Buch 
Die Torfwirthschaft im Fichtelgebirge / von Heinrich Christoph Moser
Entstehung
Seite
42
JPEG-Download
 

wünschen, daß mehrere dergleichen, vorzugsweise aufdiese geprüft werden.

G. Torfwasser, Torfcssig.

Die Menge, welche ich davon erhielt, war 14 Pro-zent Nach dem Filtriren bleibt es helle, wird aber, demLichte und der Luft ausgesetzt, allmählig dunkler. DerGeruch desselben ist nicht ganz unangenehm, und demvom rohen Holzessig etwas ähnlich. Der Geschmack istletzter» ebenfalls fast gleich, nur schwacher sauer undwidriger.

Der Säuregehalt des Torfessigs ist gering, dennroo Theile davon sättigen nur 24 Theile kohlensauresKali, wahrend dieselbe Menge Holzessig saus Buchenholzdurch trockne Destillation erhalten) 24 Theile erfordern,so daß der Gehalt des erster» an Essigsaure um dasZehnfache geringer ist.

Wird das Torfwasser mit Aetzkali vermischt, sogiebt es deutlich den Geruch nach Ammoniak aus, undein in Salzsäure getauchter Glasstab bringt, nahe dar-über gehalten, dichte, weiße Nebel hervor. Nach einigerZeit nimmt die Mischung einen unerträglichen Geruchan, welcher mit dem von brenzlichten Thieröle (Hirsch-hornöl) die größte Aehnlichkeit hat.

Das Torfwasser enthalt also: wenig Essigsaure,essigsaures 'Ammoniak und Theer aufgelößt.

O. Theer, brenzlichtes Oel.

Von diesem erhielt ich 244 Prozent, das klebrichtePulver, was beim Anfange der Destillation herübergeht,mit eingerechnet.