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biets entwerfen mußten, damit diese einen richtigen Begriff von Z.'s Lehrm bek.1-'men, fällt in ebendasselbe Jahr, und hatte die Entfernung aller Werke der bilden-den Künste aus den Kirchen der Stadt Zürich und ihres Gebiets, sowie 1524 die'Abschaffung der Messe zur unmittelbaren Folge. Z. trat in eben diesem Lahre in'den Ehestand mit der schon 43jähr. Anna Reinhard, der Witwe des LunkersMeyer von Knvnow, gab im folgenden sein Glaubensbekenntniß von der wahrenund falschen Religion heraus und hatte somit in wenig Jahren das Reformation«-'werk in seinem Vaterlands auf einen ziemlich festen Fuß gebracht. Mit Eifer fuhr ^er in demselben fort, und die Obrigkeit zu Zürich , die ihn immer sehr thätig unter-stützt hatte, schaffte jetzt die Bettelr.*önche ab, zog die Ehesachen vor die weltlichen'^Gerichte und ordnete eine bessere Verwaltung der Kirchengüter an. Z. war mit iLuther und den übrigen deutschen Reformatoren völlig einig. Er nahm, wie ste,die Bibel zum einzigen EntscheidungSgrunte an, verwarf alle menschlichen Zusähe,bestritt die Herrschaft und den Eigennutz der Geistlichkeit, sowie den Aberglauben, ^Mit Kraft und Erfolg, und wollte mit einem Worte die christl. Kirche wieder auf,die Einfalt der ersten Lahrh. zurückgebracht wissen. Nur in einigen Punkten,von welchen indessen die Lehre von der Gegenwart Christi im Abendniahle der ein-zige wichtige war, da die andern fast sämmtlich Gegenstände der Liturgie betrafen,war seine Anficht von der ihrigen verschieden. Um auch diese Verschiedenheit >» derLehre vom Abendmahl« und eine seit 1524 ausgebrochene Absonderung der beidenneuen Religionsparteien Luther's und Z.'S zu heben, wurde vom Landgraf, n zuHessen , Philipp dem Großmüthigen, eine Zusammenkunft zwischen den sächs. undschweizerischen Reformatoren 1529 (1.—3. Oct.) zu Marburg veranstaltet. VonSeiten der Erstere» erschienen als Hauptpersonen Luther und Melanchthon, vonSeiten der Schweizer Z. und Ökolanipaoius. Man unterredet« sich mit Sanft-Muth, und besonders behandelte der sonst so heftige Luther den wackern Z. mit brü-derlicher Liebe. Ob nun zwar der Endzweck einer völligen Vereinigung nicht er-reicht wurde, so kam doch so viel zur Wirklichkeit, daß nian einen Vergleich zuStande brachte, indessen 13 eisten Artikeln man vollkommen übereinstimmend dievornehmsten Glaubenslehren festsetzie, und ü» 14. versprach daß, wenngleich mannicht übereinstimme, ob im Abendmahl« der wahre Leib und Blut Christi gegenwär-tig sei, man sich doch gegenseitig mir christl. Liebe begegnen wolle. 1531, als imvorhergegangenen L. Z. einige» Verfolgungen und persönlichen Nachstellungen nurMit Mühe entgangen war, brach ein offener Krieg zwischen Zürich auf einer, undden kathol. Cantons Luzern, Schwvz, Uri, Unierwalden und Zug auf der andernSeite au«, und Z. mußte, auf Befehl des züricher Raths, mit dem Bannig de«Cantons , dessen Führer jederzeit ein Geistlicher war, zu Felde ziehen. E« kam am11. Oct. zum Angriff, und Z. rief s. Landsleuren zu: „Gott zu vertrauen". Daaber die Gegner den Zürichern mehr als doppelt überlegen und auch besser angeführtwaren, so wurden die Letzter» geschlagen, und Z. war upter Denen, die im Kampfeden schönen Tod für das Vaterland starben. Durch Calvin erhielt hernach dasreformirie Glaubensbekenntniß die Gestalt, die es noch jetzt hat. S. „Zwingli'SLeben" von Rotermund (Bremen 1818). Z.'s sämmtl. Schriften im Auszugehaben Usteri und Vögelt» herausgegeben (Zürich 1819 fg., 2 Bde. in 4 Abih.).Pfarrer Schüler und Pros. Schuttes gaben den gesammten schriftl. Nachlaß Z.'S(Zürich 1828) heraus. —r.
Zwischenakt (lsntre-aoie) nennt man bei theatralischen Vorstellungendiejenige Zeit, welche entweder zwischen 2 verschiedenen Stücken, oder zwischenden verschiedenen Acten eines Stücks verläuft. Ln Deutschland wird während die-ser Zeit jedesmal der Vorhang herabgelassen, welches aber in Frankreich nicht, odernur dann geschieht, wenn während dieser Zeit die Dekorationen zu verändern, oderVorkehrungen zur folgenden Abtheilung auf der Bühne zu treffen sind. (^.Schau-spiel und Act.) Bei Dramen, Schauspielen, Lustspielen u. dgl. wird (wenig-