eigentlichen wahren Werth bei den hiesigen Einwohnernerhalten.
Es war nicht mehr nöthig, Zwangsmittel zur An-nahme des Torfs ;u gebrauchen; die Nachfrage ver-mehrte sich von Jahr zu Jahr, und es wurde freiwilligeine größere Quantität von Torf verkauft, als fruherhindurch den gezwungenen Ankauf erreicht werden konnte.
Besonders wohlthätig war die von königlicher Re-gierung getroffene Veranstaltung, durch belehrende Bei-spiele auf die Nutzbarkeit und den Werth des Torfs fürdie in Feuer arbeitenden Gewerbe praktisch einzuwirken.Zu diesem Entzwsch wurde im Jahr 1802 im Weißen-städter Forstrevier neben der dortigen Torfgraberei eineTorfverkohlungsanstalt auf Kosten des Staatsarars er-richtet, und der Torf in konischen Oefsn im »erschlosse-nen Raum verkohlt. Die Torfkohlen wurden anfangsunentgeltlich zum Versuche an die Nagel- und Huf-schmiede, an die tPlech- und Stabhammer und zum Ei-sensteinschmelzen auf Hochöfen ausgetheilt, Obschon hier,so wie bei allen neuen Einrichtungen und Erfindun-gen vieles für und gegen die Sache gesprochen, undLurch die Macht der Vvrurtheile und durch den Hangzum Alten oftmals die nützlichste Erfindung gelähmt, undin ihrer wettern Vollkommenheit aufgehalten wird; sokann doch im vorliegenden Falle amtlich aus den Actennachgewiesen werden, daß die Torfkohlen aus demWeißenstädter Forstrevier eine größere Glühhitze undeine längere Zeit im Feuer stehen, als die besten Nadel-holzkohlen, daß sie bei vorsichtiger Behandlung derFeuerarbekt für Kleinschmiede sehr wohl brauchbar sind,und Laß sie im Hochofen beim Eisensteinschmelzen in Ver-