gering, doch weit größer als jene des Bleies; es ist klingend, läßr sichin dünne Bleche (Ltanniol) schlagen und knirscht beim Biegen. Es ist einsder leichtflüssigsten Metalle, überzieht sich dabei in reiner Luft mit einer grauen Haut(Zinnkrätze), entzündet sich bei sehr hoher Temperatur und verflüchtigt sich in weiß-grauen Dämpfen. Alan kennt zweierlei Opyde oder Kalke, einen grauen und ei-nen weißen, welche beide zu ihrer Reduktion die höchste Weißglühhitze ersodern.Das Zinn vereinigt sich mit mehren Metallen, zumal mit Eisen, Kupfer und Blei.Die Legirung von Zinn und Kupfer scheint nach 2 bestimmten Proportionen zu er-folgen, welche in dem gewöhnlichen Glocken- und Stückgut mehr oder weniger deut-lich gemengt sind. — Zn der Natur kommt das Zinn wenig verbreitet und nur in2 Berbinduugen vor. Die eine derselben ist der seltene ZinnkieS, bestehend ausZinn, Kupfer und Schwefel. Als eigentliches Zinnerz kann nur der Zinnsteinoder das naiürliche Zmnoryd angesehen werden. Er findet sich in niedrigenquadratischen Pnsmen mit flachen Pyramiden, gewöhnlich in Zwillingskrystallen,auch derb und eingesprengt und in zartfaserigen Massen, als sogenanntes Holzzinn.Die Farbe ist braun, gelb, grau und weiß, andrerseits auch schwarz; der Glanzdiamantartig, der Bruch uneben und muschlig, die Härte fast gleich der des Quar-zes, das specif. Gewicht — 1. Er kommt im böhmsschsstchsischen Erzgebirge , inCornwall, auf der Halbinsel Malakka und der Znsel Banka vor. — Das Zinnerzwird, nachdem es geröstet worden, zerstufk und gewaschen, darauf nochmals gerö-stet und dann entweder in Flamm - oder in Schachtöfen verschmolzen. Das erhal-tene Zinn wird nochmals eingeschmolzen. —, Man benutzt das Zinn zu sehr dünnenPlatten, Stanniol genannt (zum Belegen der Spiegel, oder gefärbt, zum Belegenandrer Lachen), in der Färberei, zum Glockengut, Stückgut und Bronze, und inVerbindung mit Blei, weil diese Legirung härter als reines Zinn ist, zur Anferti-gung von Gerälhen. Das mit einer gesetzmäßigen Menge von Blei versetzte Zinn heißt Probezinn. Jedes Zinn, auch das beste, ist nicht ganz frei von Arsenik ,nicht selten ist es, wie zi B. das englische Slangenzinn, mit Blei versetzt, «Deßhalbman, da das Zinnsich sehr leicht auflöst, nicht solche Speisen, die leicht scharf undsauer werde», in zinnernen oder verzinnten Gefäßen zubereiten oder lange aufbewah-ren darf. Das chemische Zeichen des Zinns ist 2 p. -- S - die Monographie diesesMetalls von Hagen : „Olzzert. expoiistenz staunum" (Königsb. (11s, 4.), undüber die chemischen Eigenschaften desselben: Byyen s und Charlard's „lseoberebercltimiguci »»r 1'etuiu" (Paris 1181).