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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben in Verbindung mit der Bereitung des Brandweins, des Rums, des Essigs und eines Coffee-Surrogats aus ihren Abfällen / beschrieben und mit Kupfern erläutert durch ihren Urheber Franz Carl Achard
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immerwährende Krankheiten, fo lange fie leben, zu erdulden haben. Glücklichfclnitzen die Gefährten der Elenden diejenigen, die auf der Reife herben, das zu er-wartende Elend nicht erleben, und bald von dem Schmerz getödtet werden , den fiedurch die Trennung von ihren freunden empiinden. Mau hat berechnet, dafs we-nigftens die Hälfte lürbü, die die Schiffe die wehindifciieji Gr über erreichen. Esdauert nicht lange, lo werden die neu angekommenen Sclaven durch böfe und bisjetzt unheilbare Krankheiten beiallen, die in einem beftändigen Magenweh, Pinngenannt, und bösartigen Auslcbhigenbeftehen. Hierzu kommt noch die graul'ame undunmenl'cldiche hehandlung der ajlermeiften Pflanzer, ihre l'elblt ungefunde und be-fehwerliche Arbeit auf den luinpfigen Pflanzungen bey der Jlebauung und Erndle,desgleichen der Verarbeitung dos Zuckerrohrs auf den Zuckermiiiden, W'O ihre febonungefnmlen Körper vollends entkräftet werden. JJiefe ungefunden, gemarterten,mit l)öfen Auslcbhigen Itefs geplagten Menfclien-Geftahen find es, die uns den Zuk-ker bereiten. So haben felblt mehrere weftindifche Pflanzer den Zultand der Scla-ven belchriehen. Die gegebene Schilderung ihres Eiendes ift daher der W uhrheit' gemäfs, und leider nicht übertrieben“

§. 641.

Der Doctor Benjamin Mofeley in feiner Abhandlung über den Zucker fetzt dieAnzahl der mit dem Zuckerbau in den Infein befchäftigten Afrikaner auf eine halbeMillion an, f, 00, ooo unlerer Mi tmenlehen l'cbleppen «Uo im quaalvolltleii . Zuliande,unter der graufamllen Bel»«*mliung in Entbehrung eines jeden Lebensgen uff cs ihr trau-riges Dafeyn dahin, um einen Stoff zu produciren, den Luxus in Speifen und \\ old-gefclnnack, zum fcheinbaren fiediirfnils der Europäer, fo wie zur merkaniilifchenSpeeuJation und zum lucrativen Handlungszweig, meiflenlheils nur einer .Nation,gemacht hat.

§. G42.

Schrecklich und im höchften Grade empörend ift es, wenn man bedenkt, zuwelchem niedrigen Preil's die Afrikaner ihre Landsleute, welche das Unglück haben,in die Gewalt ihrer Harkern Gegner zu fallen, verkaufen, und es JüIst lieh darausfehlielsen, wie geringe der Werth ift, den fie auf die Schlachtopfer ihres Eigennutzesund das Glück oder Unglück eines Menfchen Lehens fetzen. Gewöhnlich Averden dieSclaven mit europäifchen Waaren im Taufcb verhandelt, und ihre Ereile richten flehnach der greisem oder geringem Zufuhre von den Kühen, und nach der Pelorgnifsder Kriege im Lande, ln Kainelia galt in den Jahren 1794 bis 1797, ein Sclave vonder heften Güte 9 lös 12 Mü dalli, a) 1 ft Füntenfteiue, / jt S Pollen Tabak, 20 La-dungen SchielVpulver und ein Uirfchfänger galten drey bis vier, ein Pferd zehnbis iiebzehn, und ein Oelde einen Minkalli. bj welches Schauder erregende Ver-luiltnifs zvvifchön 1 dön Werth eines Pferdes oder Odilens, und dem welchen der

Sklavenhändler 'auf'd-as Wohl und Weh feines gleichen fetzt.

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o) Ein den AVerth eines Dukaten.

t) S. Reifen im Innern vnri Afrika auf Veranlaljfnng der afnkanifi hen tiel ’allscliaft, in den Jahren 1705 hi* 1 707 »umernominkn iAfungo l'uik, YVumlura.i.