Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Zrinyi

Zrinyt (Zrini) (Ncklas, Grafv.), Feldherr Kaiser Ferdinands l., Banvon Kroatien, Dalmati.m und Slawonien, Tavernicus in Ungarn , geb. 1518,berühmt durch s. heroisches Ende, das ihn neben den Spartaner LeonidaS stellt. iEr war aus dem alten slawischen Geschlechte der Grafen v. Brebir; s. Haus hieß lZrini (seit 1311) von deni SchlösseZrin. Schon als 12jäbriger Knabe verdiente ssich GrafNiklas in der Belagerung Wiens von Karl V. ein Streit! oß und eine gol- sdene Kette. In der Folge zeichnete er sich in den Fcldzügen gegen Johann v.Zapo- ilya aus, der das Königreich Ungarn dem Erzherzog Ferdinand streitig machte, und 1gegen den Sultan Suleywan, Zapolpa's Bundesgenossen. Z. führte fast immer ^d'e Vor- oder ;Nachbut. Besonders vervollkommnete er den Dienst der leichten rR iterei. Seine Heldengestalt, s. Lebhaftigkeit, s. Freigebigkeit im Belohnen,s. parteiloser Ernst im S.'rasen uniei warfen ihm unbedingt die Gemüther seiner ta-pf rn Scharen zu jedwedem, auch dem schwersten Unternehmen. Daher kam esz. D., daß 15!2 s Ankunft in dem lange schwankenden Treffen bei Pesth wie einBlitz unter die Feinde si-hr und den Auslchlag des S ieges gab. Mit ähnlichem Er- jfolge und durch gleiche Übe, legenheit vertheidigte er 12 I. lang Kroatien , dem erals Ban vorstand, wider die Domänen und schlug sie 1562 von Szigelh hinweg.Ungarn hingegen war grosientheils schon ein türkisches Paschalik, und der djberrestzuni Tribut gcnvihigt. Da wollte Sulevman der Unüberwindliche von Belgrad aus auch noch Szigeih, in der szalader Gespannschaft an der Grenze, erobern. Z.,dessen Name bere>lS so viel als ein Hcerbaufen galt, glaubten die Türken, sei nochin Wie»; darum hofften sie die Feste eher^zu bezwingen. Eine Niederlage, bieder^türkische Vortrab bei SzikloZ durch A.'s Scharen erlitt, reizte des Sultans Zorn azum schnellen Angriff. Der berühmte Großv sier Mehmed Sokolowich, ein kroa- itischer Renegat, zog mit 65 000 M. dem Großherrwvoraus. Über die angeschwol--lene Drau mußte unter ungeheuern Schwierigkeiten nne Brücke geschlagen werden;der strenge Befehl des Sultans erzwäng nach mehren verunglückten Versuchen das.Unmögliche, und das Heer ging vom 1. — 5. Aug. über den Strom. Nun ver-sammelte Z. s. Krieger, 2500 an der Zahl. Alle schworen — er zuerst, dann jederseinem Hanptmann, und alle Hauptleule ihm — für den Glauben, den Kaiser und -das Vaterland zu sterben. — Szigeth liegt zwischen 2 Flüssen, wie auf einer Insel,'s. Umgebung ist morastig; dieß, sowie die Eintheilung der Stadt in die alte undlneue, und der Besitz einiger Castelle mit doppelten Gräben und Bollwerken, unter-stützte die kaum 8000 M. starke Garnison. Die Türken warfen an 3 vorthcühaf-ten Posten Batterien auf, versahen sie mit gewaltigen Stücken und donnerten da-mit Tag und Nacht auf die alte Stadt, die einfache und schwache Ringmauernhatte; die Belagerten wehrten sich durch tapfere Ausfälle. Als sie mit Geschützund dem Degen in der Faust das Äußerste gethan, etliche Stürme abgeschlagen, einheftiges anhaltendes Gefecht rühmlich bestanden und zwar viel Mannschaft, abervon ihrem erprobten Muthe noch Nichts verloren, im Gegentheil die alte StadtFuß für Fuß vertheidigt hatten, steckten sie dieselbe mit eignen Händen an und zogensich in die neue Stadt zurück. Diese hatte einen zwar tiefen und wasserreichen, abernicht breit-n Graben. Die Türken führten Erdberge auf, von denen sie mit demGeschütz die ganzeSkadk beherrschen und in Ruinen verwandeln konnten. Z.. über-all der Erste auf den Punkten der Gefahr, wollte durch alle nur crsinnliche Mittelden Feind an der Ausfüllung d-S Grabens hindern; allein die unermüderen undzahlreichen Türken ersetzten b.i Nacht, was ihnen der Tag zerstört halte. In Er-wägung ihrer furchtbaren Übermacht, ihrer reichen Verrathe und der Gegenwartdes Sultans selbst, wollte A. s. Volk nicht unnütz aufopfern, gab daher auch dieneue Stadt den Flammen preis und warf sich in das Schloß, den einzigen undstärksten Rettunqspunkt. Das Feuer der Belagerer dauerte ununterbrochen fort,zugleich setzten sie der Festung, der es an Mineurö fehlte, durch Minen zu. Als